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In der Ferne blüht die Hoffnung von Baxter, Lily (eBook)

  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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In der Ferne blüht die Hoffnung

April 1939 - Die siebzehnjährige Meg Colivet und ihre Schwester genießen die Ferien bei ihrer Tante in Oxford, nicht ahnend dass der Krieg ihre unbeschwerte Jugend bald beenden wird. In Oxford trifft Meg auf den deutschen Studenten Rayner Weiss, in den sie sich Hals über Kopf verliebt. Doch plötzlich stehen sich Großbritannien und Deutschland im Krieg gegenüber und nichts ist mehr wie es war. Der Konflikt in Europa schreitet immer weiter fort, die Grundversorgung wird schwieriger, das tägliche Leben härter und die Bedrohung jeden Tag größer. Mitten in diesen Kriegswirren trifft Meg erneut auf Rayner - mittlerweile deutscher Offizier - und die beiden riskieren ihr Leben für ihre Gefühle. Hin- und hergerissen zwischen ihrer Liebe zu Rayner und der Verpflichtung ihrer Familie und ihrem Heimatland gegenüber muss Meg eine schwierige Entscheidung treffen-

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 480
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732516391
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Größe: 1416 kBytes
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In der Ferne blüht die Hoffnung

Kapitel Zwei

A ls Meg aus hellem Sonnenschein ins kühle Innere des Hotel Mitre trat, brauchte sie ein paar Sekunden, um sich an das gedämpfte Licht im Foyer zu gewöhnen. Ehrfürchtig bestaunte sie die Deckenbalken aus Eiche, die dem Ambiente Gediegenheit verliehen, aber eben auch viel Licht schluckten. "Das ist ja richtig alt", meinte sie leise, mehr zu sich selbst als zu Schwester und Tante, die weit weniger ehrfürchtig schienen.

"Bis 1926 war das Haus eine Postkutschenstation", erklärte Josie mit wissendem Lächeln. "So, Mädchen, das war dann eure Geschichtsstunde für heute. Mein Göttergatte wäre stolz auf mich. Ständig sagt er, ich hätte die Aufmerksamkeitsspanne eines Goldfischs, und gerade eben habe ich wieder einmal das Gegenteil bewiesen. Aber jetzt lasst uns Ausschau nach den Jungs halten. Die ganze Einkauferei hat mir ordentlich Appetit aufs Mittagessen gemacht." Sie führte die Mädchen durch den Empfangsbereich ins Restaurant, wo sie dem Oberkellner ihren Namen nannte. Mit einer höflichen Verbeugung geleitete er sie an einen Tisch im hinteren Bereich des Speisesaals.

Als David Tante und Schwestern kommen sah, stand er auf, und Meg, die allen Anstand vergaß, stürzte auf ihn zu und fiel ihm um den Hals. "Das ist ja wirklich Ewigkeiten her, dass du zu Hause warst. Ich hab dich ja so vermisst!"

Er lachte und legte ihr den linken Arm um die Schulter. "Ich hab dich auch vermisst, Meg." Er streckte Adele die Hand hin. "Na, und du, Addie, wirst wohl keine große Show abziehen, was?"

Sie lächelte. "Aber nein, natürlich nicht, aber ich freue mich, David, dass du so gesund und munter aussiehst."

"Jetzt bin ich aber dran", sagte Josie, trat vor und küsste ihn auf die Wange. "Willst du die holde Weiblichkeit denn nicht deinen Freunden vorstellen? Walter kenne ich natürlich."

Es lag ein Hauch von Koketterie in dem Lächeln, mit dem Josie Davids Kommilitonen bedachte. Meg merkte sofort, dass der Charme ihrer Tante Walter nicht entgangen war. Auch nicht seinen beiden Begleitern, die aufsprangen und darauf warteten, vorgestellt zu werden.

"Wie schön, Sie wiederzusehen, Mrs. Shelmerdine", sagte Walter und wurde rot.

"Sagen Sie bitte Josie zu mir. Mrs. Shelmerdine! Solchen Unsinn will ich nicht hören." Ihre Aufmerksamkeit wurde auf einen breitschultrigen jungen Mann gelenkt. Meg fand, er wäre genau der Typ Mann, der sich als Captain des Cricketteams hervortat oder als Ruderer selbstredend im Oxford-Achter bei der jährlichen Regatta gegen Cambridge säße.

"Das ist mein guter Freund Frank Barton, Tante Josie", sagte David und trat beiseite, um Frank die Möglichkeit zu geben, ihr die Hand zu schütteln, die sie schon ausgestreckt hatte. "Frank, das ist meine Tante Josie Shelmerdine, und das sind meine Schwestern Adele und Meg."

"Guten Tag, freut mich sehr." Für Megs Geschmack war Franks Händedruck ein wenig zu herzhaft, und er schwenkte ihren Arm auf und ab wie einen Pumpenschwengel. Ihr fiel natürlich sofort auf, dass sein Blick vornehmlich Adele galt und nur kurz auf ihr und ihrer Tante geruht hatte. Aber das war schließlich nur zu erwarten gewesen. Wohin auch immer Addie ging, alle drehten sich nach ihr um.

David schien Franks offenkundiges Interesse nicht zu bemerken. Aber vielleicht war er auch schon daran gewöhnt, dass seine Freunde auf der Stelle von seiner hübschen Schwester eingenommen waren. Für Meg war es nichts Neues, in zweiter Reihe zu stehen, und als sie Walters Blick auffing, glaubte sie, eine Andeutung von Mitgefühl in seinem Lächeln zu erkennen. Er ist nett, fand sie. Ja, er war ihr durchaus sympathisch. Er sah aus wie ein zu groß geratener Schuljunge, hatte ein frisches Gesicht, und in seinen grauen Augen lag stets ein freundliches Lächeln. Wenn Frank der lässige Typ feiner Kerl war, dann gehörte Walter zum empfindsameren Typ Mann, jemand, der Tiere liebte und an den man sich stets in einem Krisenmoment we

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