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Ich wünsche mir 'nen (Weihnachts-) Mann von Altom, Laura M. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.10.2011
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Ich wünsche mir 'nen (Weihnachts-) Mann

Weihnachten naht mit Riesenschritten, doch auf Jesses Ranch geht es alles andere als besinnlich zu: Neben ihren beiden lebhaften Töchtern halten sie auch die neugeborenen Fohlen ganz schön auf Trab. Mitten im größten Chaos bietet ihr ein attraktiver Fremder namens Gage seine Hilfe an. Jesses Leben wird durch seine tatkräftige Unterstützung plötzlich ganz anders: einfacher - und sehr viel glücklicher! Trotzdem gibt sich die hübsche Jesse aus Vorsicht abweisend, denn sie wird das Gefühl nicht los, dass Gage ein dunkles Geheimnis in sich trägt ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 144
    Erscheinungsdatum: 13.10.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783863490263
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 535 kBytes
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Ich wünsche mir 'nen (Weihnachts-) Mann

1. KAPITEL

Wenn Jess Cummings nicht ganz schnell handelte, würde das Fohlen nicht überleben.

Die Schmerzensschreie des jungen Tiers und das viele Blut auf dem honigfarbenen Fell rührten Jess zu Tränen. Doch sie musste stark bleiben - um Honeys und auch ihrer kleinen Töchter willen, aber vor allem wegen Dwayne, dem die Farm und die Tiere so viel bedeutet hatten.

Verzweifelt versuchte Jess, das Fohlen von dem Stacheldraht zu befreien, in dem es sich verfangen hatte. Währenddessen stand die Mutterstute nervös wiehernd auf der anderen Seite des Gatters. Jess merkte gar nicht, wie die Stacheln des Drahts sich durch ihre Handschuhe bohrten, und auch den eisigen Dezemberwind nahm sie kaum wahr.

"Ganz ruhig, Honey", sagte sie mit besänftigender Stimme, doch Honey trat aus und wand sich verzweifelt, sodass es sich immer mehr in dem Stacheldraht verhedderte. Sie müsste unbedingt Hilfe holen, aber dummerweise hatte sie ihr Handy nicht dabei.

In zwei Tagen war Weihnachten, und dieser Tag war für Jess ohnehin schwer zu ertragen. Warum musste das ausgerechnet jetzt passieren?

Wie oft hatte sie sich bei den Versammlungen der Farmer darüber beschwert, dass am Südrand ihrer Farm ständig Müll abgeladen wurde? Wie oft hatte sie den Sheriff darauf hingewiesen, dass da verrosteter Maschendraht und leere Dosen herumlagen, die für die Tiere gefährlich werden konnten?

Während sie fieberhaft das Fohlen zu befreien versuchte, redete sie beruhigend auf das Tier ein, das inzwischen so entkräftet war, dass es den Kopf auf die Seite gelegt hatte.

Plötzlich hörte sie hinter sich das Brummen eines Motors, und als sie sich umdrehte, sah sie einen Jeep über den holprigen Feldweg kommen. Sie kannte jedes Fahrzeug im näheren Umkreis, aber dieses gehörte nicht dazu. Vielleicht ein Gast, der seine Angehörigen zu Weihnachten besuchte? Egal. Hauptsache, er konnte ihr helfen.

Mit ausgebreiteten Armen stellte sie sich auf den Feldweg. Der Fahrer erfasste offenbar sofort den Ernst der Lage und trat scharf auf die Bremse. Mit ein paar Schritten war er bei ihr.

"Geben Sie mir das", sagte der große, schlanke Mann, Typ Cowboy, sprang aus dem Wagen und nahm ihr die Drahtschere aus der Hand. "Ich schneide den Draht auf, und Sie versuchen, das Fohlen ruhig zu halten."

Mit geschickten Handgriffen schnitt der Fremde den Draht auf, ohne darauf zu achten, dass er sich die Hände blutig stach.

"Haben Sie schon den Tierarzt gerufen?", fragte er.

"Nein, ich habe leider kein Handy dabei."

"Hier, halten Sie mal", sagte er und reichte ihr die Drahtschere. "Rufen Sie auch immer Doc Matthews?"

"Ja, aber ..." Jess kam nicht mehr dazu, die Frage zu stellen, woher der Mann den örtlichen Tierarzt kannte. Das würde sie später nachholen, wenn Honey versorgt war.

"Doc kommt gleich", sagte der Mann Sekunden später und steckte das Handy in seine Jeanstasche. "Wenn ich mir das Tier so ansehe ... er sollte sich besser beeilen."

Das Fohlen lag kraftlos auf der Seite und blutete aus mehreren Wunden. Vorsichtig entfernte Jess einen Rest Draht aus seinem rechten Vorderfuß. "Ich kann Ihnen gar nicht genug danken."

"Das hätte doch jeder getan."

"Schon, aber wenn Sie nicht vorbeigekommen wären ..."

Der Mann nickte mit düsterer Miene, dann ging er zu seinem Jeep und holte eine Satteldecke, die er behutsam über dem Fohlen ausbreitete. "Ziemlich kalt hier draußen. Ich würde ihn gern in den Stall zurückbringen, aber solange der Arzt ihn nicht untersucht hat ..."

"Der Meinung bin ich auch", sagte Jess. "Es ist sicher besser, wenn ich hier auf Doc warte. Aber Sie können ruhig weiterfahren. Sicher sind Sie ja irgendwohin unterwegs."

Er brummte nur undeutlich etwas vor sich hin und schlug seinen Jackenkragen hoch. "Ist Ihnen nicht auch kalt?", fragte er.

"Nein", log sie.

Schweigend hockten sie neben dem verwundeten Fohlen, Jess am Kop

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