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Invasion - Das Opfer (5) Roman von Andrews, T. J. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.04.2016
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Invasion - Das Opfer (5)

Die fünfte Episode aus 'Invasion', dem neuen Roman von Simon Scarrow Britannien, A. D. 45: Eine unheimliche Sekte von Druiden bedroht den Eroberungskampf der römischen Legionen. Optio Figulus tritt seine schwerste Mission an: Er muss sich tief hinter die feindlichen Linien begeben, um seine Männer aus den Fängen des Druidenkults zu befreien ... Simon Scarrow wurde in Nigeria geboren und wuchs in England auf. Nach seinem Studium arbeitete er viele Jahre als Dozent für Geschichte an der Universität von Norfolk, eine Tätigkeit, die er aufgrund des großen Erfolgs seiner Romane nur widerwillig und aus Zeitgründen einstellen musste.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 100
    Erscheinungsdatum: 11.04.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641169930
    Verlag: Heyne
    Serie: Invasion 5
    Größe: 2101 kBytes
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Invasion - Das Opfer (5)

KAPITEL 1

Lindinis, A.D. 45

L autes Gegröle erhob sich aus der Menge, als der Gefangene die provisorische Arena betrat. Nervös musterte der Rebellenkrieger die Zuschauer auf den Erdwällen.

Von seiner Position hoch oben auf dem Holzgerüst sah Optio Horatius Figulus zu, wie zwei Sanitäter die Leiche eines vorherigen Kämpfers wegschleiften. Blut quoll aus einer tiefen Wunde in der Brust des getöteten Briten und hinterließ eine feucht schimmernde Spur im Gras. Der hagere Gefangene blieb abrupt stehen, als sein Blick auf den toten Kämpfer fiel, doch sofort schob ihn einer der diensthabenden Legionäre weiter in die Arena hinein. Sein Gegner stand ein paar Schritte entfernt. Er war ein riesiger Durotriger, dessen nackte Brust mit kräftigen Muskeln bedeckt war, die jedoch unter einem Gewirr von Tätowierungen fast zu verschwinden schienen. Der Mann umfasste das Kurzschwert in seiner rechten Hand fester und starrte den neuen Herausforderer drohend an. In mehreren unbarmherzigen Kämpfen auf Leben und Tod hatte der Schwertkämpfer bereits drei Gegner niedergemacht, weshalb er als Sieger weiterkämpfen durfte. Langsam verstummte die Menge in Erwartung der letzten Runde der Spiele an diesem Tag.

"Das hier wird ganz schnell vorbei sein", sagte Legionär Vatia. "Dieser magere Kerl hat so wenig zu hoffen wie ein Lebender im Hades. Nicht gegen einen so verdammt riesigen Bastard."

Figulus rieb sich das stoppelige Kinn, während er die Kämpfer mit dem erfahrenen Auge eines Soldaten abzuschätzen versuchte. Der Schwertkämpfer war mehrere Zoll größer und weitaus kräftiger als sein Gegner. Doch die Mühen der vergangenen Kämpfe hatten ihren Tribut von dem Durotriger gefordert, und er sah müde aus. Deutlich sichtbar hob und senkte sich seine muskulöse Brust, als er Atem holte.

"Ich glaube, der Herausforderer hat eine Chance."

"Dieser magere Pissestrahl?", platzte Vatia heraus.

Figulus nickte. "Geschwindigkeit geht immer vor Kraft, Legionär", sagte er und dachte an die Worte seines gefallenen Freundes Blaesus.

Vatia stieß ein verächtliches Schnauben aus. "Entschuldige, Herr, aber man wird eher einen ehrlichen Mann im Senat finden, als dass diese hagere Bohnenstange gewinnt."

Figulus betrachtete seinen Kameraden und lächelte. Decimus Artorius Vatia war einer der wenigen verbliebenen Legionäre aus der Einheit unter dem Kommando des Optio. Der kleine, kräftige Mann war in den Elendsvierteln um den Aventin in Rom aufgewachsen. Er trat oft ziemlich großspurig auf, hielt nie mit seiner Meinung hinter dem Berg und war selten um einen schmutzigen Witz verlegen.

"Dann hältst du dich wohl für einen Experten, mein Junge?"

"Herr, wenn es ein Thema gibt, bei dem ich wirklich Bescheid weiß, dann sind das die Gladiatorenkämpfe. Früher habe ich Eintrittskarten zum Statilius-Taurus-Amphitheater geradezu gesammelt. Im Laufe der Jahre habe ich alle großen Kämpfer gesehen." Er zählte die Gladiatoren an seinen Wurstfingern auf. "Britomaris, Tetraites ... und sogar Pavo. Deshalb glaube ich, dass der Schwertkämpfer problemlos den nächsten Sieg einfahren wird." Ein Grinsen erschien auf seinem runden Gesicht. "Vielleicht möchtest du ja auf deinen Mann wetten?"

Figulus zögerte. Für einen Augenblick war er versucht, die Wette anzunehmen, doch dann siegte die Vernunft. Im Laufe der langen Wintermonate in Britannien hatte er bereits einen großen Teil seines Solds beim Würfelspiel verloren und konnte es sich nicht leisten, seine überaus bescheidenen Ersparnisse weiter anzugreifen. Er schüttelte den Kopf.

"Vielleicht ein andermal, Bürschchen."

"Solange ich einen guten Kampf zu sehen bekomme, ist mir scheißegal, wer gewinnt", murmelte Pulcher, ein weiterer Legionär aus der Einheit des Optio. "Bisher hat die Hälfte dieser Typen absolut nichts getaugt. Ich habe schon griechische Schulkinder besser kämpfen sehen."

Figulus wandte sich wi

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