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Hotel de Paris - Nächte der Erfüllung Band 3 Roman von Mars, Emma (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.08.2014
  • Verlag: Carl's Books
eBook (ePUB)
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Hotel de Paris - Nächte der Erfüllung

Pretty Woman meets 80 DAYS in einem Pariser Boudoir! Weil ihre Mutter schwer krank ist, verdingt sich die Studentin Annabelle als Escort-Girl im Hotel de Paris, in dem die Zimmer nach großen Liebenden der Geschichte benannt und dekoriert sind, von Joséphine Bonaparte bis Mata Hari. Als sie den charismatischen Medientycoon David kennenlernt, will sie aus dem Escort-Service aussteigen. Doch bei einem letzten Auftrag trifft sie auf einen faszinierenden Mann, der sich als Davids Bruder entpuppt. Annabelle ist hin- und hergerissen zwischen ihren Gefühlen und Begierden ... Emma Mars ist eine französische Autorin. Sie ist 23 Jahre alt. Oder 32. Vielleicht auch 44. Sie hat das Alter, das ihr gefällt, und das Leben, das sie sich erfindet, denn sie schätzt nichts so sehr wie das Wechselspiel zwischen Realität und Fiktion. Manchmal packt sie deshalb zu viel von ihrem Leben in ihre Romane und zu viel Romanskes in ihr Leben. Aber das ist es, was ihr Leben spannend macht und ihre Bücher so fesselnd.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 384
    Erscheinungsdatum: 11.08.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641130671
    Verlag: Carl's Books
    Originaltitel: Hotelles - Room Nr. 3
    Größe: 905 kBytes
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Hotel de Paris - Nächte der Erfüllung

1

8. Juni 2010

Wir verbrachten kaum mehr als eine Nacht und einen Tag in Zimmer Nummer zwei. Nun, da wir das ganze Leben vor uns hatten, schien die Zeit sich zu verknappen. Einen Grund hierfür sah ich nicht, und wahrhaben wollte ich es auch nicht.

"Wieso bleiben wir nicht hier?", sagte ich von meinem zerknitterten Lager aus. "Uns geht es gut hier, oder nicht?"

Vermutlich schwang etwas Nostalgie mit: Die Monate im Joséphine waren voller Begehren gewesen, bequem und sorglos. Ein Leben wie im Traum, in meinen Erinnerungen waren diese Monate das Goldene Zeitalter unserer Liebe gewesen.

Louis schenkte mir sein entwaffnendes Lächeln, mit dem er mich schon bei unserer ersten Begegnung aus der Reserve gelockt hatte. Ein Lächeln, das nicht wenige als Lächeln eines Casanovas bezeichneten; ich sah darin nur kindliche Unschuld. Man kann selbstgefälligen Verführern widerstehen – aber unverbrauchter Frische und Zartheit nicht.

Er klopfte sein Kissen so zurecht, dass er mir genau ins Gesicht blicken konnte, die trägen Strahlen des zur Neige gehenden Tages ließen seine Augen aufleuchten.

"Muss ich Madame Barlet daran erinnern, dass sie über ein eigenes komfortables Heim verfügt?"

Er war mir so nah, sein regelmäßiger Atem streichelte mein Gesicht, leichte Reste von Parfüm stiegen mir in die Nase, ich hatte ihm nichts entgegenzusetzen.

Das Hôtel von Mademoiselle Mars mit seinen Hunderten von Quadratmetern und der neu gestalteten romantischen Einrichtung wartete auf uns, oder ...

"Ich dachte, die Polizei hätte es bis auf Weiteres versiegelt?"

"Nein. Zerki hat durchgesetzt, dass nur die Tür zum Keller versiegelt wird. Im restlichen Haus dürfen wir uns frei bewegen."

Einmal mehr hatte sein Anwalt wie durch Zauberkraft die Hindernisse beseitigt, die sich vor ihm türmten. Ob das immer so sein wird? Reichte sein Können aus, um die schwarzen Wolken der Justiz zu vertreiben, die über meinem Mann aufgezogen waren?

"Wir können ab sofort wieder dort wohnen. Natürlich nur, wenn du willst."

Auf Hochglanzpapier und den Seiten der Einrichtungsmagazine, die das Innere des Hôtel de Mars schon präsentieren durften, musste es in den Augen junger Ehepaare wie ein Traumschloss wirken. Ich hingegen verband mit diesem Ort keine einzige schöne Erinnerung. Das Haus war perfekt, aber unserer Liebe gab es keinen Halt, unsere Gefühle waren mit der Geschichte dieses Schmuckstücks nicht verbunden.

"Und es hindert dich nichts daran, dich in deine Wohnung zurückzuziehen, wenn du das wünschst, beispielsweise zum Schreiben", ergänzte er großmütig und sanft.

Die Anspielung auf unsere gemeinsame Leidenschaft ließ mich nicht kalt. Außerdem gab die Tatsache, dass ich mich in mein eigenes kleines Nest zurückziehen konnte, Sicherheit. Ich wäre keine Gefangene im Hôtel de Mars, wie es Aurore in der Wohnung von George Sand am Square d'Orléans war. Ich könnte jederzeit unabhängig von Louis im Marais sein, das nur wenige Métro-Stationen entfernt war vom Hôtel de Mars. Warum erschien mir also das "Zurück zu uns" wie ein Rückschritt?

Das leise Klopfen an der Glastür hinderte mich daran, Louis meine Gedanken mitzuteilen. Er sprang aus dem Bett und öffnete, noch nackt, Ysiam die Tür. Ich hatte gerade noch Zeit, mich mit dem im einfallenden Licht durchscheinenden Laken zu verhüllen, bevor der Hoteljunge lächelnd und verlegen eintrat.

"Guten Tag, Mademois'Elle", begrüßte er mich respektvoll wie immer. Er trug einen großen Kleidersa

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