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Immensee von Storm, Theodor (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.01.2014
  • Verlag: Boyens Buchverlag
eBook (ePUB)
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Immensee

Vor den Augen eines einsamen alten Mannes zieht die Geschichte seiner unerfüllten Liebe vorüber. Mit dieser stimmungsvollen Novelle schaffte Theodor Storm 1850 seinen Durchbruch als Novellen-Dichter. Diese Ausgabe enthält die zweite Fassung von 1851 sowie die wichtigsten Passagen aus der ersten Fassung, die Storm später gestrichen oder grundlegend verändert hat. Gerd Eversberg stellt Text, Entstehungsgeschichte, Quellen, Schauplätze und Illustrationen zusammen und kommentiert das Material kenntnisreich.
Theodor Storm, geb. am 14. September 1817 in Husum, Rechtsanwalt in Husum (1843-1852), Gerichtsassessor und Kreisrichter in Potsdam und Heiligenstadt (1853-1864), Landvogt, Amtsrichter und Amtsgerichtsrat in Husum (1864-1880), Alterssitz in Hademarschen in Holstein (1880-1888), gestorben am 4. Juli 1888.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 144
    Erscheinungsdatum: 01.01.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783804230354
    Verlag: Boyens Buchverlag
    Größe: 9513 kBytes
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Immensee

Kommentar
Zur Textherstellung
Bei dem hier abgedruckten Text 1 handelt es sich um die 2. Fassung der Novelle, die Storm nach einer gründlichen Umarbeitung 1851 in seiner erste Buchveröffentlichung 2 unter dem Titel "Sommer-Geschichten und Lieder" herausgab. Der kleine Band erschien in Berlin im Verlag Alexander Duncker; derselbe Verleger brachte 1852 eine Separatausgabe der Novelle "Immensee" heraus. 3 Seit 1868 ist die Erzählung in Band 2 von Storms "Schriften" enthalten. Der Text folgt der letzten von Storm persönlich korrigierten Ausgabe.
Theodor Storm's gesammelte Schriften, Bd., 2, Braunschweig: Verlag George Westermann 1889, S. 1–60 (S4) mit folgenden Emendationen (E: 1. Fassung, 1850):
S. 15: "Nach Indien, nach Indien!" nach B; S4: "Nach Indien, nach Indien,"
S. 18: Hölzung nach E; S4: Holzung
S. 21: rings um sie her nach B; S4: ringsum sie her
S. 25: feinen nach B; S4: seinen
S. 28: "Die nach B; S4: Die
S. 28: anders." nach B; S4: anders.
S. 31: zu ordnen und zu teilen nach B; S4: zu teilen
S. 32: Ihrem nach B; S4: ihrem
S. 33: Ordnungen und Klassen nach B; S4: Ordnungen der Klassen
S. 33: blätterte, nach B; S4: blätterte
S. 37: Gesicht; nach B; S4: Gesicht:
S. 41: Erbsenstangen!" nach B; S4: Erbsenstangen!
Zuvor war die Novelle bereits in dem von Karl Biernatzki herausgegebenen "Volksbuchs auf das Jahr 1850 für Schleswig, Holstein und Lauenburg" erschienen, und zwar zum Jahresende 1849. Da Storm diese erste Fassung seiner Erzählung aus Gründen, auf die später noch genauer einzugehen sein wird, verwarf, ist sie heutigen Lesern kaum mehr bekannt. Manche der von Storm gestrichenen Passagen haben aber durchaus einen eigenen poetischen Reiz und zeigen, wie sich der Dichter die Entwicklung der Liebe zwischen Elisabeth und Reinhardt und ihr Scheitern ursprünglich vorstellte. Auf den folgenden Seiten werden die wichtigsten Abschnitte aus der ersten Fassung wiedergegeben.
Immensee (1. Fassung 1850) Erstdruck: Volksbuch auf das Jahr 1850 für Schleswig, Holstein und Lauenburg, hg. von Karl Biernatzki. Altona: Verlag der Expedition des Altonaer Mercur's [1849], S. 56–86.
Text nach dem Erstdruck; die offensichtlichen Druckfehler wurden stillschweigend berichtigt.
Aus der ersten Fassung
Als während des Picknicks Reinhardt und Elisabeth im Wald nach Erdbeeren suchen (hier S. 19), heißt es ursprünglich:
So gingen sie in den Wald hinein; als sie eine Strecke gegangen waren, sprang ein Hase über den Weg. "Böse Zeichen!" sagte Reinhardt. Die Wanderung wurde immer mühsamer; bald mußten sie über weite, sonnige Halden, bald waren Felsstücke zu überklettern.
"Wo bleiben Deine Erdbeeren?" fragte Elisabeth, indem sie stehen blieb und einen tiefen Atemzug tat.
Sie waren bei diesen Worten um eine schroffe Felsenkante herumgegangen, Reinhardt machte ein erstauntes Gesicht.
Den Anfang der Szene, die uns Reinhardt als Student in der Wirtschaft zeigt (hier S. 25), hat Storm ganz umgearbeitet; sie lautet in der Erstfassung:
Reinhardt hatte in einer entfernten Stadt die Universität bezogen. Der phantastische Aufputz und die freien Verhältnisse des Studentenlebens entwickelten den ganzen Ungestüm seiner Natur. Das Stilleben seiner Vergangenheit und die Personen, welche dahinein gehörten, traten immer

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