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Im Glanz der Seidenvilla Roman von Bach, Tabea (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 29.05.2020
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Im Glanz der Seidenvilla

Angela ist glücklich: In Vittorio hat sie einen wunderbaren Partner, und die Weberei schreibt schwarze Zahlen. Doch der Erfolg der Seidenvilla gerät ins Wanken, als plötzlich ein unbekannter Konkurrent auftaucht. Als wäre das nicht genug, stößt Angela bei Vittorios Mutter auf große Ablehnung. Offensichtlich hätte sie lieber die attraktive Architektin Tiziana als Schwiegertochter, mit der Vittorio früher eine große Nähe verband. Bald gibt es überraschend viele gemeinsame Aufträge für Tiziana und Vittorio, und er verbringt mehr Zeit an Tizianas Seite als mit Angela. Kann Angela die Seidenvilla retten und zugleich um ihre große Liebe kämpfen? Ein fesselnder Roman um Liebe und Wahrheit und eine Seidenweberei im Veneto Die in sich abgeschlossene Fortsetzung zu Die Seidenvilla Tabea Bach war Operndramaturgin, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Sie wurde in der Hölderlin-Stadt Tübingen geboren und wuchs in Süddeutschland sowie in Frankreich auf. Ihr Studium führte sie nach München und Florenz. Heute lebt sie mit ihrem Mann in einem idyllischen Dorf im Schwarzwald, Ausgangspunkt zahlreicher Reisen in die ganze Welt. Die herrlichen Landschaften, die sie dabei kennenlernt, finden sich als atmosphärische Kulisse in ihren Büchern wieder. Alle Romane der 'Kamelien-Insel'-Reihe gelangten sofort auf die Bestsellerliste. Mit der 'Seidenvilla'-Saga wechselt der Schauplatz zu einer Seidenweberei in Venetien.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 365
    Erscheinungsdatum: 29.05.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732586172
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Größe: 1559 kBytes
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Im Glanz der Seidenvilla

2

Die Principessa

Als Angela die Augen aufschlug, war schon heller Tag. Der Duft von Kaffee drang in ihr Bewusstsein, und als sie den Kopf wandte, entdeckte sie ein Tablett mit Joghurt, frischen Brioches, Tassen samt Leinenservietten auf dem kleinen Beistelltisch, der normalerweise unter dem Fenster stand. Eine Welle der Zärtlichkeit durchflutete sie. Wie so oft war Vittorio schon zur pasticceria Belmondo gegangen und hatte ihr Lieblingsgebäck für sie besorgt.

" Buongiorno! Wie hast du geschlafen?"

Vittorio trug vorsichtig eine noch zischende Espressokanne ins Schlafzimmer und goss die brodelnde Flüssigkeit in die Tassen.

"Es ging", antwortete Angela, gerührt über seine Fürsorge, und setzte sich auf.

In Wirklichkeit hatte sie furchtbar schlecht geschlafen. Sie hatte mehrfach versucht, Nathalie telefonisch zu erreichen. Ohne Erfolg. Natürlich stimmte es, wenn Vittorio sagte, dass Nathalie eine vernünftige junge Frau war und nicht zu unüberlegten Handlungen neigte. Aber gerade das beunruhigte Angela noch mehr. Wenn Nathalie nachts um eins einen Termin absagte, von dem sie wusste, wie wichtig er ihrer Mutter war, musste einiges im Argen liegen.

Sie waren das perfekte Team, sie und ihre Tochter. Wenn es darum ging, die Seidenvilla nach außen zu vertreten, war Nathalie stets an ihrer Seite. Jedenfalls bislang gewesen. Ihre Tochter hatte die wunderbare Gabe, ihr den Rücken freizuhalten und ihr zugleich Sicherheit zu vermitteln. Sie war es, die stets Ruhe bewahrte, wenn es hektisch wurde, und ihre Mutter auch notfalls abzuschirmen verstand, wenn jemand sie zu sehr in Beschlag nehmen wollte. Und Nathalie wusste genau, wie wichtig sie für Angela war. Dass sie für das große Ereignis in der Villa Castro absagte, musste schwerwiegende Gründe haben.

"Du machst dir Sorgen." Vittorio betrachtete sie forschend aus seinen dunklen Augen. Es war mehr eine Feststellung als eine Frage. Er konnte in ihr lesen wie in einem aufgeschlagenen Buch.

"Ja", sagte sie mit einem Seufzen und nahm die Tasse entgegen, die er ihr reichte. "Es muss etwas passiert sein. Sonst hätte Nathalie nicht abgesagt."

"Vielleicht bekommst du sie ja heute Morgen ans Telefon."

"Sie wird sich melden", sagte sie und atmete tief ein. "Ich hab schließlich auf ihre Mailbox gesprochen." Ja, wenn sie es sich recht überlegte, sogar drei Mal. "Wenn sie so weit ist und reden will, ruft sie an."

Sie fuhr zusammen, als sich ihr Smartphone erneut mit jener unverkennbaren Tonfolge meldete, die Angela für die Nachrichten ihrer Tochter eingerichtet hatte. Das Gerät vibrierte auf dem Nachttisch, dann lag es wieder still. Angelas Hand zitterte, als sie danach griff.

Ich brauche Zeit für mich, Mami , hatte Nathalie geschrieben. Bitte sei nicht böse.

"Vielleicht hat sie sich verliebt und erlebt einen Honeymoon", mutmaßte Vittorio. "Du weißt doch, wenn die Liebe zuschlägt ..."

Angela schüttelte den Kopf. Nathalie würde sie niemals wegen einer neuen Liebe hängen lassen. Sie kannte ihre Tochter. Irgendetwas musste passiert sein. Und es tat weh, dass Nathalie offenbar beschlossen hatte, die Sache mit sich allein auszumachen. Teilten sie ihre Freuden und Nöte nicht immer miteinander? Oder ... Womöglich dachte sie das nur. Was konnte so schlimm sein, dass Nathalie es ihrer Mutter nicht erzählen wollte?

Angela hatte nicht viel Zeit, sich weiter zu sorgen. Es war schon elf, so lange hatte sie seit einer Ewigkeit nicht mehr geschlafen. Nachmittags um fünf würden hundertvierundzwanzig handverlesene Gäste aus Vittorios Kundenkartei zum Cocktailempfang im Rosengarten der Villa Castro erscheinen, sie alle hatten die Rückmeldungskarten aus schwerem Bütten mit ihrer Unterschrift versehen zurückgeschickt. Die Empfänge der Firma Fontarini waren legendär, wer dazu eingeladen wurde, konnte sich zu einem erl

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