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Irrwege der Liebe Roman von Cookson, Catherine (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.01.2016
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Irrwege der Liebe

Eine junge Frau kämpft um ihr Glück Seit dem frühen Tod ihrer Eltern lebt die junge Bridget auf dem Landsitz ihrer Verwandten. Da sie ein großes Vermögen erben wird, soll sie Laurence, den Sohn ihrer Pflegeeltern, heiraten. Sie glaubt auch, Laurence zu lieben, doch dann macht sie eine schreckliche Entdeckung. Catherine Cookson wurde 1906 in der englischen Kleinstadt Tyne Dock geboren und wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Bereits als Sechzehnjährige verfasste sie Kurzgeschichten. Mit vierzig Jahren begann sie über das Leben der Arbeiterklasse im Nord-Osten Englands zu schreiben und ihr teilweise autobiographischer Roman 'Our Kate' wurde 1950 ein großer Erfolg. Ihre Romane wurden in mehr als 12 Sprachen übersetzt, einige sind verfilmt worden. 1993 wurde sie von Königin Elizabeth II. in den Stand einer 'Dame of the British Empire' erhoben. Insgesamt hat sie fast 90 Romane veröffentlicht. Catherine Cookson starb im Juni 1998.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 100
    Erscheinungsdatum: 28.01.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641181055
    Verlag: Heyne
    Größe: 1247 kBytes
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Irrwege der Liebe

ZWEI

Kurz bevor der Zug einlaufen sollte, spazierte Sarah Overmeer am Arm ihres Gatten den Bahnsteig entlang, so dass Laurence und Bridget zum ersten Mal an diesem Tag allein waren. Bis dahin hatte Sarah ihnen keine Gelegenheit gegeben, ein privates Wort zu wechseln. Falls Laurence das bemerkt hatte, hatte er jedenfalls nicht protestiert. Es schien, als sei er blind für die Taktik seiner Mutter oder als kümmere sie ihn nicht. Seitdem er Bridget beim Frühstück mit einem Kopfnicken und der für ihn eher unüblichen Frage nach ihrer Nachtruhe begrüßt hatte, hatte er nicht mehr mit ihr gesprochen. Vom Frühstück bis zu dem Augenblick, da Ned Ryder, der Bursche, mit dem Wagen vorgefahren war, hatte er sich mit seinem Vater ins Arbeitszimmer zurückgezogen. Und während der Fahrt von Balderstone nach Durham saß er am Steuer und sein Vater auf dem Beifahrersitz.

Nun sah er Bridget geradewegs ins Gesicht und fragte: "Möchtest du mir irgendwelche Fragen stellen?"

"Nein, Laurence."

"Das solltest du aber."

"Ich glaube, was du mir gestern Abend am Teich gesagt hast."

"Was habe ich denn gesagt?"

"Dass ich in deinem Leben die Einzige bin."

"Ach das. Natürlich."

"Ist das wahr?"

Er neigte langsam den Kopf und sagte: "Ja, das ist wahr."

"Dann spielt alles andere keine Rolle, oder, Laurence?"

Da nahm er ihre Hand und sagte fast traurig: "Du bist süß, Bridget, und gutgläubig und auch faszinierend. Ändere dich nicht. Versprich mir, dass du dich niemals ändern wirst."

Plötzlich wurde es unruhig auf dem Bahnsteig, die Menschen kamen in Bewegung und Sarah und Vance Overmeer tauchten wieder auf.

"Auf Wiedersehen, Vater."

"Auf Wiedersehen, Mutter." Sarah hielt Laurence ihre Wange hin.

Dann wandte sich Laurence wieder Bridget zu. Er beugte sich zu ihr hinab und küsste sie leicht auf den Mund. Kurz bevor er das Abteil betrat, schenkte er allen noch ein Lächeln und sagte: "Das ist das erste Mal, dass ich für eine Reise von nur fünf Tagen bis zum Zug begleitet werde. Hoffentlich ist es kein schlechtes Omen."

"Tu nur, was wir besprochen haben, dann wird nichts Schlimmes passieren." Vance war vorgetreten und blickte seinem Sohn in die Augen, während er leise hinzufügte: "Tu dein Bestes."

Durch die breiten Fenster des Abteils beobachtete Bridget, wie Laurence zu seinem Platz geführt wurde. Nachdem er sich gesetzt hatte, nahm der Zug wieder Fahrt auf und Laurence drehte sich winkend zu ihnen um; dann schaute er Bridget in die Augen, legte die Finger an die Lippen und warf ihr einen Kuss zu. Es war eine so leichte, lockere Geste, dass ein froher Schauer sie durchrann und sie ihm auf die gleiche Weise antwortete.

Sie sah dem Zug hinterher, und als sie sich umdrehte, stellte sie fest, dass Sarah Overmeer sie anlächelte. Bridget wusste, dass ihre Tante zufrieden war. Das hätte sie sogar bemerkt, wenn sich die ältere Frau nicht dazu herabgelassen hätte, sich auf dem kurzen Weg vom Bahnsteig zum Wagen bei ihr unterzuhaken.

Sarah Overmeers Zufriedenheit zeigte sich auch auf der Fahrt von Durham nach Newcastle, bei der sie von Zeit zu Zeit den Kopf wandte und Bridget anlächelte. Und jedes Lächeln erinnerte an das Geheimnis, das sie teilten: das von Laurence, der wie sein Vater war, sich jedoch ändern würde, wenn sie verheiratet waren.

Während der gesamten Einkaufstour und auf dem langen Weg zurück nach Balderstone wiederholte Bridget im Stillen unablässig Tante Sarahs Worte: Wenn ihr erst einmal verheiratet seid, wird alles gut werden.

Gegen halb sechs kamen sie wieder in Balderstone an und nach einer Tasse Tee im Salon verkündete Sarah Overmeer, sie sei recht müde und werde sich bis zum Dinner ein wenig ausruhen. Was Bridget noch vorhabe?

"Hochgehen und John Gesellschaft leisten, bis es Zeit zum Abendessen ist", hatte Bridget geantwortet, woraufhin MacKay, der g

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