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Horror Factory - German Gothic: Das Schloss der Träume Das Schloss der Träume von Kleudgen, Jörg (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.02.2014
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Horror Factory - German Gothic: Das Schloss der Träume

HORROR FACTORY: Neue Horror-Geschichten. Deutsche Autoren. Digitale Originalausgaben. Das ganze Spektrum des Phantastischen. Von Gothic bis Dark Fantasy. Vampire, Zombies, Serienmörder und das Grauen, das in der menschlichen Seele wohnt. Erscheint monatlich. Jeder Band in sich abgeschlossen. ACHTUNG: Hören Sie auf Ihr Navi! Nehmen Sie nie die falsche Ausfahrt! Sonst könnte es Ihnen ergehen wie Günther Krebs, der ein einziges Mal nicht achtgibt. Abseits der befahrenen Wege gelangt er in eine Stadt, die auf keiner Karte verzeichnet ist: Mahringen. Überragt von einem uralten Schloss, beherrscht von einem geheimnisvollen Grafen. Und Günthers scheinbar geradlinig verlaufendes Leben gerät buchstäblich aus der Bahn... Nächste Folge: 'Ich bin böse!' von Vincent Voss.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 80
    Erscheinungsdatum: 13.02.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783838752006
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Größe: 1768 kBytes
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Horror Factory - German Gothic: Das Schloss der Träume

2

Als er am Morgen erwachte, verspürte Krebs einen Bärenhunger. Die Sonne schien in das Zimmer und ließ es freundlich und nicht ganz so altmodisch erscheinen wie im Licht der orangefarbenen Lampen. Krebs duschte ausgiebig und begab sich erfrischt und ausgeschlafen in den Gastraum, wo ihn die Bedienung vom vorherigen Abend begrüßte.

Er aß drei der außergewöhnlich knusprigen Brötchen und genoss den aromatischen Kaffee, dessen Duft ihm schon auf der Treppe entgegengedrungen war. Dann fiel ihm ein, dass er ja Lux wegen eines neuen Termins anrufen sollte. Sein Mobiltelefon funktionierte jedoch immer noch nicht.

"Sagen Sie, haben Sie hier auch keinen Empfang?", fragte er die Bedienung, als sie ihm Kaffee nachschenkte.

"Ich habe nicht mal ein Handy", gestand sie. "Wozu auch? Sie werden in der ganzen Stadt kein Netz bekommen. Wir sind, was das betrifft, leider vollkommen von der Außenwelt abgeschnitten."

"Ist denn schon mal jemand auf den Gedanken gekommen, auf einem der umliegenden Hügel eine Sendeanlage zu installieren?"

"Ich denke, es hat mehrere Versuche gegeben. Sie dürften am Widerstand des Grafen gescheitert sein. Ihm gehören sämtliche Ländereien rund um Mahringen, und er mag derartige technische Neuerungen nicht."

"Dieser Graf ... Wie wahrscheinlich ist es eigentlich, dass man ihn trifft? Ich meine ... Sie haben seine Burg ja gleich vor der Haustür ..."

"Ein Schloss, keine Burg!", warf sie lachend ein. "Es ist viele Jahrhunderte her, dass anstelle des jetzigen Schlosses eine trutzige Burg stand. Das ist der Teil, der heute noch privat genutzt wird. Der vordere Bereich, den Sie von hier aus sehen, entstand viel später." Sie hielt inne und schien nachzudenken. "Um aber auf Ihre Frage zurückzukommen ... Nein, ich selbst bin dem Grafen noch nicht begegnet. Er lebt jetzt sehr zurückgezogen, aber die älteren Mahringer erinnern sich noch recht gut an ihn."

"Nun gut, ich werde ihn wohl auch nicht mehr zu Gesicht bekommen. Ich reise heute ab."

"Oje, das habe ich ja vollkommen vergessen!" Sie legte die Hand vor den Mund. "Es hat jemand für Sie angerufen ... eine Frau. Es ging um einen geschäftlichen Termin. Ich habe den Namen der Firma leider nicht verstanden."

"Was hat sie gesagt?" Krebs konnte nicht verstehen, wie man etwas derart Wichtiges vergessen konnte.

"Warten Sie, ich habe es mir notiert."

Immerhin das , knurrte er in Gedanken und blickte ihr hinterher, als sie zur Rezeption stöckelte.

Sie kehrte umgehend zurück.

"Sie hat den heutigen Termin abgesagt. Der Direktor fühle sich noch nicht gut und werde sich bei Ihnen melden, sobald es ihm besser gehe."

"Das ist ja ...", Krebs verspürte Zorn in sich aufsteigen. Immerhin hatte Lux um dieses Treffen gebeten und ihm versichert, dass es um eine wichtige Angelegenheit gehe. Krebs hatte die Unannehmlichkeit der weiten Anreise auf sich genommen. Gut, daran, dass er vom Weg abgekommen war, trug Lux keine Schuld, aber ...

"Er lässt sich entschuldigen", fuhr die Bedienung fort, "und bittet Sie, sich bis morgen zu gedulden. Die Ihnen entstehenden Kosten einschließlich der Hotelrechnung übernehme er selbstverständlich."

Gut, das war ein Wort! Krebs lehnte sich zurück und ließ seinen Blick über den Schlossplatz schweifen, auf dem sein Wagen nun alleine stand.

Es versprach ein sonniger Tag zu werden. Vielleicht würde er sich erst einmal in eines der Cafés im Ort setzen. Jedenfalls wollte er das Beste aus der Sit

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