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Im Bett mit meinem Erzrivalen von Mann, Catherine (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.09.2016
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Im Bett mit meinem Erzrivalen

Ruhige Weihnachten? Nicht für Rowan. Erst verirrt sich seine Erzrivalin Mari aus Versehen in sein Hotelzimmer, dann entdecken sie auch noch ein ausgesetztes Baby! Um das will sich Rowan gern kümmern - aber nur gemeinsam mit Mari, die ihn insgeheim schon lange reizt ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 144
    Erscheinungsdatum: 15.09.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783733769536
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 753 kBytes
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Im Bett mit meinem Erzrivalen

1. KAPITEL

Dr. Mariama Mandara war im Sportunterricht immer die Letzte gewesen, die in eine Mannschaft gewählt wurde. Aus gutem Grund, denn Sport war nicht ihr Ding. Wenn es dagegen um Mathematikwettbewerbe oder Wissenschaftsprojekte ging, hatte sie reihenweise Preise gewonnen.

Leider halfen ihr die akademischen Fähigkeiten jetzt wenig. Schnelligkeit und Kondition wären eher gefragt, um den lästigen Beobachtern zu entkommen, die sie auf Schritt und Tritt durch das Hotelressort auf Santiago, der Hauptinsel der Kapverden vor der Westküste Afrikas, verfolgten.

Ganz egal, wo sie sich versteckte, überall gab es Horden von Fans, die darauf brannten, ein Foto von einer Prinzessin zu schießen. Warum konnten die Leute nicht akzeptieren, dass sie nicht aus gesellschaftlichen Gründen, sondern wegen einer wissenschaftlichen Tagung hier war?

Mari schnappte nach Luft, während sie durch den luxuriösen Hotelflur spurtete. Hartnäckige Verfolger loszuwerden war längst nicht so leicht, wie es in Filmen immer aussah. Der nächstliegende Zugang zum Treppenhaus wurde von zwei Touristen versperrt, die in die Lektüre eines Reiseführers vertieft waren. Ein Putzwagen blockierte einen weiteren Fluchtweg. Sie konnte nur geradeaus laufen.

Das dumpfe Geräusch ihrer Schritte auf dem weichen Teppich erklang im Takt mit einer Instrumentalversion von "Jingle Bells", die aus den Lautsprechern drang. Mari wünschte sich nichts mehr, als den Medizinerkongress hinter sich zu bringen und in ihr Forschungslabor zurückzukehren, wo sie den Feiertagswahnsinn in Ruhe überstehen konnte.

Für die meisten Menschen war Weihnachten ein Fest der Liebe, der Freude und der Familie, doch auch zwanzig Jahre nach der Scheidung ihrer Eltern verband sie mit "seliger Weihnachtszeit" hauptsächlich erbitterte Familienstreitigkeiten. Die Festtage wären vielleicht nicht ganz so kompliziert gewesen, wenn ihre Mutter und ihr Vater wenigstens auf demselben Kontinent gelebt hätten. So musste sie in ihrer Kindheit zwischen Afrika und Amerika pendeln. Sie hatte an den Feiertagen mehr Zeit auf Flughäfen verbracht als unter dem Weihnachtsbaum. Einmal hatten sie und ihre Nanny sogar im Hotel feiern müssen, weil ihr Anschlussflug wegen Schneefalls ausgefallen war.

Mittlerweile zog sie es vor, das Weihnachtsfest in aller Ruhe und allein zu verbringen - ein hart erkämpftes Privileg für jemanden, der in ein Königshaus hineingeboren worden war. Ihre Mutter war am Druck des Hofzeremoniells zerbrochen. Sie hatte sich von ihrem Traumprinzen in Westafrika scheiden lassen und war in ihre Heimat nach Atlanta, Georgia, zurückgekehrt.

Bedauerlicherweise konnte man sich von seiner Herkunft jedoch nicht scheiden lassen.

Wenn ihr Vater nur begreifen würde, dass sie ihrem Land mit ihrer Forschungsarbeit besser diente als damit, unentwegt Zeremonien durchzustehen und lächelnd irgendwelche Bänder zu zerschneiden. In ihren Laborkitteln fühlte sie sich ohnehin viel wohler als in den eleganten Kleidern, die sie bei Fototerminen notgedrungen trug.

Endlich entdeckte sie eine unbeobachtete Tür zum Treppenhaus. Vorsichtig schaute sie hinein. Es war leer. Jetzt musste sie es nur noch unbemerkt vom Erdgeschoss bis zu ihrem Zimmer im fünften Stock schaffen, wo sie sich die Nacht über verkriechen konnte. Nach mehrstündiger Präsentation ihrer Forschungsarbeit über antivirale Medikation fühlte sie sich zu erschöpft, um nett in Handykameras zu lächeln oder neugierige Fragen zu beantworten, zumal alles, was sie sagte, innerhalb von Sekunden im Internet verbreitet wurde.

Mari umklammerte das Treppengeländer und rannte Stufe für Stufe nach oben. Ihr Puls hämmerte in ihren Ohren. Auf der vierten Etage hielt sie einen Moment inne, um nach Luft zu schnappen, dann quälte sie sich die letzte Treppe hoch. Als sie durch die Tür ins fünfte Stockwerk trat, wäre sie beinahe mit einer Frau und deren Tochter zusammengestoßen, die gerade aus ihrem Zimmer k

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