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Jenseits der Grillenbäume Roman von Canetta, Virginia (eBook)

  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)
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Jenseits der Grillenbäume

Wenn eine Reise nach Afrika das ganze Leben verändert: Der Liebesroman 'Jenseits der Grillenbäume' von Virginia Canetta jetzt als eBook bei dotbooks. Wer eigene Pläne schmiedet, dem kommt das Schicksal in die Quere ... Anna freut sich darauf, ihre erste Stelle als Tierärztin anzutreten, aber vorher will sie den Duft der großen weiten Welt schnuppern. Liebend gerne nimmt sie das Angebot der gestrengen Viktoria von Lichtenfels an, sie nach Südafrika zu begleiten - dort will die Gräfin ihren Sohn zur Vernunft bringen: Es wird Zeit, dass Frank auf den Familiensitz zurückkehrt und Verantwortung übernimmt! Der charmante Naturbursche hat allerdings wenig Interesse daran, ein standesgemäßes Leben zu führen. Kein Wunder, dass es zwischen ihm und seiner Mutter zu Reibereien kommt. Und auch zwischen Frank und Anna fliegen bald die Funken - allerdings aus anderen Gründen ... Dramatische Ereignisse, große Gefühle und eine Liebe, die eigentlich keine Zukunft haben kann: Ein Roman aus dem Nachlass der beliebten Bestsellerautorin Christa Canetta! Jetzt als eBook kaufen und genießen - 'Jenseits der Grillenbäume' von Virginia Canetta. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag. Dieser Roman ist etwas ganz Besonderes, da drei Generationen ihn geprägt haben: Christa Canetta war das Pseudonym der deutschen Journalistin und Bestsellerautorin Christa Kanitz (1928-2015). In ihrem Nachlass fanden ihre Töchter - darunter die erfolgreiche Autorin Brigitte D'Orazio - einen unvollendeten Roman, dem sie gemeinsam den letzten Schliff verliehen und der nun unter dem Namen von Christa Kanitz' Enkeltochter Virginia veröffentlicht wird: 'Jenseits der Grillenbäume'. Von Christa Canetta erschienen bei dotbooks bereits 'Das Leuchten der schottischen Wälder', 'Schottische Engel', 'Schottische Disteln', 'Die Heideärztin', 'Die Heideärztin unter dem Kreuz des Südens' und 'Der Tanz der Flamingos'; unter dem Namen Christa Kanitz veröffentlichte sie bei dotbooks den Roman 'Die Rivalen von Teufelsbrück'. Brigitte D'Orazio veröffentlichte bei dotbooks'Das Haus in Portofino', 'Der Fünf-Sterne-Kuss', 'Fundstücke des Glücks', 'Geliebte Träumerin', 'Kapitäne küsst man nicht', 'Sing mir das Lied von der Liebe', 'Ti amo heißt Ich liebe dich', 'Die Sterne über Florenz', 'Villa Monteverde' und 'Tierärztin mit Herz sucht Glück auf dem Land'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 208
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958249370
    Verlag: dotbooks GmbH
    Größe: 1116 kBytes
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Jenseits der Grillenbäume

Kapitel 1

Das Licht brach sich im satten Grün der Bäume auf der Uferpromenade. Es roch bis zu uns herüber nach heißem Asphalt. Wenige dunstige Wolken hockten weit draußen über dem Meer.

Kapstadt - unzählige verschiedene Menschenschläge, unzählige Sprachen, unzählige Religionen. Eine interessante, vielseitige, heitere Stadt.

Gräfin Viktoria von Lichtenfels hielt sich an der Reling fest und schaute in das Häusermeer hinüber, das unser Schiff mit den ausgebreiteten Armen seiner Bucht willkommen hieß. Ich stand hinter ihr und beobachtete sie. Die vorspringende, schön gemeißelte Nase, die weit auseinanderstehenden, großen, dunklen Augen und das schwere, weiße, auf dem Kopf hochgesteckte Haar - das alles war mir auf dieser Schiffsreise vertraut geworden.

