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Irische Ballade von Richards, Emilie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.09.2011
  • Verlag: MIRA Taschenbuch
eBook (PDF)
6,99 €
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Irische Ballade

Nur zu gern nimmt die 23jährige Peggy die Einladung ihrer Tante an, einige Wochen auf dem ehemaligen Familiencottage in Irland zu verbringen. Sie hofft, dort ein wenig Ruhe für sich und ihren an Autismus leidenden Sohn Kieran zu finden. Doch schon bald schlägt nicht nur das Land ihrer Vorfahren Peggy in ihren Bann, sondern auch der unzugängliche Finn O'Malley. Der ehemalige Arzt kommt nicht über den tragischen Tod seiner Frau hinweg, an dem er sich die Schuld gibt ... Peggy bemüht sich vergeblich um den attraktiven Mann - bis es ihre eigene, fast hundert Jahre zurückliegende Geschichte ist, die die beiden einander unvermutet näher bringt. Ein zärtlicher Roman um die schicksalhafte Begegnung zweier Menschen, die über Kontinente hinweg füreinander bestimmt sind.

Emilie Richards begann mit dem Schreiben, als ihr erster Sohn Brendan ein Baby war. Er, die beiden anderen Söhne und ihre Adoptivtochter sind auch die Namensgeber einiger ihrer Helden und einer Heldin in Emilies Romances. Emilie hat Familienpsychologie studiert. Die Faszination von Familien, ihr Zusammenhalt und auch ihre Differenzen sind immer wiederkehrende Themen in ihren Romanen. Emilies Mann, mit dem sie seit 30 Jahren verheiratet ist, ist Pfarrer. Wer sagt, dass nicht auch Pfarrer die Helden von Liebesromanen sein können? Emilie hat darüber geschrieben! Im Laufe der Jahre ist die Familie beruflich bedingt oft umgezogen. Außerdem reisen sie alle leidenschaftlich gern. Jeder neue Ort bekam von Emilie, was er verdiente: Er wurde Schauplatz einer fesselnden Romance. Ein längerer Aufenthalt in Australien erwies sich als besonders fruchtbar: Gleich fünfmal diente der Kontinent Emilie als Handlungsort! Ein historisches Ereignis in Louisiana - ein Sturm hatte 1893 ein kleines Dorf zerstört, einzig eine silberne Kirchenglocke blieb bestehen - beeindruckte Emilie so, dass sie nach einem Friedhofsbesuch nicht mehr aufhören konnte, darüber nachzudenken. Ihre Fantasie wurde so angeregt, dass sie schließlich einen Roman darüber schreiben musste. Sie ist überzeugt, dass praktisch jeder Ort sie zu einer romantischen Story inspirieren kann. Das Frustrierende ist bloß, all die Gedanken jeweils in einem einzigen Buch unterzubringen. Aber am Ende eines langen arbeitsreichen Tages, wenn alles so auf dem Papier steht, wie sie es haben wollte, ist sie überzeugt, dass sie den besten Beruf der Welt hat.

Produktinformationen

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Irische Ballade

1. KAPITEL

Peggy Donaghue vermied es nach Möglichkeit, den Parkplatz des Whiskey Island Saloon zu benutzen. Was nicht gerade einfach war, weil der direkt vor ihrem Haus lag. An Tagen, wo sie keine Lücke auf der Straße fand, nutzte sie notgedrungen die reservierte Stelle in der Nähe des Hintereingangs und hastete von dort zur Küchentür. Sie war nicht abergläubisch. Doch man musste das Schicksal auch nicht herausfordern.

Es sei denn, die Umstände verlangten es.

Der junge Mann direkt hinter ihr räusperte sich. "Ganz schön stürmisch, Miss D. Sie brauchen nicht hier draußen zu bleiben. Es wird schon nichts passieren, ich versprecht Ihnen."

