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Im Dienste des Kreuzritters von Hohenklingen von Brändli, Edgar (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 27.02.2017
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Im Dienste des Kreuzritters von Hohenklingen

David, der Sohn des Köhlers, ist trotz seiner achtzehn Jahre noch immer klein und schmächtig. Anders als seine beiden älteren Brüder kann er nicht bei der harten Köhlerarbeit mitanpacken, und selbst beim Holzhacken gerät er an seine Grenzen. Dafür kann er lesen und schreiben, was im Jahr 1175 die wenigsten Menschen beherrschen. Außerdem hat er immer wieder prophetische Träume, die seine Angehörigen vor großem Unglück bewahren. Und als er beim Lehnsherrn zur Musterung antreten muss, erweist er sich als talentierter Bogenschütze. Im Lauf seines Frondienstes auf der Burg Hohenklingen gewinnt David die Achtung der Landskneckte und der Offiziere und entwickelt sich zu einem selbstbewussten jungen Mann. Als er auch noch die hübsche Ulla kennenlernt, ist sein Glück vollkommen. Doch dann ruft Kaiser Barbarossa zum Feldzug gegen die lombardischen Städte auf. Und David, der nie etwas anderes werden wollte als ein guter Christ, muss seine Familie und seine Liebste verlassen und als Bogenschütze mit dem Heer des Barons von Hohenklingen, der in seiner Jugend an der Seite von Barbarossa als Kreuzritter im Heiligen Land gekämpft hatte und seither ein guter Freund und Waffengefährte des Staufen-Kaisers war, in den Krieg ziehen. Nach der Alpenüberquerung kommt es in der Schlacht von Legnano zum Showdown, in dem David eine wesentliche Rolle spielt. Edgar Brändli, Jahrgang 1956, ist Informatikingenieur und arbeitet in Schaffhausen. Er hat bereits mehrere Kurzgeschichten geschrieben und veröffentlicht. Eine Gotteseingebung brachte ihn dazu, eine Romanreihe über das Herrschaftsleben vom ersten deutsch, römischen Kaiser Friedrich I (Barbarossa) von den Italienfeldzügen bis zu seinem Tod während seinem Kreuzzug, zu schreiben. Der Autor schwärmte schon von kleinster Jugend auf für das Mittelalter und das Rittertum. Der Kreuzritter Sir Wilfried von Ivanhoe, ein Mann ohne Furch und Tadel, war jahrelang sein Idol. Leider hatte dieser Superman nichts mit der Realität zu tun. Edgar Brändli will mit dieser Romanreihe näher an die Wirklichkeit der damaligen Zeit. Wie wurden die ritterlichen Tugenden mit den menschlichen Schwächen und Fehlern tatsächlich gelebt? Die Recherchen haben gezeigt, dass Ehre, göttlicher Glaube und Wertschätzung die höchsten Güter im zwölften Jahrhundert waren. Als Romanfigur wollte der Autor aber nicht über einen Hochwohlgeborenen schreiben, dem sowieso vieles einfach in den Schoss viel. Nein, Es sollte ein einfacher, junger Mann aus dem Volke sein. Ein kleiner, schwacher Untertan, der sich trotz seiner körperlichen Defizite in der rauen Welt des Mittelalters behaupten musste. Wie kommt ein solcher Winzling überhaupt zur Armee und was für eine Rolle spielt er im Leben seiner kaiserlichen Majestät? Weiter war ein christliches Glaubensleben überhaupt möglich, wenn die Pfaffen nur lateinisch sprachen und es keine Bibeln auf deutsch gab? Viele Fragen auf die der Autor, in einer packenden, lebendigen und humorvollen Geschichte versucht Antworten zu geben. Edgar Brändli kennt sich mit seinen 165 cm Körperlänge in der Welt der Kleinen und Schwachen bestens aus. Er pflegt seit mehr als dreißig Jahren eine aktive Beziehung mit Jesus Christus, ist verheiratet und wohnt mit seiner Frau und seinem neunzehn jährigen Sohn in Wilchingen, einem idyllischem Weindorf mitten im Blauburgunderland des Schweizer Kantons Schaffhausen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 284
    Erscheinungsdatum: 27.02.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783741233616
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 2197kBytes
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Im Dienste des Kreuzritters von Hohenklingen

Teil 1 - Das Leben in Stein

David, der Köhlerjunge

D avid war der jüngste Spross der Köhlers. Als Jüngster hatte er innerhalb der Familie die Aufgabe, seiner Mutter Frieda bei den Haus-, Garten- und Feldarbeiten zur Hand zu gehen. Morgens musste er als erstes das Holz für die Küche hacken. Das war auch an diesem Morgen so.

