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Im siebten Sommer Roman von Coleman, Rowan (eBook)

  • Verlag: Piper Verlag
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Im siebten Sommer

Eines Tages beschließt Rose, dass das Leben zu kurz ist, um in einer unglücklichen Ehe zu leben. Sie schnappt sich ihre Tochter und fährt in das idyllische Millthwaite. Dort sucht sie Frasier, einen attraktiven Kunsthändler, in den sie sich vor sieben Jahren unsterblich verliebte. Sie sah ihn nie wieder - und alles, was sie von ihm besitzt, ist eine Postkarte aus diesem Ort. Schnell stellt sich heraus, dass Fraiser hier nicht mehr wohnt. Auf der Suche nach ihrer großen Liebe trifft Rose jedoch auf einen anderen Mann, der eine wichtige Rolle in ihrem Leben spielen wird. Und Rose begreift: Es ist nie zu spät, um glücklich zu sein.

Rowan Coleman lebt mit ihrer Familie in Hertfordshire. Wenn sie nicht gerade ihren fünf Kindern hinterherjagt, darunter lebhafte Zwillinge, verbringt sie ihre Zeit am liebsten schlafend, sitzend oder mit dem Schreiben von Romanen. Da kann das Bügeln schon mal zu kurz kommen. Rowan wünschte, ihr Leben wäre ein Musical, auch wenn ihre Tochter ihr mittlerweile verboten hat, in der Öffentlichkeit zu singen. Sie hat bereits mehrere sehr erfolgreiche Romane veröffentlicht.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 528
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783492976343
    Verlag: Piper Verlag
    Größe: 625kBytes
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Im siebten Sommer

1

"Sagen Sie mal, wissen Sie eigentlich, wie spät es ist?" Die Stimme einer reichlich verärgerten Frau war nur gerade so durch die geschlossene Haustür zu hören.

"Ja, weiß ich, aber ... Das hier ist doch ein Bed & Breakfast, oder?", fragte Rose. Sie hatte ihre siebenjährige Tochter Maddie auf dem Arm, die schwer auf ihrer Hüfte wog, sich an ihr festklammerte und fröstelte. Es war Hochsommer, aber kalter Nieselregen tropfte ihnen vom Kopf, und Rose hatte vergessen, Maddies Jacke mitzunehmen. Sie hatte keine Zeit gehabt, an Jacken zu denken. Sie hatte überhaupt keine Zeit gehabt, sie hatte sich nur das vor langer Zeit gepackte und seither versteckte Bündel geschnappt, das vermutlich nur auf diesen Augenblick gewartet hatte. Sie hatte gerade genug Zeit gehabt, um abzuhauen.

"Wir schließen um Punkt neun Uhr abends!", rief die Stimme. "Steht doch überall. Es ist drei Uhr morgens. Ich hätte gute Lust, die Polizei zu rufen."

Rose holte tief Luft. Nein, sie würde jetzt nicht weinen. Sie war den ganzen Weg bis hierher gekommen, ohne zu weinen, und sie würde nicht zulassen, dass nach allem, was sie bereits durchgemacht hatte, jetzt ausgerechnet diese unbekannte Stimme ihre Augen zum Überlaufen brachte.

"Ich weiß, aber ... Bitte. Wir sind schon so lange unterwegs. Ich habe meine Tochter dabei. Wir möchten einfach nur irgendwo schlafen. Ich hätte ja im Voraus gebucht, aber ich wusste nicht, dass wir herkommen würden."

Sie hörte Gemurmel von der anderen Seite der Tür, eine Männerstimme war hinzugekommen. Rose presste Maddie noch fester an sich und versuchte, das Zittern des Mädchens mit ihrer Umarmung zu mildern. Und auch das andere, weniger kostbare Bündel drückte sie fester an sich: ein nicht sonderlich großer, rechteckiger Gegenstand, den Rose eilig in eine Wolldecke gewickelt hatte.

"Sie haben ein Kind dabei?", erklang die Stimme der Frau wieder.

"Ja. Ein Mädchen. Sie ist sieben."

Beklommen hörte Rose, wie Riegel aufgeschoben und Schlösser geöffnet wurden. Dann, endlich, tat sich die schwere Holztür auf, gelbes Licht fiel hinaus in die Regennacht und ließ die Tropfen glitzern und schimmern. Eine Frau undefinierbaren Alters lugte durch den Spalt und betrachtete die durchnässten Gestalten. Dann trat sie einen Schritt zurück und öffnete die Tür ganz.

"Ich muss mich schon sehr wundern", schimpfte sie, als Rose den Flur betrat. "Mitten in der Nacht hier reinzuwollen. Was sollen denn meine anderen Gäste sagen?"

"Du hast gar keine anderen Gäste." Ein gut gebauter, bärtiger Mann Ende fünfzig in Jogginghose und Unterhemd lächelte Rose an, während er sprach. "Also reg dich nicht auf, Schatz. Ist doch alles gar kein Problem. Ich bin Brian, und das ist meine Frau Jenny. Jenny, du bringst die beiden nach oben und gibst ihnen ein paar Handtücher, und ich komme gleich mit etwas Warmem zu trinken hinterher. Wie wäre es mit einem heißen Kakao, junge Dame?"

Maddie vergrub ihr Gesicht noch tiefer an Roses Hals und schlang die Arme noch fester um ihre Mutter. Maddie war es noch nie leichtgefallen, sich an eine neue Umgebung zu gewöhnen, und dieses Mal war es sicher noch viel schwerer für sie, weil die Umstände, die sie hierhergeführt hatten, so traumatisch waren.

"Das ist sehr freundlich von Ihnen." Rose war dankbar. "Ein heißer Kakao wäre jetzt genau das Richtige, stimmt's nicht, Maddie?"

"Wie gesagt, gar kein Problem." Brian lächelte. "Irgendwelches Gepäck, das ich für Sie hereinholen soll?"

"Ich ... nein. Kein Gepäck." Rose lächelte schwach und hob den Ellbogen leicht, um auf das seltsame Bündel unter ihrem Arm hinzuweisen. "Nur wir und das hier."

Jenny hob skeptisch die Augenbraue. Diese neuen und einzigen Gäste würden nichts Gutes mit sich bringen, da war sie sich sicher. "Normalerweise muss man hier im Voraus bezahlen, fünfundzwanzig pro Nacht. Sie ha

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