Peggy strich sich das lange kastanienbraune Haar zurück und drehte es zu einem Pferdeschwanz, damit ihr die Strähnen nicht ins Gesicht wehten. Über die Schulter blickte sie zu dem großen, schlaksigen Jungen, der sich offensichtlich unwohl in seiner Haut fühlte und ihr nicht in die Augen sah. Das konnte sie verstehen. Josh hatte zum ersten Mal ein Auto gestohlen. Und er hoffte, genauso wie Peggy, dass der Besitzer das Verschwinden seines brandneuen Honda Civic nicht bemerkte.

"Ich vertraue dir, Josh. Und sogar denen da." Peggy deutete mit einer Kopfbewegung in Richtung einer Gruppe von vier Jugendlichen, die gerade an dem Auto klebte wie die heiße Butter am Pierogi Spezial vom Freitagsmenu des Saloons. "Aber ich bleibe hier, für den Fall, dass sie mich brauchen."

"Nick hat sich in seinem Arbeitszimmer eingeschlossen. Wenn er so drauf ist, kriegt er nichts mit. Er wird's nicht erfahren." Joshs Tonfall verriet, dass er sich nicht ganz so sicher war, wie er behauptete.

"Er hat wahrscheinlich jede Menge zu tun, bevor er wegfährt."

Peggy entdeckte eine wohlbekannte Gestalt, die zwischen den Reihen von geparkten Wagen auf sie zukam. Die schlanke Rotblonde war unverwechselbar - und gehörte zur Familie. "Oh, oh, man hat uns erwischt", sagte sie In Ihrer besten Jimmy-Cagney-Imltatlon. "Jetzt droht uns der Galgen, Scarface."

Joshs bleiche Wangen röteten sich. "Ich muss abhauen. Winston wird dafür sorgen, dass alles funktioniert. Falls Nick doch was merkt, verschwinde ich lieber ..."

Peggy winkte ihn weg. "Geh schon. Ich höre mir den Vortrag allein an."

Josh war die Erleichterung anzusehen, und er machte sich davon. Dabei vermied er, Peggys älterer Schwester zu begegnen, indem er an der hinteren Autoreihe vorbeischlich und sich seinen Weg über verstreute Plastikbeutel und Zeitungspapier aus einem umgekippten Abfallcontainer bahnte.

Casey Donaghue Kovats stellte sich neben Peggy und beobachtete einen Moment die Gruppe von Jugendlichen, die eine Reihe von Feuerwerkskörpern an der hinteren Stoßstange von Niccolo Andreanis Wagen befestigte. Der silberfarbene Civic war in der Nähe des Hintereingangs zum Saloon geparkt, sodass man ihn von der Straße aus nicht sehen konnte.

"Du lässt zu, dass die Kids Feuerwerkskörper ans Auto hängen? Hast du nicht beim Notfalldienst gearbeitet, um zu wissen, wie gefährlich die Dinger sind?"

"Kein ,Hallo, wie geht's, ist es nicht ziemlich windig heute'?"

"Peggy, bist du verrückt geworden?"

"Feuerwerkskörper sind gefährlich, ja. Das sind aber nur Knallfrösche, und die können nicht mehr Schaden anrichten als Blechbüchsen oder alte Schuhe."

"Megan wird einen Anfall kriegen."

"Das hoffe ich doch. Wir haben uns ganz schön viel Mühe gegeben." Peggy winkte einem der Jugendlichen zu, ein hübscher Afro-Amerikaner mit sorgfältig frisierten Rastalocken, der eine Rolle Klebeband über das Handgelenk geschoben hatte. "Winston, kannst du bitte mal Casey davon überzeugen, dass Nicks Auto nicht in die Luft geht?"

Der Junge verließ seinen Posten, von dem aus er die Aktionüberwacht hatte, und kam zu den beiden Schwestern herüber. "Echt, Miss K. Da passiert nichts, wird nur ein bisschen krachen."

Casey sah immer noch nicht überzeugt aus. "I

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