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Imperator Die Rom-Serie 16 - Roman von Scarrow, Simon (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.07.2018
  • Verlag: Heyne
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Imperator

Rom, A.D. 55: Kaiser Claudius ist tot, auf dem Thron regiert der grausame Nero. Als Präfekt Cato und Centurio Macro von einem Feldzug zurückkehren, finden sie Rom im Chaos vor. Denn auch Neros Rivale Britannicus giert nach dem Thron. Verzweifelt versuchen Cato und Macro, eine Armee von tapferen, loyalen Kämpfern zusammenzustellen. Doch in dem Machtkampf, der nun entbrennt, droht Rom in einen Bürgerkrieg zu stürzen. Für die beiden Blutsbrüder beginnt ein Kampf, bei dem nicht nur ihr Leben, sondern die Zukunft des römischen Reiches auf dem Spiel steht ...

Simon Scarrow wurde in Nigeria geboren und wuchs in England auf. Nach seinem Studium arbeitete er viele Jahre als Dozent für Geschichte an der Universität von Norfolk, eine Tätigkeit, die er aufgrund des großen Erfolgs seiner Romane nur widerwillig und aus Zeitgründen einstellen musste.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 544
    Erscheinungsdatum: 09.07.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641208127
    Verlag: Heyne
    Serie: Heyne Bücher .47149
    Originaltitel: Day of the Ceasars
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Imperator

KAPITEL 1

Rom, 54 n.Chr.

E s begann, wie so oft, mit ein paar Bechern Wein. Streit und Prügeleien waren keine Seltenheit im Subura-Viertel, schon gar nicht in der Schenke Romulus und die Wölfin , die bekannt war für billigen Alkohol, fröhliche Huren und Leute, die Informationen über die Teilnehmer an den Wagenrennen verkauften. Es war eines der größten Wirtshäuser in dem Elendsviertel und nahm das ganze Erdgeschoss des Hauses an der Ecke eines kleinen Platzes ein. Hinter dem langen Tresen führte der Besitzer namens Tribonius eine kleine Gruppe von kräftig geschminkten Frauen an, die den Gästen Getränke und eine bescheidene Auswahl an Speisen servierten und darüber hinaus für all jene mit speziellen fleischlichen Gelüsten auch andere Dienste anboten. Zwei bullige Männer bei den Eingängen sorgten dafür, dass niemand mit einer Waffe hereinkam. Manche Wirte verzichteten auf diese Vorsichtsmaßnahme, aus Angst, Kundschaft zu verlieren. Doch Tribonius war seit über zwanzig Jahren in dem Geschäft und hatte genügend Stammgäste, die diese Einschränkung in Kauf nahmen, um die Freuden zu genießen, die seine Schenke bot.

An diesem Abend, einen knappen Monat nach dem Tod von Kaiser Claudius, regnete es, und die Straßen von Rom glänzten, während die Regentropfen stetig niederprasselten. Die Nachricht von Claudius' Ableben war im einfachen Volk mit Sorge aufgenommen worden, was für das Geschäft im Romulus und die Wölfin nicht gerade günstig war. Die Menschen blieben nach Möglichkeit zu Hause, aus Angst vor Auseinandersetzungen zwischen den Unterstützern von Nero und Britannicus. Der alte Kaiser mochte ein wenig zerstreut und ungeschickt gewesen sein, doch er hatte dafür gesorgt, dass das Volk genug zu essen hatte und seine Vergnügungen bekam. Noch wichtiger war, dass unter seiner Regentschaft Ruhe und Ordnung geherrscht hatten, während die Herrschaft seiner beiden Vorgänger von Grausamkeit und Skrupellosigkeit geprägt gewesen war. Wenn jedoch der mächtigste Herrscher der Welt zwei potenzielle Nachfolger hatte, so musste es zwangsläufig zu Spannungen kommen.

Mit seinen sechzehn Jahren war Nero drei Jahre älter als Britannicus. Nero war nicht Claudius' leiblicher Sohn, sondern das Kind seiner Gemahlin Agrippina, die ihrerseits die Tochter von Claudius' Bruder war. Die Heirat zwischen Onkel und Nichte hatte eine Gesetzesänderung notwendig gemacht, doch die Senatoren waren gerne bereit, über eine Kleinigkeit wie Inzest hinwegzusehen, wenn sie sich damit die Gunst des Kaisers sicherten. Es hatte nicht lange gedauert, bis Claudius Nero adoptierte. Sein leiblicher Sohn Britannicus war jedoch weniger erfreut über den Stiefbruder, der zunehmend in die Favoritenrolle gelangte, da seine Mutter den Kaiser geschickt zu beeinflussen verstand. Und so hatte Claudius in den letzten Jahren seiner Regentschaft unbeabsichtigt eine Rivalität heraufbeschworen, die den Frieden in Rom bedrohte. Die Kaiserin hatte nach Claudius' Tod sofort verkündet, dass ihr Sohn der neue Kaiser sei, doch es war allgemein bekannt, dass Britannicus und seine Verbündeten die Situation nicht akzeptierten. Entsprechend besorgt verfolgte das einfache Volk den Ausgang des Konflikts.

Einige Prätorianer mit schweren Umhängen überquerten den Platz und schritten zielstrebig auf das Wirtshaus zu. Die Männer scherzten und lachten. Sie hatten allen Grund dazu, da sie die besondere Gunst eines jeden Kaisers genossen und für ihre treuen Dienste stets reich belohnt wurden. Der neue Kaiser hielt sich an diese Tradition. Jeder einzelne Prätorianer in Rom war mit einem kleinen Vermögen bedacht worden, sodass ihre Geldbeutel prall gefüllt waren. Tribonius blickte mit einem breiten Lächeln auf, als die Soldaten hereinkamen, ihre durchnässten Umhänge abnahmen und an einen Haken hängten. Dann traten sie an den Tresen und bestellten die erste Runde. Frisch geprägte Mün

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