"Komm doch einfach mit, Anna", hatte sie vor ein paar Monaten gesagt.

Sie wäre bereit gewesen, alle Kosten für mich zu übernehmen. Aber mir war das unangenehm. Obwohl es mir zeitlich sehr gelegen kam - gerade 27 geworden, wäre ich gerne noch gereist, bevor der Ernst des Lebens begann. Bald schon würde ich eine Stelle in einer Praxis für Großtiere antreten, mitten auf dem platten Land in Schleswig-Holstein. Ich freute mich darauf, aber mir war auch klar, dass ich dann für längere Zeit keinen Urlaub erwarten durfte. Wenn nicht jetzt, wann dann?, fragte ich mich daher. Besonders Afrika reizte mich, nachdem ich die wilden Tiere während des praktischen Jahres im Zoo, das ich vor Kurzem beendet hatte, von Nahem kennengelernt hatte. Ich hätte vieles dafür gegeben, ihre Artgenossen in freier Wildbahn zu erleben, aber ich wollte meine Freundschaft mit der Gräfin nicht durch den finanziellen Druck gefährden. Dafür mochte ich die alte Dame zu gerne.

Als ich ihr das sagte und dankend ablehnte, hatte sie die Augen verengt und mit den Fingern ungeduldig auf den Tisch geklopft. Sie schien von meiner Absage wirklich ungehalten zu sein, was mich wunderte. Sie würde mit Chauffeur und Dienstmädchen fahren, es war also nicht so, als wäre sie alleine.

Schließlich hielt die Gräfin inne und fixierte mich mit ihrem Blick. "Dann stelle ich dich als meine Assistentin ein. In dieser Rolle wäre es dein Job, mich zu begleiten, und natürlich würde ich deine Reisekosten übernehmen und dir gleichzeitig deine Arbeit bezahlen."

Das Angebot war zu verlockend, daher nahm ich es an, wenn ich auch das Extragehalt ablehnte. Und im Stillen fragte ich mich, was ich mir bloß unter der Rolle einer Assistentin vorstellen sollte. Welche Termine sollte ich schon für sie organisieren, und konnte sie ihr bisschen Korrespondenz nicht allein schaffen? Ich nahm mir aber vor, mich während der Reise um die Gräfin zu bemühen und ihr so viel wie möglich abzunehmen, damit mein Dasein begründet war.

Zuerst hatte ich angenommen, dass sie mich wie zu früheren Zeiten als Gesellschafterin dabeihaben wollte. Mein Vater Friedrich Reiderwald war Förster in einem großen Waldgebiet, zu dem auch Gut Langenmark gehörte, das sich im Besitz derer von Lichtenfels befand. Zwar war unsere Familie nicht der Gräfin unterstellt, doch ich hatte schon immer gern Zeit mit ihr verbracht und ihr kleine Gefälligkeiten erwiesen. Wie sich nun auf der Schiffsreise herausstellte, war sie kein geselliger Mensch, wodurch ich viel Zeit hatte, um mich mit anderen Reisenden anzufreunden oder einfach nur faul in einem Liegestuhl zu liegen.

Meine Arbeitgeberin brauchte mich nur bei diversen Migräneanfällen sowie bei Magenbeschwerden. Obwohl ich mehrfach betonte, ich sei Veterinärin, hielt sie mich offenbar für kompetent genug, ihr bei ihren Zipperlein beizustehen. Ich fand einen Ausweg, indem ich mich regelmäßig mit dem Schiffsarzt beriet.

Entgegen meinen Erwartungen über meine Aufgaben, wusste ich inzwischen, dass die Gräfin mich außerdem als Blitzableiter brauchte, wenn sie sich über ihren Sohn aufregte. Er lebte hier in Südafrika und war der Grund, warum wir

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