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In den Armen des Scheichs Julia Bd. 1941 von MARINELLI, CAROL (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 19.01.2011
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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In den Armen des Scheichs

Behutsam lüftet Scheich Xavian zum ersten Mal Laylas goldenen Schleier. Und ringt erstaunt nach Atem! Denn seine Braut, die er nur aus Vernunftgründen geheiratet und nie zuvor gesehen hat, ist schöner als der hellste Wüstenstern: Den zarten Körper mit duftenden Ölen parfümiert, den Blick aus violetten Augen zu ihm erhoben, erhitzt sie sein Blut. Eine königliche Hochzeitsnacht will er ihr bereiten, sinnlich wie ein arabisches Märchen - wo doch das Reich in Laylas Armen das einzige sein könnte, das ihm bleibt, wenn jemand das Geheimnis seiner wahren Abstammung herausfindet ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 144
    Erscheinungsdatum: 19.01.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783862950287
    Verlag: CORA Verlag
    Serie: Julia Bd.1941
    Größe: 811 kBytes
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In den Armen des Scheichs

PROLOG

Layla dachte nicht daran, die Augen zu schließen, während ihre Zofen sie verschleierten, sondern beobachtete im Spiegel, wie nach und nach ihr hübsches Dekolleté, die langen, schlanken Beine und kunstvollen Henna-Tattoos hinter mehreren goldenen, mit Juwelen besetzten Stofflagen verschwanden.

Als Letztes waren das lange rabenschwarze Haar, ihr perfekt geschminktes Gesicht mit den hohen Wangenknochen und dem vollen Mund dran, bis nur noch die Augen zu sehen waren.

Beim Gedanken, dass diesmal nicht die gewohnte Erleichterung eintreten würde, wenn sie endlich wieder aus ihrer goldenen Hülle schlüpfen konnte, blinzelte sie nervös. Denn dann war sie nicht wie gewohnt zu Hause, im Palast von Haydar, sondern in der Qusay-Wüste, wo die Schleier vor den Augen ihres neuen Ehemannes fallen würden ... in ihrer Hochzeitsnacht!

König Xavian Al'Ramiz, der Mann, dem sie seit ihrer Kindheit versprochen war, hatte nach all den Jahren, in denen er ihre Existenz standhaft ignorierte, plötzlich beschlossen, sie zu seiner Braut zu machen. Nicht nur, dass Xavian durch die lange Wartezeit sie und ihr Land im Unklaren über die Zukunft ließ, Layla fühlte sich verständlicherweise auch persönlich gedemütigt.

Ihr Leben verlief - oder besser war verlaufen - in einer endlosen Warteschleife.

Sie war die Älteste in einer langen Reihe von Schwestern. Beim siebten Versuch, einen männlichen Erben zu produzieren, verstarb ihre Mutter. Layla erinnerte sich noch sehr gut daran, wie wenig die traditionsbewusste Bevölkerung von Haydar sich mit dem Gedanken abfinden konnte, eines Tages von einer Königin regiert zu werden.

Aber ihr Vater, ein weiser Mann, überzeugte den König von Qusay, stolzer Vater eines männlichen Thronfolgers, von der Idee, den Prinzen mit seiner ältesten Tochter zu verheiraten. Und der männliche Nachkomme, den sie natürlich liefern würden, sollte später, zu aller Zufriedenheit, über beide Königreiche herrschen.

Ein guter Plan, der bisher allerdings an Xavians Unentschlossenheit scheiterte, sodass Layla nach dem Tod ihres Vaters Königin von Haydar wurde. Allerdings setzten die bisherigen Regierungsberater darauf, dass sie dieses Amt nur nominell ausüben würde und sich nach ihren Ratschlägen richtete, um die Bevölkerung nicht zu verunsichern. Doch damit war die neue Herrscherin absolut nicht einverstanden.

Die Bevormundung des Ältestenrates erbitterte sie ebenso wie Xavians Desinteresse, der seinen Status als Junggeselle und Womanizer offenbar zu sehr genoss, um ihn gegen unbequeme Ehefesseln eintauschen zu wollen.

Erst der unerwartete Tod beider Elternteile zwang ihn quasi zum Handeln. Allerdings war Layla inzwischen durch die Verantwortung für ihr Land und Volk, die sie sehr ernst nahm, schneller erwachsen geworden als erwartet. Und damit natürlich auch nicht mehr bereit, die erkämpfte Position so ohne Weiteres an einen Mann abzutreten, dem weder an Haydar noch an ihr wirklich etwas lag.

Doch offensichtlich hatte der überraschende Verlust seiner Eltern den umschwärmten Playboy-Prinzen aufgeschreckt. Zum Erstaunen aller erwies er sich als der geborene Führer, der, trotz des persönlichen Verlustes, das trauernde Volk mit starker Hand um alle innenpolitischen und wirtschaftlichen Klippen schiffte, die eine derart einschneidende Katastrophe häufig mit sich bringt. In beeindruckend kurzer Zeit mauserte Prinz Xavian sich zu einem echten König, und als solcher benötigte er eine Frau an seiner Seite.

Es war ein rein geschäftlicher Deal.

Dessen war sich Layla absolut bewusst. Und trotzdem stieg so etwas wie Eifersucht in ihr auf, während sie das freie Leben ihres zukünftigen Gatten aus der Ferne verfolgte. Anstatt verärgert zu sein, beneidete sie ihn eher. Zum Beispiel um das Recht, sich Geliebte zu nehmen, wann immer ihm danach war, während sie brav in ihrem goldenen Käfig verharren und auf ihn warten musste.

Inzwischen war

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