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Im Zweifel ist es Liebe von Wieck, Leonie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.07.2018
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)

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Im Zweifel ist es Liebe

Liebe nach Plan - oder doch nicht? Lena ist 34, Single und hat langsam aber sicher Torschlusspanik. All ihre Versuche, einen netten Mann kennenzulernen, enden in einer mittelschweren Katastrophe. Der vorläufige Höhepunkt: Bei einem Flirtversuch in ihrem Lieblingscafé bekommt Till, das Objekt ihrer Begierde, einen allergischen Schock und muss direkt ins Krankenhaus. Frustriert beschließt Lena, die Männersuche fortan strategischer anzugehen. Sie entwickelt ein ausgeklügeltes Testsystem und nutzt jede Gelegenheit, um geeignete Kandidaten kennenzulernen. Immer wieder läuft ihr dabei Till über den Weg. Der ist allerdings gar nicht auf der Suche nach einer Frau, sondern recherchiert für einen Artikel über Partnersuche. So unter Beobachtung tut sich Lena natürlich schwer und stolpert von einem Fettnäpfchen ins nächste - bis sie erkennt, dass jeder Test überflüssig wird, wenn eine Bedingung erfüllt ist: die Liebe. eBooks von beHEARTBEAT - Herzklopfen garantiert. Leserstimmen: 'Mit 'Im Zweifel ist es Liebe' hat Leonie Wieck eine großartige und herrlich unterhaltsame Liebesgeschichte zu Papier gebracht, die nur so vor Humor sprüht und für jede Menge Lesespaß sorgt.' (Meine-Magische-Buchwelt, Lesejury) 'Eine tolle Liebeskomödie, die grandios unterhält ohne schnulzig zu werden und daher eine klare Leseempfehlung von meiner Seite.' (TiiundAna, Lesejury) 'Wer Lust auf eine sensationelle Liebeskomödie mit garantiertem Lachmuskelkater hat, der darf dieses Buch nicht ungelesen im Regal stehen lassen!' (kati-katharinenhof, Lesejury)

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 362
    Erscheinungsdatum: 01.07.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732555345
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Größe: 1236 kBytes
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Im Zweifel ist es Liebe

2

"Hallo, darf ich dich auf einen Kaffee einladen?"

Oder: "Hi, was liest du denn da?"

Oder: "Entschuldigung, hättest du vielleicht Lust, mich zu heiraten und dich für den Rest deines Lebens von mir glücklich machen zu lassen?"

Möglichkeiten, in einem Café eine Frau anzusprechen, gibt es ja nun wirklich genug. Also warum sträubte er sich so? Wollte er mich die ganze Arbeit allein machen lassen? Ich hatte ihm schon vielsagende Blicke zugeworfen und einladend gelächelt. Musste ich mir erst aufreizend Milchschaum von den Lippen lecken, auffällig die Beine übereinanderschlagen oder andeutungsvoll an meinem Trinkhalm saugen, bis er die Güte hatte, zu mir rüberzukommen?

Er war mir gleich aufgefallen, als er das Café Klatschmohn betreten hatte. Ich hatte gerade den Persönlichkeitstest in der Zeitschrift abgeschlossen, die ich las, und festgestellt: Entweder ich oder die Cosmo hatte keine Ahnung, welcher Beziehungstyp ich war. Ich tippte auf die Cosmo . Laut der war ich eine "romantische Draufgängerin, die sich Hals über Kopf ins Liebesglück stürzt, um mit dem Mann ihres Lebens auf Wolke sieben abzuheben, wenn er ihr den Halt und die Geborgenheit bietet, die sie auf einem solchen Höhenflug braucht, bevor die beiden Turteltauben sicher im behaglichen Familiennest landen".

Das war zwar schön und gut, aber irgendwie doch nichts Ganzes und nichts Halbes. Andererseits konnte ich es der Cosmo schlecht vorwerfen, mich nicht eindeutiger zuzuordnen. Schließlich war ich mir nach eineinhalb Jahren Singledasein selbst nicht mehr sicher, ob ich in die Kategorie "Romantikerin", "Anhängliche" oder "Unabhängige" gehörte oder doch eher der "Gute Kumpel" war.

Genervt, dass nicht mal die Fachleute einfache Erklärungen für das Rätsel der Liebe lieferten, hatte ich das Heft zugeschlagen, aufgeschaut - und ihn in der Tür stehen sehen. Er schien mir wie ein Wink des Schicksals, eine Aufforderung, in Sachen Beziehung von der Theorie wieder auf die Praxis umzusteigen. Mittelgroß und sportlich gebaut - nicht wie ein Bodybuilder, eher wie ein Tennisspieler -, braune Haare mit sympathischen Wirbeln, freundliche braune Augen und ein schnuckelig geschwungener Mund: Er war genau mein Typ - und perfekt für einen Nachmittagsflirt. Um ihn nicht allzu offenkundig anzuglotzen und mich sofort zu verraten, hatte ich die Cosmo wieder hochgerissen und hinter meiner Deckung hervor beobachtet, wie er sich an einen Fenstertisch gesetzt hatte, ein Notizbuch aus seiner Umhängetasche gezogen und angefangen hatte zu schreiben.

Seitdem behielt ich ihn im Auge - und er mich. Jedenfalls konnte es kein Zufall sein, dass unsere Blicke sich immer wieder begegneten. Aber jedes Mal, wenn ich versuchte, Blickkontakt mit ihm zu halten, wich er aus. Mehr als ein flüchtiges Lächeln hatte ich ihm bisher nicht abluchsen können. Und langsam war ich mit meinen Verführungskünsten am Ende.

Jetzt stell dich nicht so an, beschwor ich ihn im Stillen. Gucken, lächeln, herkommen, Mund aufmachen. Das kann doch nicht so schwer sein.

Normalerweise hatte das Klatschmohn mit seinen hellblauen Wänden, den Stühlen mit Blumenmuster, dem behaglichen Duft von frischem Kaffee und der leise dahinplätschernden Chansonmusik eine beruhigende Wirkung auf mich. Hier konnte ich abschalten, wenn Chef, Kollegen oder Kunden mich mal wieder an den Rand des Wahnsinns getrieben hatten. Probleme und Krisen, die Katja, Steffi und ich hier besprachen, schienen weniger bedrohlich und niemals unlösbar. Hier hatte ich den Schock darüber verwunden, dass Reiseleiterin doch nicht mein Traumberuf war und ich mir plötzlich die Frage stellen musste, was ich jetzt mit meinem Leben anfangen sollte: ob es das Beste wäre, Hannover zu verlassen und in einer anderen deutschen Stadt einen Neustart zu unternehmen, oder ob ich lieber gleich nach Frankreich auswandern sollte (mein übli

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