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Im Sturm der Gefühle von Schöning, Julia (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 06.01.2015
  • Verlag: édition el!es
eBook (ePUB)
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Im Sturm der Gefühle

Nachdem Carla Tornow herausfindet, dass ihre Lebensgefährtin sie betrügt, flieht sie bitter enttäuscht auf die Insel Juist, wo sie sich in einer Pen sion einmietet. Die junge Betreiberin der Pension, Lena Peters, verliebt sich Hals über Kopf in Carla, und auch in Car la keimen zarte Gefüh le, ge gen die sie sich jedoch zunächst noch wehrt. Mit der Ankündigung einer Sturmflut brechen sich schließlich auch die Gefühle Bahn, Carla und Lena verbringen eine heiße Nacht miteinander ... Ende gut, alles gut? Nicht für Carla, denn auch Lena hat unangenehme Überraschungen parat, so dass sich Carla schließlich in einem wahren Sturm der Gefühle wiederfindet ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 240
    Erscheinungsdatum: 06.01.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783956091179
    Verlag: édition el!es
    Größe: 844kBytes
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Im Sturm der Gefühle

" W ie kann ich Ihnen helfen?", fragte die Rezeptionistin freundlich, als Carla nach vorn trat.

"Ich suche das Zimmer von Frau Hammer." Plötzlich überfielen Carla leise Zweifel. Vielleicht hätte sie Nadia doch lieber einweihen sollen.

Die Dame, deren Namensschild sie als Frau Delfs auswies, tippte etwas in ihren Computer ein. "Da habe ich es." Sie hob den Kopf und lächelte Carla an. "Zimmer vierhundertfünfunddreißig. Sie nehmen den Aufzug in die vierte Etage und dann links den Gang entlang."

"Vielen Dank."

Carlas Herz machte einen kleinen Freudensprung, als sie die Zimmernummer endlich gefunden hatte. Sie entfernte das Papier um den Strauß roter Rosen, den sie in der Hand hielt, und strich ihren Blazer glatt. Dann klopfte sie an. Schritte näherten sich. Im nächsten Moment ging die Tür auf.

"Happy . . ." Mitten im Satz brach Carla ab. Eine fremde Frau stand im Türrahmen. Sie trug nur ein dünnes Negligé und sah ebenso überrascht aus wie Carla.

"Entschuldigen Sie", stammelte Carla. "Ich hab mich wohl in der Zimmertür geirrt . . ."

"Carla!"

Das war Nadias Stimme. Mit weit aufgerissenen Augen tauchte sie hinter der Fremden auf und kam auf Carla zu. Sie trug nur einen Bademantel. "Es ist nicht so, wie du denkst."

Entgeistert starrte Carla sie an. Das musste alles ein böser Traum sein. Gleich würde sie jemand kneifen, sie würde aufwachen und über sich und ihre blühende Phantasie lachen.

Aber niemand kniff sie. Noch immer standen Nadia und diese fremde Frau regungslos in der Tür.

Alles, woran Carla die letzten drei Jahre geglaubt hatte, zerbrach in diesen Sekunden. Tränen schossen ihr in die Augen, aber sie merkte es kaum. Alles, was sie wahrnahm, war ein tiefer, bodenloser Schmerz.

Nadia trat näher und fragte: "Was machst du eigentlich hier?" Es klang fast ein wenig vorwurfsvoll. Sie wollte Carla die Hand auf die Schulter legen, doch Carla schüttelte sie ab.

"Fass mich nicht an."

Es gab nur noch eine Lösung: Sie musste weg.

"Ich will dich nie wieder sehen", sagte Carla, dann versagte ihr die Stimme. Sie schleuderte die Blumen auf den Boden, drehte sich um und rannte einfach los. Ohne ein Ziel, nur weg von dem Unbegreiflichen, das gerade passiert war.

"Carla, warte! Lass mich das doch erklären", rief Nadia ihr nach. Vielleicht folgte sie ihr sogar, aber Carla drehte sich nicht noch einmal um, sondern beschleunigte nur ihre Schritte. Mit tränenverschleiertem Blick rannte sie die Treppe hinunter bis in die Tiefgarage, nahm mit jedem Schritt mehrere Stufen und war mehrmals kurz davor, das Gleichgewicht zu verlieren.

Wie naiv war sie eigentlich? Hätte sie sich nicht denken können, dass etwas nicht stimmte? Normalerweise hätte Nadia doch niemals auf eine große Feier zu ihrem dreißigsten Geburtstag verzichtet. Und wenn, dann nur . . . Ihr wurde übel. Sie wollte gar nicht daran denken, was dieses Flittchen mit ihrer Nadia getrieben hatte.

Völlig außer Atem blieb Carla vor dem Parkautomat stehen. Wie ferngesteuert zahlte sie die Parkgebühr, hastete zu ihrem Auto, ließ sich in den Fahrersitz fallen und startete den Motor. Sie musste raus hier. Sofort. Waghalsig manövrierte sie ihren Wagen aus der Parklücke und steuerte auf die Ausfahrt zu.

Hätte sie ahnen müssen, dass Nadia sie betrog? Wie lange ging das schon? Warum hatte sie es nicht bemerkt?

Carla wischte sich mit dem Handrücken über die Augen. Sie hatte viel gearbeitet in den letzten Wochen, ja, aber es war doch für sie beide gewesen. Für ihre gemeinsame Agentur. Ihren Zukunftstraum.

Ohne zu wissen wohin, lenkte sie ihr Auto durch die Straßen Bremens. Das Navi einzuschalten und den Weg zurück nach Essen anzeigen zu lassen, wäre im Moment einfach zu viel gewesen. Aber wozu auch? Was sollte sie jetzt zu Hause? Carla schluchzte. Die Tränen vernebelten ihr die Sicht.

Wäre sie nu

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