Er ging in den Schuppen hinterm Haus, legte das erste Scheit auf den Spaltstock und schlug mit der kleinen Axt mit aller Kraft zu. David war trotz seiner achtzehn Lenze klein und schmächtig geblieben. Seine beiden älteren Brüder Heinrich und Friedrich waren groß und breitschultrig wie der Vater. Heinrichs Oberarme hatten einen größeren Umfang als Davids Oberschenkel. Oh, wie David seinen muskulösen Bruder bewunderte. Der hatte alles, was er nicht hatte. Während seiner Frondienstzeit hatte sich Heinrich zum Fähnrich avancierte und zusammen mit dem Burgvogt, Baron Eckert von Klingen, an einigen Schlachten teilgenommen. Niemals war die Fahne des silbernen Löwen, das Banner des Barons, gesunken. Heinrich hatte das Symbol immer oben gehalten, selbst in brenzligen Situationen. Als sein Frondienst zu Ende gegangen war, hatte ihm Baron Eckert als Zeichen seiner Wertschätzung ein Langschwert geschenkt. Eine große Ehre für die Familie.

Oh, wäre ich doch wenigstens so wie mein Namensgeber, der als Jüngling den Riesen Goliath besiegt hat, dachte David. Kein Krieger von Sauls Heer hatte es mit dem Giganten Goliath aufnehmen können. Der Hirtenjunge hatte ihm mit seiner Schleuder einen Kieselstein an den Kopf geknallt, und aus war es gewesen mit dem Riesen. Ja, zugegeben, Gottes Kraft hat dabei auch eine wesentliche Rolle gespielt, dachte David ein wenig mürrisch.

"Und was ist mit mir, Allmächtiger?", schrie er plötzlich. "Mein Bruder spaltet ein Holzscheit mit einem Schlag. Und ich? Was ist mit meiner Kraft? Ich dresche zehn Mal auf das blöde Ding ein, bis es auseinanderbricht", schrie er weiter. Storch nannten ihn seine Brüder, weil er so dünne Arme und Beine hatte. Storch, oh wie er diesen Namen hasste.

"Ich schreie mein Elend zu Euch, oh Herr. Wie könnt Ihr in meiner Schwachheit mächtig sein, wenn sie mich Storch nennen?" Mit aller Wut schlug David die Axt auf das Holzscheit. Aber die Klinge drang nur wenige Zentimeter in das Holz ein. Wieder und wieder drosch er das Holzscheit, das jetzt an der Schneide der Axt klemmte, auf den Spaltstock. Bei jedem Schlag rutschte die Schneide ein wenig tiefer in das Holz hinein, bis sie es endlich in zwei Teile trennte.

"Was für ein Scheißtag!", bellte David weiter. "Und dann noch dieser Traum. Den kann ich niemals meiner Mutter erzählen..."

Ein paar Augenblicke später öffnete sich die Tür zum Schuppen, und der Kopf der Mutter kam durch den Türspalt zum Vorschein.

"Was kannst du mir nicht erzählen?", fragte sie.

David fuhr erschrocken zusammen.

"Frau Mutter, habt Ihr mich erschreckt", sagte er.

"So, raus mit der Sprache. Was ist los!", entgegnete die Mutter.

David seufzte, da er merkte, dass er den Traum nicht mehr für sich behalten konnte, und so begann er schließlich zu erzählen.

"Ich habe geträumt, dass Ihr, Frau Mutter, Eier in die Bratpfanne geschlagen habt, und danach gab es einen fürchterlichen Feuerball. Ihr habt Euch die Hände und das ganze Gesicht verbrannt. Es war ein schauriger Anblick", sagte er weiter. Seine Stimme bebte und hatte einen weinenden Unterton. Er machte eine Pause, bis er sich wieder gefasst hatte und sagte dann: "Aber das kann ja nicht sein. Wir haben ja keine Hühner, also auch keine Eier, oder Frau Mutter?"

Davids Mutter war in der Zwischenzeit ganz in den Schuppen gekommen und hatte sich auf den kleinen Spaltstock gesetzt. Alle Farbe war aus ihrem Gesicht entwichen.

"Gestern kam Marianne, die Tochter vom Bauern Ulrich", sagte sie leise. "Sie hat uns einen Korb mit Eiern gebrach

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