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Hundeherz und Liebesglück von Schier, Petra (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.03.2019
  • Verlag: MIRA Taschenbuch
eBook (ePUB)
2,99 €
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Hundeherz und Liebesglück

Flugbegleiterin Elke hat sich auf entspannte Urlaubstage im Wellness-Hotel gefreut. Stattdessen ist sie jetzt in der Ferienwohnung auf einem Bauernhof untergebracht, wo sie sich völlig fehl am Platz fühlt. Nur schwer kommt sie mit der unverschämt offenen Art der Bäuerin klar und dass Schäferhündin Ania ihr kaum von der Seite weicht, macht ihr Angst. Als dann auch noch Jungbauer Bruno auftaucht, ist Elke völlig überfordert. Warum rüttelt schon sein Anblick ihre Gefühlswelt so durcheinander? Am liebsten würde sie gleich wieder abreisen. Aber dann spürt sie, wie mit jedem weiteren Tag ihre Anspannung nachlässt. Langsam beginnt sie, sich auf das ruhige Landleben einzulassen, genauso wie auf die Liebe der treuen Ania und vielleicht sogar ein wenig auf Bruno.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 128
    Erscheinungsdatum: 01.03.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955769956
    Verlag: MIRA Taschenbuch
    Größe: 3391 kBytes
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Hundeherz und Liebesglück

2. Kapitel

16 Jahre zuvor

Aufatmend lenkte Elke ihren bis unters Dach mit Gepäck vollgestopften Opel Corsa in die freie Parklücke auf dem Parkplatz des Vier-Sterne-Hotels Seestern am Rand von Lichterhaven und hätte beinahe den Motor abgewürgt. Für einen Moment schloss sie die Augen und versuchte sich zu entspannen. Hinter ihren Schläfen pochte es verdächtig. Hoffentlich kein Migräneanfall, das fehlte ihr gerade noch - ausgerechnet zum Urlaubsbeginn.

Von Urlaubsfeeling war für sie heute allerdings noch nicht viel zu spüren gewesen, da sie gestern noch für eine Kollegin hatte einspringen und den letzten New-York-Flug übernehmen müssen. Erst am späten Vormittag war sie in Düsseldorf gelandet, von dort nach Münster zu ihrer Wohnung gefahren. Dort hatte sie alles für einen sechswöchigen Urlaub gepackt, der Nachbarin den Wohnungsschlüssel und Instruktionen zu den zu gießenden Pflanzen und der Post gegeben und war anschließend sofort nach Lichterhaven aufgebrochen. Natürlich hatte sie im Stau gestanden, mehrfach sogar, sodass aus den normalerweise drei Stunden Fahrt fünfeinhalb geworden waren. Kein Wunder an einem Freitagnachmittag, noch dazu mitten in den Sommerferien. Offenbar hatte sich alle Welt das erste Augustwochenende ausgesucht, um an die Nordsee zu reisen.

Inzwischen war es fast sieben Uhr abends, ihr knurrte der Magen und sie wünschte sich nichts mehr als ein ausgiebiges Bad. Nicht umsonst hatte sie ein Hotelzimmer der Exclusive-Superior-Klasse gebucht, das allen Komfort bot, den man sich nur wünschen konnte. Hoffentlich gab es hier auch jemanden, der ihr beim Tragen des Gepäcks helfen konnte.

Entschlossen, von jetzt an in den Urlaubsmodus zu schalten, stieg Elke aus, streckte sich ausgiebig und atmete tief die laue Abendluft ein. Man roch die See, die sich in nur etwa zweihundert Metern Entfernung hinter dem mit Gras bewachsenen Deich verbarg. Vielleicht wäre ein Abendspaziergang nach dem Essen und vor dem Bad eine gute Idee.

Zielstrebig ging sie auf den Eingang des mehrstöckigen Hotels zu, musste dabei aber mehreren Rollcontainern ausweichen sowie einigen Männern in Arbeitsmontur, die geschäftig hin und her liefen. Sie alle waren mit Zollstöcken und anderen Messgeräten bewaffnet, und ihre Mienen wirkten sorgenvoll.

An der Rezeption musste sie einen Moment warten, weil der Empfangschef gerade telefonierte. Er lächelte ihr freundlich zu, während er sich etwas notierte, auflegte und ihr endlich seine Aufmerksamkeit schenkte. "Entschuldigen Sie bitte vielmals. Wie Sie vielleicht bemerkt haben, geht es im Moment hier etwas drunter und drüber. Was kann ich für Sie tun?"

"Ich habe ein Zimmer reserviert. Liebholt ist mein Name." Erwartungsvoll lächelte sie ihm zu.

"Frau Liebholt, natürlich." Die Miene des Empfangschefs wurde ernst. "Wir sind sehr froh, dass Sie endlich hier sind. Leider konnten wir Sie nicht erreichen." Er räusperte sich. "Es gab ein entsetzliches Missgeschick ... Einen Wasserrohrbruch in der dritten Etage, der leider ganze zwei Stockwerke unseres Hauses in Mitleidenschaft gezogen hat. Ich fürchte, wir können Ihnen deshalb kein Zimmer geben."

"Was?" Entsetzt starrte Elke ihn an. "Kein Zimmer?"

"Wie gesagt, wir haben seit gestern mehrfach versucht, Sie zu erreichen, leider aber vergeblich."

"Ich war nicht zu Hause." Sie fasste sich an die Stirn. "Und mein Handy ist immer aus, wenn ich arbeite. Ich bin Flugbegleiterin, und in Flugzeugen sind Mobiltelefone verboten."

"Es tut mir wirklich unsagbar leid, Frau Liebholt. Alle anderen betroffenen Gäste konnten wir inzwischen erreichen und auf andere Hotels verteilen. Diesen Service hätten wir Ihnen selbstverständlich ebenfalls angeboten, aber ..."

"Aber?" Das Pochen hinter ihren Schläfen verstärkte sich rasant.

"Es ist Hochsaison. Im Umkreis von fünfzig Kilometern sind alle Hotels ausgebucht. Wir mussten bereits auf Pensionen ausw

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