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In den wilden Wogen des Verlangens von London, Julia (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.10.2019
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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In den wilden Wogen des Verlangens

Hellblondes Haar wie eine Nixe, das Korsett gewagt geschnürt, die meerblauen Augen voller Entsetzen: Natürlich rettet Captain Aulay Mackenzie die betörende Lottie Livingstone und ihre Leute, bevor das kleine Boot in den Fluten des Atlantiks versinkt! Obwohl der schottische Seefahrer immer glaubte, vor der Liebe gefeit zu sein, beweist Lottie ihm in seiner Koje sinnlich das Gegenteil. Allerdings darf Aulay bei aller Leidenschaft nicht vergessen, dass seine Geliebte ein gefährliches Geheimnis mit an Bord gebracht hat - schwarz gebrannten Whisky, den sie in Dänemark verkaufen möchte. Käme das heraus, wären sie alle dem Untergang geweiht ... Julia London hat sich schon als kleines Mädchen gern Geschichten ausgedacht. Später arbeitete sie zunächst für die US-Bundesregierung, sogar im Weißen Haus, kehrte aber dann zu ihren Wurzeln zurück und schrieb sich mit mehr als zwei Dutzend historischen und zeitgenössischen Romanzen auf die Bestsellerlisten von New York Times und USA Today. Sie lebt mit ihrer Familie in Austin, Texas.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 264
    Erscheinungsdatum: 08.10.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783733736620
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 2423 kBytes
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In den wilden Wogen des Verlangens

2. KAPITEL

Auf der Nordsee, zwei Wochen später

E s wehte ein schwacher Westwind, der jedoch dichte Wolken mitbrachte. Die Fahrt der Reulag Bahlhaire war bislang ohne Störungen verlaufen. Das beruhigende Heben und Senken des Schiffsbugs in den anrollenden Wellen bewies immer wieder, dass alles in bester Ordnung war.

Captain Aulay Mackenzie hörte zu, wie seine Leute sich gegenseitig Kommandos zuriefen, während sie die Segel bemannten. Er schloss die Augen und spürte die Seeluft als feinen Sprühregen auf seinem Gesicht. Der Wind zauste sein Haar. An Tagen wie diesem - aber natürlich waren ihm die strahlenden Tage voller Sonnenschein lieber - war er ganz er selbst. Hier fühlte er sich zu Hause. Er hatte sein Schiff, seine Laune und seine ganze Welt unter Kontrolle. Dies war wohl der einzige Ort auf der Welt, an dem er dieses Gefühl hatte.

Es war viel zu lange her, dass er das letzte Mal in See gestochen war - ein paar Monate, das war für ihn wie ein ganzes Leben. Der Alltag auf dem Familiensitz Balhaire machte Aulay zu schaffen. Er hatte fast sein ganzes Erwachsenenleben auf See verbracht, und an Tagen, an denen er nicht auf seinem Schiff war, fehlte ihm etwas. Auf Balhaire wusste er nichts mit sich anzufangen. Sein Vater war Chief des Mackenzie-Clans. Sein älterer Bruder, Cailen, war der Verwalter seines Vaters und vertrat ihn dem Rest der Welt gegenüber. Rabbie, Aulays jüngerer Bruder, kümmerte sich um das Tagesgeschäft auf den ausgedehnten Ländereien von Balhaire, gemeinsam mit seiner jüngsten Schwester Catriona. Seine Mutter und seine Schwester Vivienne versorgten Sozialfälle. Aber Aulay? Für ihn gab es an Land keine Aufgabe, nichts, mit dem er seinen Tag hätte ausfüllen können. Er war dort völlig nutzlos.

Sein Vater hatte als junger Mann den Grundstein für den Seehandel der Mackenzies gelegt, und unter seinem wachsamen Blick war er aufgeblüht, während seine Söhne langsam heranwuchsen. Die Schlacht von Culloden vor beinahe sieben Jahren hatte ihnen einen Dämpfer verpasst. Nach der grausamen Niederschlagung des Jakobitenaufstandes hatten zuerst die englischen Truppen unter der Bevölkerung gewütet und dann die Armut. Nach dem Wiederaufbau verlegten sich die Bauern mehr auf die Schafzucht auf dem weitläufigen Weideland und verdienten ihren Lebensunterhalt nicht mehr nur mit dem Ackerbau auf ihren kleinen Höfen. Nicht wenige Highlander suchten ihr Glück sogar in Glasgow und noch weiter weg.

Die Mackenzies von Balhaire hielten sich aus den Auseinandersetzungen heraus, verloren aber trotzdem rund die Hälfte ihres Clans. Ihr Vieh und ihr zweites Schiff wurden von der englischen Krone beschlagnahmt. Aber sie konzentrierten sich auf das ihnen verbliebene Schiff, genau wie auf den schrumpfenden Handel. Nach den letzten Reparaturen allerdings war sein Vater drauf und dran gewesen, das Handelsgeschäft ganz aufzugeben. "Es hat doch keinen Sinn", sagte er. "Die Seefahrt kostet uns mehr als sie einbringt, aye? Wir haben ganz schön was an die MacDonalds verloren, so viel ist sicher."

Wenn er so redete, bekam Aulay es mit der Angst. Er hatte keine Ahnung, wer er ohne sein Schiff war. Er wusste nicht, was er dann tun sollte.

Doch dann geschah ein Wunder. Aulay, der den Verlust von einigen Handelsgeschäften zu verkraften hatte, suchte nach neuen Möglichkeiten. Er schloss einen Vertrag mit William Tremayne aus Port Glasgow. William war zwar Engländer, aber er hatte Waren, die er loswerden wollte, und brauchte ein Schiff, mit dem er sie transportieren konnte. Aulay war Kapitän mit einem leeren Schiff. Es passte perfekt zusammen. Aber trotzdem waren sein Vater und seine Brüder gegen dieses Geschäft. Sie fanden das Risiko zu hoch, wenn er Ware für jemand anderen transportierte. Aulay versicherte ihnen, dass es kein Risiko gab. War er etwa kein guter Kapitän? Hatte er nicht unzählige Male einen Frachtraum voller Waren sicher ausgeli

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