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Insel hinter dem Regenbogen von Richards, Emilie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.05.2011
  • Verlag: MIRA Taschenbuch
eBook (ePUB)
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Insel hinter dem Regenbogen

Happiness Key wird für die verwöhnte Tracy ein Ort der Entscheidung. Geld - oder Liebe?

Die Ehe kaputt, das Vermögen weg, der Exmann im Gefängnis - die verwöhnte Tracy Deloche muss sich von ihrem Luxusleben verabschieden. Nur etwas Land auf Happiness Key ist ihr geblieben, einer Insel vor Florida mit ein paar Strandhäusern. Dort wohnen drei Frauen, mit denen Tracy nichts zu tun hat. Am besten wäre es, alles an einen Bauspekulanten zu verkaufen, glaubt sie. Aber die Zeiten sind schlecht, die Inselbewohnerinnen werden unerwartet zu Freundinnen ... und dann ist da noch Marsh Egan. Der attraktive Rechtsanwalt setzt sich leidenschaftlich für den Umweltschutz ein und will Happiness Key unbedingt retten. Tracy muss sich entscheiden: Für oder gegen Marsh, für oder gegen Freundschaft - für oder gegen das Glück.

Emilie Richards begann mit dem Schreiben, als ihr erster Sohn Brendan ein Baby war. Er, die beiden anderen Söhne und ihre Adoptivtochter sind auch die Namensgeber einiger ihrer Helden und einer Heldin in Emilies Romances. Emilie hat Familienpsychologie studiert. Die Faszination von Familien, ihr Zusammenhalt und auch ihre Differenzen sind immer wiederkehrende Themen in ihren Romanen. Emilies Mann, mit dem sie seit 30 Jahren verheiratet ist, ist Pfarrer. Wer sagt, dass nicht auch Pfarrer die Helden von Liebesromanen sein können? Emilie hat darüber geschrieben! Im Laufe der Jahre ist die Familie beruflich bedingt oft umgezogen. Außerdem reisen sie alle leidenschaftlich gern. Jeder neue Ort bekam von Emilie, was er verdiente: Er wurde Schauplatz einer fesselnden Romance. Ein längerer Aufenthalt in Australien erwies sich als besonders fruchtbar: Gleich fünfmal diente der Kontinent Emilie als Handlungsort! Ein historisches Ereignis in Louisiana - ein Sturm hatte 1893 ein kleines Dorf zerstört, einzig eine silberne Kirchenglocke blieb bestehen - beeindruckte Emilie so, dass sie nach einem Friedhofsbesuch nicht mehr aufhören konnte, darüber nachzudenken. Ihre Fantasie wurde so angeregt, dass sie schließlich einen Roman darüber schreiben musste. Sie ist überzeugt, dass praktisch jeder Ort sie zu einer romantischen Story inspirieren kann. Das Frustrierende ist bloß, all die Gedanken jeweils in einem einzigen Buch unterzubringen. Aber am Ende eines langen arbeitsreichen Tages, wenn alles so auf dem Papier steht, wie sie es haben wollte, ist sie überzeugt, dass sie den besten Beruf der Welt hat.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 656
    Erscheinungsdatum: 01.05.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783862780488
    Verlag: MIRA Taschenbuch
    Originaltitel: Happiness Key
    Größe: 856 kBytes
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Insel hinter dem Regenbogen

2. KAPITEL

Z um Frühstück aß Rishi am liebsten Cornflakes. Die Marke war ihm egal. Meist nahm Janya im Laden die Sorte, die gerade im Angebot war. Ihr Ehemann mochte Cornflakes, die möglichst süß und leicht wie eine Wolke waren. Dann tränkte er sie mit viel Milch, bis alles zu einer dickflüssigen Masse wurde. Doch vielleicht war das - wie so vieles andere - ihre Schuld. Vielleicht würde Rishi ein nahrhafteres Frühstück zu sich nehmen, wenn sie sich die Mühe machen würde, einige der Speisen zuzubereiten, die schon ihre Mutter morgens serviert hatte.

