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Ich habe nein gesagt Roman von Schoenle, Annemarie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.07.2014
  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)

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Ich habe nein gesagt

Annemarie Schoenles aufrüttelnder Roman ICH HABE NEIN GESAGT jetzt als eBook. Wenn die heile Welt Risse bekommt ... Doris ist mit Werner verheiratet. Die beiden haben eine achtjährige Tochter, scheinen eine ganz normale Ehe zu führen. Und dass Doris die früheren Zärtlichkeiten vermisst, das geht nun wirklich niemanden etwas an, oder? Doch dann beginnt Werner, seine schlechte Laune immer heftiger an ihr auszulassen. Als Doris in ihrer Not Trost bei einem anderen Mann sucht, dreht Werner durch: Er verprügelt und vergewaltigt seine Frau. Für Doris bricht eine Welt zusammen. Sie will nur noch weg. Aber in ihrer Familie stößt sie nur auf Unverständnis und Ablehnung ... Der ergreifende Roman über eine Frau, die in ihrer dunkelsten Stunde den Mut findet, zu sich selbst zu stehen - gegen alle Widerstände. Der Spiegel über ICH HABE NEIN GESAGT: 'Schoenles Geschichte lässt keine einfache Parteinahme zu. Sie erzählt, wie Gewalt in einer scheinbar gewöhnlichen Beziehung ausbrechen kann ... und davon, wie hoffnungslos unterschiedlich Frauen und Männer empfinden, wenn es mit der Liebe zu Ende geht.' Jetzt als eBook kaufen und genießen: 'Ich habe nein gesagt' von Annemarie Schoenle. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Die Romane Annemarie Schoenles werden millionenfach gelesen, zudem ist sie eine der begehrtesten Drehbuchautorinnen Deutschlands (u. a. Grimme-Preis). Sie ist Mutter einer erwachsenen Tochter und lebt mit ihrem Mann in der Nähe von München. Bei dotbooks erschienen bereits Annemarie Schoenles Romane 'Frauen lügen besser', 'Frühstück zu viert', 'Verdammt, er liebt mich', 'Nur eine kleine Affäre', 'Du gehörst mir', 'Eine ungehorsame Frau', 'Ringelblume sucht Löwenzahn' und 'Ich habe nein gesagt' sowie die Erzählbände 'Der Teufel steckt im Stöckelschuh', 'Die Rache kommt im Minirock', 'Die Luft ist wie Champagner' und 'Das Leben ist ein Blumenstrauß'. Die Website der Autorin: www.annemarieschoenle.de

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 328
    Erscheinungsdatum: 08.07.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955207144
    Verlag: dotbooks GmbH
    Größe: 623 kBytes
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Ich habe nein gesagt

8

Das "Havanna" war bis auf den letzten Platz besetzt. An einer Seite befanden sich Nischen mit größeren Tischen, die Bartheke war lang und schwang in einem Halbkreis bis hin zu den Toilettenabgängen. In der Mitte die Tanzfläche mit schwarzem Spiegelglas. Die Band spielte gerade Dixie.

Ricki und Elke standen an der Bar, der Rest unserer Clique saß in einer der Nischen. Ricki war Werners bester Freund. Ich lernte die beiden auf einem Frühlingsfest kennen. Sie schossen mir rote Papierrosen, luden mich ins Bierzelt ein und fuhren hinterher mit mir Achterbahn. Sie baggerten mich beide an, Ricki auf seine zurückhaltende, ein wenig spöttische Art, während Werner von Anfang an seinen Arm besitzergreifend um meine Hüften legte und mir sagte, ich sei die schönste Frau, die er je in Greifenbach gesehen habe. Ich verliebte mich Hals über Kopf in ihn. Liebe hat auch etwas mit dem Aussehen zu tun, anfangs jedenfalls, und ich mochte Werners breite Schultern, seine großen Hände, die er trotz seines Berufs penibel sauber hielt, und seine blauen Augen, in denen man alles lesen konnte: Freude, Ärger, Zuneigung. Mit Ricki war das anders. Bei ihm wusste man nie, woran man war. Er war in Greifenbach als Playboy verschrien, weil er Geld hatte, eine schicke Wohnung und einen Sportwagen. Die Kfz-Werkstatt, in der Werner arbeitete, gehörte ihm. Letzte Woche wurde Rickis Auto-Salon eröffnet. Alles, was er anfasste, wurde zum Erfolg.

Elke kannte ich vom Drogeriemarkt. Wir arbeiteten schon seit etlichen Jahren zusammen und mochten uns, vielleicht, weil wir so verschieden waren. Sie machte sich nichts aus meinen Liebesromanen, die ich so gern las, sie war völlig unmusikalisch, und das letzte Theaterstück, das sie gesehen hatte, war "Frau Holle" in einer Aufführung im Turnsaal der Gesamtschule. Wir hatten viel Spaß zusammen, und mich amüsierte die Art, wie Elke mich bemutterte, obwohl sie nur ein Jahr älter war als ich. Ein warmherziger Mensch. Keine Finten, keine Verstellung, ihre Sicht der Dinge war nicht diffus und Stimmungen unterworfen wie die meine. Nein. Sie hatte ein Gespür für das Richtige, vielleicht war sie manchmal zu streng mit ihrer Umgebung, aber dies wurde gemildert durch ihren Humor. Immer hatten wir uns etwas zu erzählen und prusteten oft vor verhaltenem Lachen, wenn der Filialleiter in seinem grauen Kittel, umherstolzierend wie ein Dorfgockel, seine Anweisungen in unsere Richtung krähte.

Insgeheim war Elke ein wenig in Ricki verliebt, aber er behandelte sie sehr kumpelhaft, ganz anders, als er mich behandelte. Wenn er mit mir sprach, erwärmten sich seine Augen, oft ließ er Anspielungen fallen, dass ich ihm das Herz gebrochen habe, als ich Werner heiratete. Ich wusste nie, ob er das ernst meinte, und manchmal, das gebe ich gerne zu, stellte ich mir vor, wie mein Leben mit ihm verlaufen wäre. Kein Drogeriemarkt und keine Sorgen ums Geld. Eine andere Art des Zusammenlebens. Aufregender, zärtlicher. Aber er war nicht so verlässlich wie Werner, dem seine Familie über alles ging und der sich nichts sehnlicher wünschte als einen guten Job, eine nette Frau und ein fröhliches Kind. Werner und Elke waren leicht zufrieden zu stellen, Ricki nicht. Ich auch nicht.

Ich umarmte Elke und hielt den Daumen hoch wie vorher Werner nach dem gewonnenen Spiel.

"Ich hab's geschafft, die nehmen mich", flüsterte ich ihr ins Ohr.

Sie strahlte mich an. "Mensch, Doris. Ist ja super!" Ihre Freude war echt, so war das mit ihr. Selbstlos, und immer zur Stelle, wenn man sie brauchte.

Ich wandte mich an Ricki und küsste ihn auf beide Wangen. "Hey, du. Ich bin richtig stolz auf dich." Ricki drückte mir ein Sektglas in die Hand. Wir prosteten uns zu.

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