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Im Schatten des Eukalyptus von Wilding, Lynne (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.12.2019
  • Verlag: Aufbau-Verlag
eBook (ePUB)

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Im Schatten des Eukalyptus

Rote Erde, weites Land ... Für Jason und Brooke d'Winters erfüllt sich ein Lebenstraum: Sie ziehen aus der Großstadt in das kleine Outback-Dorf Bindi Creek im Westen von New South Wales. Jasons Landarztpraxis floriert und auch Brooke liebt ihr neues Zuhause - bis das Schicksal unbarmherzig zuschlägt. Auf einmal steht Brook vor den Scherben ihres Lebens und erkennt: egal, wie weit man wegzieht, die Schatten der Vergangenheit holen einen immer wieder ein.... Lynne Wilding ist in Australien längst als die Königin der großen Australien-Sagas bekannt und erhielt viele Preise für ihre Romane. Lynne Wilding lebt mit ihrer Familie in Arncliff bei Sydney.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 480
    Erscheinungsdatum: 20.12.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783967970074
    Verlag: Aufbau-Verlag
    Größe: 2860 kBytes
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Im Schatten des Eukalyptus

2

A lso, ich geh dann mal", sagte Meg, schob die Tasche - über ihre Schulter und griff sich ihre Jacke. "Macht es dir wirklich nichts aus, abzuschließen?"

Brooke schüttelte den Kopf. Meg hatte ihr erzählt, dass sie sich mit Klaus vor dem Hoyts-Kinokomplex in der George Street treffen wollte, um sich dort einen Film anzusehen. "Geh nur. Ich wünsch dir viel Spaß." Als Meg fort war, ließ Brooke ihren Blick über die vier letzten Patienten in der Praxis wandern. Zwei waren Dr. Grollers Patienten, die anderen beiden gingen zu Dr. d'Winters. Sie nahm den Ablagekasten und sortierte Patientenkarten ein. Dann begann sie, Berichte über die Arbeitsunfälle von zwei Arbeitern zu schreiben, die für die Versicherung benötigt wurden.

Wenigstens hatte Meg seit der Party bei Jason aufgehört, Verabredungen für sie einzufädeln. Sie musste ihrer Arbeitskollegin ausführlich über ihre Beziehung mit Hamish berichten - allerdings nahm sie dafür die überarbeitete Version -, woraufhin Meg entschied, dass es Zeitverschwendung wäre, sie mit einem von Klaus' Freunden verkuppeln zu wollen.

Während sie tippte, schweiften ihre Gedanken ab... Wenn sie ihrer Schulfreundin Janice nicht von Hobart nach Launceton gefolgt wäre, als die Ärztin ihre Praxis dorthin verlegte, hätte sie Hamish McDonald, aufstrebender Anwalt mit politischem Ehrgeiz, nie kennengelernt. Dumme Kuh! Sie hatte sich an Hamish gehängt wie eine Klette, als ob sie wundersamerweise durch ihn ihren Schmerz über den Verlust von Mutter und Bruder leichter ertragen könnte. Warum hatte sie nicht erkannt, dass Hamish kein echtes Gefühl besaß, keine wirkliche Anteilnahme zeigte, bevor es zu spät war? Sie hatte außerdem Janices Warnung in den Wind geschlagen. Verdammter Hamish!

"Brooke, bringen Sie mir bitte die Patientenkarte von Mrs. Hobbs?"

Bei Dr. d'Winters Stimme zuckte sie zusammen, er stand direkt hinter ihr. Und hatte sie bei dem erwischt, was sie sich absolut verboten hatte: Sie hatte nach hinten geblickt. Sie ermahnte sich, nach vorne zu schauen, sonst würde sie im Leben nicht weiterkommen.

"Ist sie nicht auf Ihrem Schreibtisch? Ich dachte, ich hätte sie dorthin gelegt", erwiderte sie, während sie aufstand und zum Aktenschrank ging. Die Karte von Mrs. Alice Hobbs war nicht darin.

Dann hörte sie ihn aus seinem Zimmer rufen: "Alles in Ordnung. Ich habe sie gefunden."

Lächelnd ging Brooke zu ihrem Stuhl zurück. Nach einem Monat in der Praxis wusste sie einiges über Dr. d'Winters' Eigenheiten. Er hielt auf seinem Schreibtisch eine ganz besondere Ordnung, die nur er überschaute, und niemand außer ihm durfte diesen Schreibtisch auch nur anfassen, geschweige denn, den Staub entfernen. Für Meg und sie war diese kleine exzentrische Macke eine Quelle der Erheiterung geworden, aber sie hielten sich an die Weisung, und Jason (wie er genannt werden wollte) behielt seinen "ordentlichen" Schreibtisch, der auf sie und Meg allerdings ziemlich chaotisch wirkte. Es war lustig, dass er in allen anderen Punkten sehr ordentlich war - in der Praxis, mit seinen Instrumenten und seinem Kittel.

Alle Ärzte hatten ihre kleinen Besonderheiten, wie sie herausgefunden hatte. Dr. Groller wollte nicht, dass Meg oder sie Briefe öffneten, die speziell an ihn adressiert waren. Das entfachte in der Mittagspause natürlich jede Menge vergnügter Spekulationen über den Inhalt dieser Briefe. Dr. Smith war außerordentlich organisiert und achtete sehr darauf, Termine einzuhalten. Außerdem hasste sie es, unterbrochen zu werden, auch für Telefongespräche, wenn sie einen Patienten im Sprechzimmer hatte. Ihre militante Haltung löste Debatten darüber aus, wie sie ihren Haushalt mit den vier Kindern führte. Meg vermutete, wie ein Armeelager. Im Ganzen, fand Brooke, konnte sie mit den exzentrischen Eigenheiten der Ärz

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