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Im Herzen des Sturms Roman von Williams, Beatriz (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.06.2014
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Im Herzen des Sturms

Liebe, Verrat und ein Geheimnis, das wie ein Sturm alles aufwühlt ...
New York, 1931. Lily Dane begleitet ihre selbstbewusste beste Freundin Budgie Byrne zu einem Football-Spiel, bei dem sich die junge High Society trifft. Dabei lernt Lily den gutaussehenden, jüdischen Nick Greenwald kennen, in den sie sich sofort verliebt. Er erwidert ihre Gefühle, und gegen den Widerstand ihrer Familien versprechen sie sich die Liebe ...
Rhode Island, 1938. Wie jedes Jahr verbringt Lily den Sommer im Strandhaus ihrer Familie im Örtchen Seaview. Doch ein Sturm kündigt sich an: Auch Budgie kehrt nach Jahren dorthin zurück - gemeinsam mit ihrem Ehemann Nick Greenwald ...
Beatriz Williams erweckt das glamouröse Amerika der 1930er Jahre zu neuem Leben.

Beatriz Williams besitzt Abschlüsse der amerikanischen Universitäten Stanford und Columbia. Während sie als Beraterin in London und New York arbeitete, versteckte sie ihre Schreibversuche zunächst auf ihrem Laptop. Mit ihren Romanen eroberte sie nicht nur die Herzen ihrer Leserinnen im Sturm, sondern auch die "New York Times"-Bestsellerliste. Heute schreibt Beatriz Williams in ihrem Haus an der Küste Connecticuts, wo sie mit ihrem Mann und ihren vier Kindern lebt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 448
    Erscheinungsdatum: 17.06.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641126223
    Verlag: Blanvalet
    Originaltitel: A Hundred Summers
    Größe: 686 kBytes
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Im Herzen des Sturms

1

ROUTE 5, ZEHN MEILEN SÜDLICH VON HANOVER, NEW HAMPSHIRE

OKTOBER 1931

Einhundertundzwölf Meilen gewundenen Asphalts verbinden das Eingangsportal des Smith College mit dem Dartmouth Football Stadium, und Budgie fährt die gesamte Strecke, wie sie alles tut: ohne Rücksicht auf Verluste.

Ringsum schimmert das Laub in goldenen, orangen und tiefroten Tönen vor einem strahlend blauen Herbsthimmel, und die ungebrochenen Sonnenstrahlen necken uns mit einem trügerischen Eindruck von Wärme. Budgie hat beschlossen, mit offenem Verdeck zu fahren, obwohl ich mich schlotternd in meine Strickjacke hülle und krampfhaft meinen Hut festhalte.

Sie lacht mich aus. "Nimm den Hut einfach ab! So wie du dich daran festklammerst, erinnerst du mich an meine Mutter. Sie meint, es wäre das Ende der Zivilisation, wenn irgendjemand ihr Haar sieht." Sie muss mir die Worte zuschreien, damit der Wind sie nicht fortträgt.

"Darum geht es doch gar nicht!", rufe ich zurück. Der Punkt ist vielmehr, dass sich mein Haar, wenn ich es aus dem dunklen Filz meines Glockenhuts befreie, wie ein Steppenläufer verheddert, während Budgies kurze seidige Locken beschwingt hin und her wippen, um sich am Ende der Fahrt gehorsam zurück an ihren Platz zu begeben. Selbst ihr Haar beugt sich ihrem Willen. Doch meine Erklärung ist viel zu kompliziert, um sich gegen den donnernden Fahrtwind durchsetzen zu können, also schlucke ich sie herunter und ziehe die Nadeln heraus, um den Hut neben mir auf den Sitz zu werfen.

Budgie beugt sich vor und dreht an den Knöpfen des Radios. Ihr Wagen, ein schicker neuer Ford V8, ist mit allen möglichen Raffinessen ausgestattet, die ihr ergebener Vater für sie hat einbauen lassen, um ihr das Schmuckstück als verfrühte Anerkennung ihrer Graduierung zu schenken. Ganze neun Monate zu früh, um genau zu sein, denn der alte Herr hat in seiner Großzügigkeit beschlossen, dass Budgie den Wagen während ihres letzten Collegejahrs sinnvoll nutzen soll.

Lebe und amüsier dich, mein Herz! , sagte er freudestrahlend. Ihr Mädchen seid viel zu fleißig. Immer nur lernen, ohne sich zu vergnügen!

Er hielt ihr die Schlüssel unter die Nase.

Wirklich, Papa? , fragte Budgie mit ihren großen runden Betty-Boop-Augen.

Im Ernst. Genau so war es. Ich stand direkt daneben. Wir beide sind quasi seit unserer Geburt miteinander befreundet: Budgie wurde zu Beginn des Sommers geboren und ich gegen Ende, nur etwa zwei Monate später. Unsere Familien verbringen jeden Sommer zusammen in Rhode Island, und das schon seit Generationen. Heute Morgen hat Budgie sich auf diese uralte Freundschaft berufen, um mich unerwarteterweise ins Schlepptau zu nehmen, obwohl wir am College in unterschiedlichen Kreisen verkehren und sie ganz genau weiß, dass ich mich nicht für Football interessiere.

Der Motor heult wütend auf und übertönt für einen Moment das Krächzen des Radios, als Budgie in eine Kurve hinein beschleunigt. Ich packe mit der einen Hand den Türgriff, mit der anderen die Sitzkante.

Budgie lacht erneut. "Reiß dich zusammen, Liebes. Ich will nicht zu spät zum Warm-up kommen. Die Jungs sind immer so schrecklich ernst, wenn das Spiel erst mal begonnen hat."

Oder so ähnlich. Der Wind trägt jedes zweite Wort davon. Ich drehe den Kopf zur Seite und betrachte den bunten Schimmer des Laubes, auf dem Höhepunkt der Saison, während Budgie weiter von Männern und Football spricht.

Wie sich herausstellt, haben wir das Warm-up tatsächlich verpasst, genau wie den größten Teil des ersten Quarters des Spiels. Die Straßen von Han

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