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Im Eifer des Gefühls Roman von Manning, Sarra (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.03.2014
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
9,99 €
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Im Eifer des Gefühls

Am Anfang war ein Deal ...
Grace hat eine Pechsträhne. Ihr Freund hat sie verlassen, ihre Karriere kommt nicht in Gang, und sie ist hoch verschuldet. Da trifft sie den charismatischen und gut aussehenden Kunsthändler Vaughn. Er ist älter als sie und verkörpert Erfolg und ein glamouröses Leben. Vaughn macht Grace das Angebot, für sechs Monate seine Begleiterin zu werden, inklusive Vertrag und stattlicher Vergütung. Grace willigt zögerlich ein. Schon bald gewinnt die Verbindung immer mehr an Tiefe. So war das aber nicht abgemacht ...

Sarra Manning weiß, wovon sie schreibt: Als ehemalige Mitherausgeberin von "Ellegirl", Producerin der Sendung "What to Wear" auf BBC und britische Teen-Queen extraordinaire, kennt sie die Modewelt wie keine Zweite. Sarra Manning lebt mit ihrem Hund Frank Sinatra in London.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 416
    Erscheinungsdatum: 10.03.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641129538
    Verlag: Heyne
    Originaltitel: Unsticky
    Größe: 748 kBytes
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Im Eifer des Gefühls

Kapitel 1

" Ich liebe dich einfach nicht " , sagte er.

Es war die gemeinste Art, Schluss zu machen, die Grace jemals erlebt hatte. Und diesbezüglich hatte sie schon einiges erlebt.

Aber wenn Grace ehrlich zu sich selbst war – was nicht allzu häufig vorkam –, war es keine große Überraschung. Sie hatte längst bemerkt, dass das Leuchten in Liams Augen immer schwächer wurde, wie bei einer Taschenlampe, der die Batterien ausgingen. In der letzten Zeit hatte er sie eher mit einem verwirrten Blick angesehen, ganz so, als sei es eine riesige Enttäuschung, wirklich mit ihr zusammen zu sein, nachdem sie monatelang miteinander geflirtet und abends an der Bushaltestelle wild rumgeknutscht hatten. Er nahm nicht einmal mehr ihre Hand, wenn sie gemeinsam irgendwohin gingen, und so hatte Grace keine Hellseherin sein müssen, um die Zeichen zu deuten: Sie wurde abgeschossen, Schluss, aus, Ende.

Aber ausgerechnet an ihrem Geburtstag! Damit hatte sie nicht gerechnet. Bei Liberty's. Genau vor der neuen Marc-Jacobs-Taschenkollektion.

" Du machst mit mir Schluss? " , vergewisserte sie sich in metronomischem Tonfall. " An meinem Geburtstag? "

Erst jetzt konnte sich Liam dazu überwinden, ihr in die Augen zu sehen, doch sogleich schweifte sein Blick wieder ab zu einer knallroten Hobo Bag in Übergröße, mit der sich Grace bereits angefreundet hatte – bis Liam aufgetaucht war und mit seinen abgelatschten Turnschuhen den gesamten Tag in die Tonne getreten hatte.

Sie hätte es sich denken können – anstatt voller Vorfreude bei Liberty's zu erscheinen, in der Hoffnung, Liam würde endlich einmal etwas auf die Reihe kriegen und ihr irgendein Designer-Prachtstück zum Geburtstag schenken. Sie war ja nicht anspruchsvoll, ein Schlüsselanhänger oder eine heruntergesetzte Haarspange hätten es schon getan.

" Ich wollte gar nicht mit dir Schluss machen. Jedenfalls nicht heute. Aber dann, ich weiß auch nicht ... Als ich dich hier stehen sah ... da musste ich es einfach loswerden " , sagte Liam matt und mit hängenden Schultern unter der Lederjacke. Eigentlich war es viel zu warm für eine Lederjacke, selbst für einen Möchtegern-Rockstar aus der Indie-Szene.

" Warum? Warum trennst du dich jetzt von mir? Sollte ich vielleicht noch einmal darauf hinweisen, dass heute mein Geburtstag ist? Herrgott noch mal, Liam, was ist eigentlich mit dir los? " Graces Tonfall näherte sich langsam aber sicher dem roten Ende der Skala mit der Markierung " hysterisch " – aber in diesem Fall mussten mildernde Umstände gelten.

Liam nahm sie unauffällig am Arm und kaute an seiner Unterlippe. Sie machte es ihm nicht so leicht, wie er gedacht hatte. Dabei war Grace eigentlich genau der Typ Mädchen, das er sonst einfach an der nächsten Straßenecke stehen ließ, ohne einen weiteren Gedanken daran zu verschwenden.

" Gracie, lass es gut sein " , sagte er hilflos, kniff die Augen zusammen und strich sich durch das schmutzig-blonde Haar. " Eigentlich wollte ich noch ein paar Tage warten, aber dann wurde mir das Ganze irgendwie zu viel. Wir kommen einfach nicht miteinander klar, verstehst du?

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