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Jenseits der Prärie Roman von Besser, Jutta (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 22.05.2014
  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)
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Jenseits der Prärie

Freiheit, Wildnis und eine Frau zwischen zwei Männern - entdecken Sie den Liebesroman 'Jenseits der Prärie' von Jutta Besser jetzt als eBook. Ein Traum geht in Erfüllung! Die Hamburger Fotografin Leonie bekommt den Auftrag ihres Lebens: Für ein Reisemagazin fotografiert sie die atemberaubenden Landschaften Montanas. Die unberührte Wildnis lässt sie ihr tristes Leben und ihre unglückliche Ehe in Deutschland komplett vergessen. Auf einer einsamen Pferdefarm begegnet sie Michael: Der erfolgreiche Schauspieler weckt Gefühle in ihr, die sie eigentlich nicht zulassen darf. Und plötzlich erscheint ein Starreporter auf der Farm - Leonies Ehemann Oliver ... Jetzt als eBook kaufen und genießen: 'Jenseits der Prärie' von Jutta Besser. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag. Die Autorin, Songtexterin, Fotografin, Grafik-Designerin Jutta Besser arbeitete für verschiedene Verlage und Fachzeitschriften. Beruflich wie privat galt ihre größte Leidenschaft den Pferden, heute in erster Linie dem Schreiben. Sechs Jahre lang trainierte sie Rennpferde und veröffentlichte einen sehr erfolgreichen Bildband über Vollblutpferde. Sie hat zahlreiche Auslandsreisen unternommen, unter anderem auch nach Asien und in die USA. Dort hat sie dem Pferdeflüsterer Monty Roberts über die Schulter geschaut und Cowboys bei der Arbeit geholfen. Bei dotbooks erschienen bereits Jutta Bessers Romane 'Weit wie der Himmel', 'Hell wie das Licht' und 'Jenseits der Prärie'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 428
    Erscheinungsdatum: 22.05.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955206086
    Verlag: dotbooks GmbH
    Größe: 921 kBytes
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Jenseits der Prärie

2

Martin wartete, konzentriert, aufmerksam und beobachtend. Nur der angstgepeitschte Atem eines Mannes, das leise Klicken von Metall auf Metall. Sonst war es still.

Er hob langsam die rechte Hand, in der die Fünfundvierziger Magnum auf ihren Einsatz wartete. Er legte den Zeigefinger an den Abzug, fixierte dabei sein Gegenüber, das zitternd in etwa vier Metern Entfernung vor ihm stand. Er dachte an Hass. Sein Verstand, seine Augen und seine Gesichtsmuskeln konnten diesen Zustand in Sekunden hervorzaubern. Sein Blick war finster und kalt. In den Augen des dicken Mannes, der mit dem Rücken an der Wand des kleinen Zimmers, zwischen zwei in Gold gerahmten Rennpferden stand, lag Todesangst. "Nein, bitte, nein", flehte er.

Aber Martin blieb ungerührt. Er starrte mit der Routine eines Fließbandarbeiters auf sein wohl tausendstes Opfer. Dann drückte er ab. Der Schuss hallte durch den Raum, fraß sich in Martins Ohr und legte ein weiteres Cookie im Speicher seines Bewusstseins ab. Der Mann vor ihm sackte stöhnend zu Boden. Dann war es wieder still.

Die Klappe schnappte zu.

"Schnitt! Wir machen Montag weiter", hörte er Nigel rufen.

Die Kamera rollte zurück, das harte Licht der Scheinwerfer schräg über ihm erlosch und entließ Martin in die Halbwirklichkeit des dreiwandigen Raumes. Sein Opfer erhob sich, klopfte sich den Staub vom Anzug und lächelte. Es war geschafft. Die Szene war im Kasten.

Filmkamera und Lampen wurden in Alukoffer versenkt, zwei Crash-Autos abtransportiert, Akteure, Stuntmen, Komparsen, Beleuchter, Kameramann und Assistenten liefen durcheinander, warfen sich Wortfetzen zu und verschwanden in ihren Zimmern oder in Richtung Parkplatz.

Martin atmete tief durch, als ihm Nigel mit einem zufriedenen Lächeln auf die Schulter klopfte. Die tragische Ironie lag darin, dass er diese Anerkennung liebte, die ihm zuteil wurde, weil er entgegen all seinen einstigen Plänen als Killer, Mafioso und cooler Frauenheld mit Stuntfähigkeiten einfach unschlagbar war.

Er legte die Waffe erleichtert in eine Metallkiste. Er gehörte nicht zu den Möchtegern-Cowboys und De-Niro-Imitaten, die das Gefühl von Macht über Leben und Tod in ihrer Hand liebten. Was diese Dinge betraf, war er durch und durch Europäer geblieben. Er gehörte zu den wenigen waffenlosen, angstfreien Bürgern der Vereinigten Staaten, obwohl es in seinem Haus in Palm Springs einiges zu holen gab.

Er ging durch die offene Rückseite des Raumes vorbei an Kamerakran und Regenmaschine in den Maskenraum. Sein Opfer Sam saß schon vor der Spiegelwand. Martin ließ sich neben ihm in einen der Drehstühle fallen und warf sich ein Handtuch über die Schultern.

"Fühl mich mal wieder wie neu geboren nach Cindys Massage", sagte Sam mit einem Zwinkern.

"Ist ja nach dem zehnten Tod heute kein Wunder", erwiderte Martin.

"Ich breche so ungern zusammen. Irgendwie klemmt's immer wieder bei mir, wenn's ums Sterben geht."

Martin lächelte und blinzelte Cindy im Spiegel zu. Sie trug wie immer ein knallenges T-Shirt und getigerte Stretchröhrenhosen, was jedem männlichen Wesen signalisierte, dass sie gern jagte. Martin hatte sich ihr jedoch entziehen können, ohne das Verhältnis zu belasten. Er stand weder auf große Brüste noch auf herausfordernde Hüllen. Was zu offensichtlich war, kehrte sich bei ihm ins Gegenteil.

Er blickte auf sein Spiegelbild, betrachtete sein unverändert volles, graubraun meliertes Haar, seine große, aber wie er fand nicht zu große, gerade Nase, sein rundes, kräftiges Kinn und seinen scharf geschnittenen und dennoch vollen Mund. Und er fragte sich, was aus ihm geworden wäre, wenn seine Nase schi

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