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Hot Client Roman von Keeland, Vi (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.06.2020
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
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Hot Client

Layla ist eine junge, aufstrebende Anwältin bei einer großen New Yorker Kanzlei. Als sie beauftragt wird, einen neuen, schwerreichen Top-Klienten der Firma zu betreuen, kann sie ihr Glück kaum fassen. Wenn alles gut läuft, wird sie bestimmt endlich zur Partnerin ernannt. Doch dann betritt ihr neuer Mandant den Konferenzraum: Gray Westbrook. Gray Westbrook, den sie aus dem Gefängnis kennt, wo sie wegen eines Fehltritts Berufungsfälle betreuen musste. Gray Westbrook, der ihr das Herz gebrochen hat und den sie nie mehr wiedersehen wollte ... Vi Keeland ist eine New-York-Times-Bestsellerautorin. Mit über einer Million verkaufter Bücher wird sie inzwischen in acht Sprachen übersetzt. Vi Keeland hat ihre große Liebe mit sechs Jahren kennengelernt. Sie lebt mit ihrem Mann und drei Kindern in New York.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 400
    Erscheinungsdatum: 15.06.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641256661
    Verlag: Goldmann
    Originaltitel: The Naked Truth
    Größe: 1500 kBytes
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Hot Client

1. Kapitel

Layla

"Tut mir leid. Ich hab vergessen, dich anzurufen. Ich kann heute keine Mittagspause machen." Ich seufzte und deutete auf die Papiere, die auf meinem Schreibtisch lagen. "Pittman hat mich gebeten, eine Präsentation für einen neuen Mandanten vorzubereiten."

"Der alte Pittman oder Joe?"

"Der alte Pittman. Nun ja, gebeten ist nicht ganz das richtige Wort. Er ist ohne anzuklopfen in mein Büro geplatzt. Ich war gerade in einer Telefonkonferenz. Er hat mich gezwungen, den Mandanten mitten im Satz in die Warteschleife zu hängen und dann etwas geblafft von wegen um drei Uhr im Konferenzraum in der obersten Etage , dann war er wieder weg. Ich musste seine Sekretärin anrufen, um Genaueres zu erfahren."

"Das ist doch toll. Endlich stehst du wieder in der Gunst der Namenspartner. Ich wusste, dass du das hinkriegst." Oliver kam um den Schreibtisch herum und küsste mich auf dem Weg nach draußen auf den Scheitel. "Ich bring dir die frischen Thunfisch-Tacos mit, die du so gern magst."

"Du bist der Beste."

Seit ungefähr einem Monat war ich mit Oliver Blake zusammen, davor waren wir fast fünf Jahre lang nur Freunde gewesen. Er war Juniorpartner in der Abteilung für Urheberrecht in der Kanzlei, in der ich arbeitete, und ich habe nicht übertrieben - er ist wirklich der Beste.

Als ich letztes Wochenende krank war, hatte er mir Hühnersuppe vorbeigebracht. Wenn ich mal niedergeschlagen war, erinnerte er mich an all die guten Dinge in meinem Leben. Schon bevor wir ein Paar geworden waren, war er mein größter Unterstützer gewesen - er ermutigte mich, dem Sturm hier bei Latham & Pittman zu trotzen, nachdem man mir vor zwei Jahren fast die Anwaltslizenz entzogen und mich gefeuert hätte. Klug, gut aussehend und beruflich erfolgreich - er war der ideale Mann, den eine Frau gern ihren Eltern vorstellen würde. Und das ganze Gegenteil von den Idioten, zu denen ich mich normalerweise hingezogen fühlte.

Letzte Woche hatte er erwähnt, dass sein Mietvertrag in einigen Monaten ausliefe, und angedeutet, dass er es toll fände, wenn ich ihm bei der Suche nach etwas Größerem helfen würde. Er hoffte, ich würde künftig öfter bei ihm sein. Klug, gut aussehend, beruflich erfolgreich und ... frei von Bindungsängsten.

Ich nahm mir vor, seine Schränke heimlich auf versteckte Leichen zu durchsuchen, wenn ich das nächste Mal bei ihm wäre, und wandte mich dann wieder meiner Präsentation zu.

Ich hatte schon mehrmals Präsentationen der Seniorpartner beigewohnt, doch es war das erste Mal, dass ich selbst eine hielt. Und es widerstrebte mir zutiefst, dass ich nur zwei Stunden Zeit hatte, um die Folien durchzugehen und mir Notizen zu machen. Ganz zu schweigen davon, dass ich von dem Investmentunternehmen, dem ich uns vorstellte, nur wusste, dass es sich um ein Start-up mit einem Riesenbudget handelte. Wahrscheinlich irgendein erfolgreicher, arroganter Investmentbanker, der bei seiner Firma gekündigt und milliardenschwere Investoren mitgenommen hatte - genau die Art von Mandant, die die Seniorpartner liebten.

Konservative Investmentfirmen waren gute Mandanten - unablässig konnten Rechnungen für das Prüfen von Verträgen, Subskriptionen und unzähligen Vereinbarungen mit der Börsenaufsicht gestellt werden. Junge, arrogante, moderne Investmentfirmen aber, die von Yuppies geführt wurden, produzierten Rechnungen, als würden sie mit Spielgeld bezahlen. Sie wurden wegen sexueller Belästigung von Angestellten, Diskriminierung, Vertragsbruch und Verstößen gegen das Wertpapierhandelsgesetz verklagt. Teufel, selbst unsere Steuerrechtsabteilung war involviert, weil diese jungen Typen sich für schlauer hielten als die Steuerbehörde.

Zwei Stunden später, als es Zeit für meine Präsentation war, fuhr ich mit dem Fahrstuhl in die oberste Etage und trat durch die dicken Glastüren in den Vorstandsbereich. Meine Kanzlei war keineswegs geizig

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