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Jahre der Sehnsucht von Davis, Suzannah (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 07.04.2018
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Jahre der Sehnsucht

Die wagemutige Hubschrauberpilotin Bliss riskiert viel in ihrem gefährlichen Beruf, aber privat vermeidet sie jegliche Turbulenzen. Erst als sie Logan, mit dem sie zusammen aufgewachsen ist, wieder sieht, weiß Bliss, warum sie sich bisher nie auf eine feste Bindung einließ. Ihr Herz hat nur auf Logan gewartet ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 130
    Erscheinungsdatum: 07.04.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783733756383
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 1644 kBytes
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Jahre der Sehnsucht

1. KAPITEL

"Hast du nicht gehört, Logan? Ich finde, wir sollten heiraten."

Logan Campbell betrachtete amüsiert die Frau an seinem Arm. "Aber, Cammela! Dann müsste ich dir ja mehr Beachtung schenken."

Die Blondine schmollte. "Du bist ein Scheusal!"

"Wäre ich keines, würdest du dich nicht für mich interessieren."

Cammela Chastan warf ihm einen scharfen Blick zu, beherrschte sich jedoch. "Es muss lästig sein, immer recht zu haben", bemerkte sie lachend. Die Smaragde an Ohrläppchen und Hals funkelten mit ihren Augen um die Wette.

Logan betrachtete die vornehmen Gäste, die sich im Gaspard House in der historischen St. Charles Avenue von New Orleans eingefunden hatten und sich in den weitläufigen Räumen und dem gepflegten Park aufhielten. Jedes Jahr im September wurde die Spendengala seiner Mutter für die New Orleans Symphonie ein rauschender Erfolg. Valerie Gaspard Campbell war nach wie vor die Königin der Gesellschaft im "Big Easy", und Logan hatte sich daran gewöhnt, dass wegen eines guten Zweckes die häusliche Ruhe gestört wurde.

Lästig dagegen war Cammelas zunehmend besitzergreifende Art. Es war höchste Zeit, diese Beziehung wie alle anderen in den fünfunddreißig Jahren seines Lebens zu beenden. Daran änderte auch nichts, dass Freunde und Angehörige fanden, sie beide wären ein perfektes Paar. Perfektion langweilte Logan, und Gefühle spielten für ihn keine Rolle. Viele Frauen hätten sogar geschworen, dass er gar kein Herz besaß.

Es sollte ihm nicht schwerfallen, mit Cammela ganz zivilisiert Schluss zu machen. Schließlich war er von Anfang an ehrlich zu ihr gewesen, und sie hatte gewusst, dass er kein Mann für die Ehe war. Wieso glaubten Frauen eigentlich immer, einen Mann bekehren zu können, bloß weil sie sich selbst nach einem Nest sehnten? Natürlich war es Cammela nur darum gegangen, dass Logan ihr ein goldenes Nest bieten konnte. Insofern brauchte er kein schlechtes Gewissen zu haben.

Er nahm zwei Sektkelche vom Tablett eines Kellners und reichte einen seiner Begleiterin. "Es hat auch Vorteile, wenn man recht hat", bemerkte er lächelnd.

"Zum Beispiel ein Vergleich über eins Komma zwei Millionen Dollar mit Merchant Petroleum?", fragte eine vertraute Stimme hinter ihm.

Ein Mann mit dunkler Haut, dunklem Haar und dunklen Augen, ein typischer Nachfahre der Kreolen von Louisiana, klopfte Logan auf die Schulter. Der maßgeschneiderte Abendanzug passte zwar nicht zu ihm, doch das überspielte er mit Herzlichkeit und Temperament.

"Hallo, Remy", begrüßte Logan seinen alten Freund Remy Hebert, der eine sehr erfolgreiche PR-Firma besaß.

"Gratuliere! Habe gehört, der Goldjunge hat wieder zugeschlagen."

"Danke. Ich habe nur meine Arbeit erledigt." Den Beinamen "Goldjunge", der noch aus der Hochblüte seiner Tenniskarriere stammte, hatte Logan nie gemocht. Vielleicht deshalb, weil darin der Spott seines Vaters anklang, der Tennis als Sport für "Weichlinge" betrachtete.

"Black Jack" Campbell ließ nur Football gelten und war enttäuscht, dass keiner seiner beiden Söhne sich dafür entschied. Logans Bruder Russ hatte gar keine Zeit für Sport gehabt. Die Brüder waren erst neun gewesen, als Jack und Valerie sich trennten. Danach war Russ mit seinem Vater von einer Ölbohrstelle zur anderen gezogen.

Logan war als Amateursportler ein Champion gewesen und hätte sogar Profi werden können. Wegen Jacks offener Ablehnung hatte er stattdessen Jura gewählt. Doch Jack war auch damit nicht einverstanden gewesen. Letztlich hatte Logan irgendwie sein Leben lang um Anerkennung durch seinen Vater gerungen.

Er schob diese unangenehmen Gedanken beiseite. Schließlich konnte er froh sein, in geordneten Verhältnissen aufgewachsen zu sein. Er hatte die besten Schulen von New Orleans besucht und reiche und mächtige Leute kennen gelernt.

Auf Wunsch der geschiedenen Eltern hatten die Zwillingsbrüder jeweils im Sommer die Plätze getauscht.

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