Janya träumte von den Morgen, als sie noch ein Kind gewesen war. Dampfende, mit masala gewürzte Milch und poha, ein Gericht aus geschlagenem Reis, serviert mit Kokosnussraspeln. Sie sehnte sich nach idli, den leckeren Reisküchlein, die man in sambar, eine feurige Soße, tauchte. Und sie wünschte sich die würzigen Omelettes ihres Kochs, zu denen eine Auswahl von Broten gereicht wurde, die entweder gegrillt oder gebacken waren. Manchmal stellte sie sich vor, morgens eine Platte mit verschiedenen Obstsorten zu genießen. Mangos und Papayas, Granatäpfel und besonders chikku mit dem süßen Fruchtfleisch, das nach Karamell schmeckte. Leider hatte sie diese Früchte in Florida noch nie gesehen.

Doch Rishi war solche Speisen nicht gewohnt, also vermisste er sie auch nicht. Die Tante in Massachusetts, bei der er aufgewachsen war, hatte solche Köstlichkeiten für ihre eigene Familie nur selten zubereitet - und noch seltener für Rishi. Rishi war der verwaiste Neffe ihres Ehemannes gewesen, und seine Tante war verpflichtet gewesen, ihm ein Heim zu bieten. Doch sie war nicht verpflichtet gewesen, ihn zu lieben wie ihre eigenen Söhne.

Jetzt war Janya für Rishi verantwortlich, und auch sie musste ihm ein Heim bieten. Aber sie musste ihn nicht lieben, wie sie den Mann geliebt hatte, den sie einst verloren hatte. Janya erfüllte lediglich das, was laut ihres Ehevertrages absolut notwendig war. Sie teilte die Wohnung mit Rishi, hielt sie sauber und sorgte für warme Mahlzeiten. Sie teilte sogar das Bett mit Rishi, doch sie konnte ihr Herz nicht mit ihm teilen. Und sie konnte auch sein Herz nicht annehmen, obwohl sie wusste, dass er sich das wünschte.

An diesem Morgen war Rishi früh zur Arbeit gegangen, ohne sich die Zeit zu nehmen, seine Cornflakes zu essen oder sich eine Tasse Kaffee zu kochen. Als sie von ihrem frühmorgendlichen Spaziergang in das ruhige kleine Haus zurückkehrte, das ein wenig nach Weihrauch und verrottendem Holz roch, war er bereits aufgestanden und weggefahren. Erleichtert, dass sie keine nichtssagende Konversation betreiben musste, duschte sie. Dann zog sie sich einen gemütlichen salwar kamiz an, eine bestickte lange Baumwollbluse mit einer Hose, die an den Knöcheln eng geschnitten war. Und bevor sie es sich noch einmal anders überlegte, warf sie einen Blick auf den Busfahrplan, schloss dann die Tür ab und ging die Straße entlang, die die Halbinsel teilte, auf der ihre Häuser standen.

Janya war froh, dass sie an keinem der Nachbarhäuser vorbeigehen musste, auch wenn es unwahrscheinlich war, dass einer ihrer Nachbarn sie auf einen Plausch anhielt - bis auf Mr. Krause vielleicht. Der Weg zur Bushaltestelle war lang und anstrengend, und wenn sie später nach Hause kommen würde, würde die Sonne jeden Schritt zu einer Qual machen. Wenigstens stand die Bank an der Haltestelle im Schatten unter einem großen Banyanbaum.

Sie wartete allein und beobachtete die Autos, die mit offenem Verdeck und aufgedrehten Radios vorbeisausten. Nur wenige Menschen nutzten in Palmetto Grove den Bus, und deshalb fuhr er auch nur selten. Die Leute hingen nicht halb aus den offenen Türen oder bedrängten und schubsten ihre Mitfahrer wie zu Hause in Indien. Janya bekam immer einen Sitzplatz. Nie lehnte sich jemand an sie, und auch Kleinkinder zupften nicht an ihren Kleidern herum.

Wenn der Bus s

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