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Immer wieder Verführung von Both, Don (eBook)

  • Verlag: A.P.P. Verlag
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Immer wieder Verführung

Würdest du töten, um das Leben deiner Liebe zu retten? Das Ende einer Ära Reihenfolge: Immer wieder samstags Immer wieder samstags - reloaded Immer wieder Verführung Immer wieder Verführung - The End Zusatzbücher zur Immer wieder Reihe: Immer wieder samstags - Sammelband (beinhaltet die beiden ersten Teile) Immer wieder Special (gehört hauptsächlich zu Immer wieder samstags 1 und 2)

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 330
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783945164587
    Verlag: A.P.P. Verlag
    Größe: 949 kBytes
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Immer wieder Verführung

2. Seine Stimme

Mia 'poor' Engel

Grünbraune, eiskalte Diamanten strahlten mich an. Augen, die mich doch voller Liebe betrachten sollten, jedoch aussahen, als wollten sie mich bei lebendigem Leib verbrennen. Augen, die mich einst so leidenschaftlich gemustert hatten, warteten nun mit unbändigem Hass auf. Wie so häufig zuvor war ich in den Erinnerungen an den schlimmsten Tag meines Lebens gefangen. Jenem, an dem ich meine einzig wahre Liebe verraten und deswegen verloren hatte.

Kann man eigentlich an schlechtem Gewissen erkranken? Ja! Es muss so sein, denn eine andere Erklärung gab es für meinen desolaten Zustand nicht.

Ich fühlte mich alles andere als wohl, als ich am Donnerstagmorgen vorsichtig aus dem Bett schlüpfte, um meinen Freund Francesco nicht zu wecken, und barfuß über das ausgebleichte Parkett in das angrenzende Bad tappte. Müde war ich immer noch, und vor allem fühlte ich mich beklommen, wie üblich nach einer Nacht des Umherwerfens und der Rastlosigkeit.

Duschen. Haare waschen – extra. Zähne putzen; Anziehen; Haare föhnen. Innerhalb von zwanzig Minuten musste ich fertig sein, weil ich grundsätzlich zu spät aufstand, um genügend Zeit für die Morgenroutine zu haben. Aber diese schreckliche Erschöpfung, die mich permanent in ihren Klauen hielt, machte es mir schwer, auch nur ansatzweise pünktlich aus den Federn zu kommen.

Zum Abschluss warf ich noch einen Blick in den Spiegel. Die Ringe unter meinen langweiligen braunen Augen bildeten das offensichtlichste Indiz dafür, dass mit mir gesundheitlich etwas nicht stimmte. Doch war das ein Wunder? Vier Stunden Schlaf reichten eindeutig nicht aus, aber die Albträume ließen mich nicht ruhen. Jede Nacht wand ich mich in derselben quälenden Erinnerung, von der ich stets tränenüberströmt aufwachte:

Weinend lag ich auf einer Straße jener Stadt, in der ich aufgewachsen war, und wusste: Er war fort. Ich trug einen schwarzen, nach ihm duftenden Kapuzenpullover ... und starb. Innerlich. Äußerlich war ich vollkommen unversehrt – also meine Gliedmaßen waren scheinbar intakt.

Nur wenn man nicht fühlen kann, ist man im Grunde halb tot. Dennoch hatte ich keine Wahl: Ich hatte mir vor gefühlten Ewigkeiten sämtliche Emotionen verboten, denn andernfalls wäre ich wahrscheinlich an dem Schmerz niedergegangen, der so unerbittlich in mir tobte. Nun war es, als wären meine Empfindungen in eine Seifenblase gehüllt – wenn ich mich freute, weinte oder lachte, spürte ich nur einen Abklatsch des Ausmaßes dessen, was ich eigentlich hätte wahrnehmen müssen.

Das war einmal anders gewesen – vor langer Zeit.

Er hatte mich zum Leben erweckt, mich die intensivsten, schönsten Gefühle durchleben lassen, aber jetzt war alles ... nur noch eine Erinnerung, die mir, umso mehr ich in ihr schwelgte, immer unrealistischer schien.

Ohne meinen Job wüsste ich nicht, wo ich gelandet wäre, nachdem Patrick, mein Onkel, mich im Alter von siebzehn Jahren in seine "Obhut" genommen hatte. Bei ihm war es nur keinen Tick besser als das "Leben" bei meinem sadistischem Vater und meiner Messie-Mutter. Bei ihm musste ich genauso kochen und die Wohnung in Ordnung halten, wie es bei meinen Eltern der Fall gewesen war. Das einzig Gute daran: Er war kein Sammler, dafür jedoch passionierter Jäger.

Offiziell arbeitete er als Postbote – inoffiziell als Drogenkurier, womit er seinen Beruf einfach mit der Geldmacherei

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