text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Jennifer von Henderson, Dee (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.03.2015
  • Verlag: Verlag der Francke-Buchhandlung
eBook (ePUB)
7,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Jennifer

Jennifer O'Malley ist Kinderärztin mit Leib und Seele und außerdem die Jüngste von sieben Geschwistern. Für ein Privatleben bleibt da nicht viel Zeit. Doch das ändert sich, als sie dem attraktiven Chirurg Tom Petersen begegnet. Ihm zuliebe beginnt Jennifer, sich mit dem Glauben an Gott auseinanderzusetzen. Die Zukunft liegt verheißungsvoll vor ihr - wäre da nicht eine Diagnose, die ihr Leben völlig auf den Kopf stellt ... Das letzte Puzzle-Stück der O'Malley-Serie: Die Entscheidungen, die Jennifer trifft, lösen im Leben ihrer Geschwister tiefe Veränderungen aus. Wie wird ihre Familie reagieren? Seit 1996 hat sich Dee Henderson mit nur zwei Romanserien in die Spitze der christlichen Schriftsteller in den USA geschrieben. Dem Erfolg entsprechend hat die Tochter eines Pfarrers ihren Beruf als Finanzbeamtin an den Nagel gehängt und lebt als Schriftstellerin bei Chicago.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 192
    Erscheinungsdatum: 01.03.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783868278439
    Verlag: Verlag der Francke-Buchhandlung
    Originaltitel: Jennifer
    Größe: 258 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Jennifer

Kapitel 1

Dr. Jennifer O'Malley rannte durch den Flur des Krankenhauses in Dallas, umkurvte geschickt die Ecken und stieß mit der Schulter die Türen zur Notaufnahme auf. In ihren Armen hielt sie ein sich windendes, schreiendes Bündel. "Passt auf seine verbrannten Hände auf!" Damit man sie über die schmerzerfüllten Schreie des Jungen hinweg hören konnte, musste sie mit ihrer Stimme den Lärm um sie herum wie mit einem scharfen Messer durchschneiden und sich dementsprechend anstrengen. Sie rannte zum nächstbesten freien Untersuchungszimmer. Da sie den kleinen Jungen ganz gut im Blick hatte, war sie sich sicher, dass er mit seinen zappelnden Händen und Füßen nur sie treffen konnte. Es waren die Kopfstöße, die sie ins Taumeln bringen würden, wenn sie diese Situation nicht schnellstmöglich unter Kontrolle bekam.

"Verträgt er Beruhigungsmittel?", schrie der diensthabende Krankenpfleger in der Notaufnahme, während er bereits den Medizinschrank aufriss und nach einer Spritze griff.

"Drei Milligramm. Und gib ihm zwei Milligramm Schmerzmittel." Die Hände des Jungen, die in dicken Verbänden steckten, erholten sich gerade von Verbrennungen zweiten Grades. Jennifer wollte ihn unbedingt daran hindern, damit einen Treffer zu landen. Das Adrenalin in dem Kind konnte sie förmlich spüren, es war gespeist von Angst, Wut und Schmerz. Der Junge schaffte es, einen Fuß gegen das Krankenbett zu stemmen und es beiseitezustoßen.

Ein weißer Kittel streifte ihre Schulter, gleichzeitig nahm sie einen leichten Hauch von Aftershave wahr, als ein Mann sich zu ihr vorbeugte und ihr half, den Jungen festzuhalten. "Ganz ruhig, mein Junge. Was ist passiert?"

"Sein Bruder dachte, dass die Bettgitter eine Art Gefängnis seien, und hat sie geöffnet. Daraufhin ist Peter aus dem Bett gehüpft und hat sich auf den Weg nach seiner Mutter gemacht. Er weiß ja nicht, dass sie auf Intensiv liegt. Wir konnten ihn erst einfangen, als er gerade durch eine Glastür gesprungen war."

"Ja, das reicht vollkommen für einen Nachmittag."

Dem Pfleger gelang es, zwei Injektionen in den Arm des Kleinen zu setzen. Innerhalb weniger Augenblicke hatte Jennifer einen schlaftrunkenen Jungen im Arm und hielt nun nicht länger nach neuem Ärger Ausschau, sondern suchte einen Platz, um seinen Kopf bequem zu betten.

"Alles in Ordnung?"

Jennifer nickte. Der Arzt, der ihr zur Seite gesprungen war, ließ den Jungen los. Sie drehte sich um und legte den Kleinen vorsichtig auf das Bett, während sie ihm mit einer Hand sanft über die Wange fuhr und ihm das Haar zurückstrich. Schlaftrunken stieß er einen letzten zitternden Seufzer aus. Am liebsten hätte sie selbst ein paar Tränen vergossen. "Es tut mir so leid, mein kleiner Schatz. Es ist einfach nicht deine Woche."

Der Junge sank immer tiefer in den Dämmerschlaf, den die Medikamente verursachten. Sie hob seine linke Hand und begutachtete die neuen Verletzungen unter den verschobenen alten Verbänden. Sie schaute sich die rechte Hand an. Die Haut war noch viel zu dünn, um dem scharfkantigen Glas der Tür, durch die der Junge gefallen war, standhalten zu können. "Carrie, bitte pieps John an. Wenn möglich, soll er aus dem OP direkt hierherkommen."

Die Verbrennungen mussten noch einmal gesäubert und die offenen Schnittwunden verbunden werden, und das konnte nur unter Vollnarkose gemacht werden. Sie entfernte die vorhandenen Verbände und legte frische Gaze auf, um die offenen Wunden vor dem Austrocknen zu schützen.

"Was ist mit seiner Mutter?"

Bei dieser Frage schaute Jennifer auf und nahm zum ersten Mal das Gesicht wahr, das zu dem weißen Kittel gehörte. Ein groß gewachsener Mann, sandfarbene Haare, blaue Augen, ein wirklich nettes Gesicht. "Liegt mit schweren Verbrennungen auf der Intensivstation, ist aber glücklicherweise stabil. Eine Cousine, die sich nützlich machen wollte, hat Peters Bruder mitgebracht, damit er ihn besuchen konnte."

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen