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Hotel de Paris - Stunden der Lust Band 1 Roman von Mars, Emma (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.04.2014
  • Verlag: carl's books
eBook (ePUB)
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Hotel de Paris - Stunden der Lust

Pretty Woman meets 80 DAYS in einem Pariser Boudoir!
Weil ihre Mutter schwer krank ist, verdingt sich die Studentin Annabelle als Escort-Girl im Hotel de Paris, in dem die Zimmer nach großen Liebenden der Geschichte benannt und dekoriert sind, von Joséphine Bonaparte bis Mata Hari. Als sie den charismatischen Medientycoon David kennenlernt, will sie aus dem Escort-Service aussteigen. Doch bei einem letzten Auftrag trifft sie auf einen faszinierenden Mann, der sich als Davids Bruder entpuppt. Annabelle ist hin- und hergerissen zwischen ihren Gefühlen und Begierden ...

Emma Mars ist eine französische Autorin. Sie ist 23 Jahre alt. Oder 32. Vielleicht auch 44. Sie hat das Alter, das ihr gefällt, und das Leben, das sie sich erfindet, denn sie schätzt nichts so sehr wie das Wechselspiel zwischen Realität und Fiktion. Manchmal packt sie deshalb zu viel von ihrem Leben in ihre Romane und zu viel Romanskes in ihr Leben. Aber das ist es, was ihr Leben spannend macht und ihre Bücher so fesselnd.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 512
    Erscheinungsdatum: 14.04.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641124953
    Verlag: carl's books
    Originaltitel: Hotelle, Chambre n 1
    Größe: 961 kBytes
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Hotel de Paris - Stunden der Lust

1

Ein Jahr zuvor, 3. Juni 2009, im selben Hotelzimmer

An jenem Tag konnte ich mich frei bewegen und lag zusammengerollt in den zerwühlten Laken des Joséphine-Zimmers. Frei und dennoch so unbeholfen. Den Mann, der das Bett mit mir teilen sollte, kannte ich seit drei oder höchstens vier Stunden. Ich wusste wenig von ihm, nur seinen Familienstand und die Dicke seiner Brieftasche - schon bald auch anderes. An dem ganzen Abend, der diesem einen Augenblick vorausging, hatte ich nicht ein Sterbenswörtchen seines Gesprächs mit unseren Tischnachbarn mit angehört. Ich hatte nur mit sanftem Nicken daran teilgenommen und gelächelt. Ein schönes Geschöpf, so wie man es von mir erwartete. Er hingegen flößte den anderen Respekt ein - und manchmal erzwang er auch ihr Schweigen.

"Bevorzugst du eine bestimmte Stellung?", fragte er mich, als er mir half, mein leichtes weißes Kleid auszuziehen.

Amüsant: Als wir uns noch vor wenigen Minuten über unsere mit Heidelbeeren gefüllte Gänseleberpastete beugten, siezten wir uns. Kaum hatten wir die Schwelle des Zimmers überschritten, war er einfach so zum Du übergegangen. Das liegt an der trügerischen Intimität von Menschen, die sich zu rasch ausziehen.

"Wie bitte?" Ich erstickte fast an meinem Schluck Wasser.

Ein Mensch, der Sie aufrichtig begehrt und von dem Sie sich fiebrig erhoffen, dass er Sie bewundert, würde sich nie mit derlei technischen Überlegungen aufhalten. Ihr Körper würde ihm durch die Art der Hingabe reichlich Antwort geben. Jedes Wort wäre überflüssig. Alles wäre nur Musik, und der Einklang Ihrer Sinne wäre offenkundig.

"Ich will sagen ... Gibt es Stellungen, die dir unangenehm sind? Sachen, die dich blockieren?"

Ich drehte mich um und beäugte ihn aufmerksamer, als ich es bislang getan hatte. Er war eher gut aussehend, in den Vierzigern, schon leicht ergraut, athletisch gebaut, bestimmt sehr sportlich, was womöglich den Anstoß für meine Anwesenheit in diesem Zimmer gegeben hatte. Sonst wäre mir nie der Gedanke gekommen, nach unserem ermüdenden Dinner mit ihm zu gehen. Ich hätte mich an die Grundleistung gehalten. Es war auch erst das dritte Mal, dass ich so einer "Fortsetzung" - so heißt das bei uns - zustimmte. Innerhalb von acht Monaten Arbeit also recht wenig.

An seiner Ungeschicklichkeit, an seiner liebestötenden Art, mich nach meinen Vorlieben zu fragen, erriet ich, dass er nicht erfahrener war als ich. Vielleicht war ich sogar sein erstes Escortgirl. Ich hielt mich zurück, ihm die Frage zu stellen, um nicht auch noch den restlichen Zauber zwischen uns zu zerstören.

"Nein ... nein, nicht besonders", log ich mit einem Lächeln, das verlockend wirken sollte.

"Okay ..." Er nickte sichtlich beruhigt. "Nur damit ich Bescheid weiß."

Ich hatte meine Gedanken woanders ...

Die Hundestellung ist mir peinlich, weil sie so tierisch ist. Und darum kann ich sie nur mit Männern machen, die ich kenne .

Die Hundestellung ist für mich lustvoller als andere Stellungen ... Vielleicht gerade weil sie so tierisch ist? Und deshalb träume ich davon, sie mit einem Unbekannten, dessen Gesicht am besten mit einer Maske verhüllt ist, zu machen.

(Handgeschriebene Notiz, anonym, vom 3. Juni 2009, unbemerkt in meinen Briefkasten geworfen)

Ich dachte an die Zettel, die ich seit einigen Wochen bekam, seit ich dieses Ringbüchlein mit silbernem Einband in meiner Handtasche gefunden hatte, jungfräuliches Papier, das mir ein Unbekannter bei einer Rempelei in der Metro zugesteckt haben musste. Darin klebte dieser rätselhafte Zettel mit einer mir unbekannten Schrift; er hätte mir eine Warnung sein müssen:

Eine Studie hat herausgefunden, dass Männer etwa neunzehnmal am Tag an Sex denken, Frauen nicht öfter als zehnmal. Und Sie, wie oft am Tag lassen Sie sich von derartigen Gedanken in Beschlag nehmen?

Einige Tage später habe ich in meinem Brie

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