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Johanna D'Arc Historischer Roman aus dem Leben der Jungfrau von Orleans von Dumas, Alexandre (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.05.2015
  • Verlag: e-artnow
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Johanna D'Arc

Dieses eBook: 'Johanna D'Arc' ist mit einem detaillierten und dynamischen Inhaltsverzeichnis versehen und wurde sorgfältig korrekturgelesen. Alexandre Dumas der Ältere (1802-1870) war ein französischer Schriftsteller. Ein Markenzeichen von Dumas' Romanen sind fiktive oder pseudohistorische Protagonisten (zum Beispiel der Musketier d'Artagnan), deren Abenteuer in einen Kontext historischer Ereignisse und historischer Persönlichkeiten gestellt werden. Die bekanntesten, immer wieder aufgelegten und nicht nur von Jugendlichen gelesenen Romane sind: Die drei Musketiere, Zwanzig Jahre danach, Königin Margot, Der Graf von Monte Christo und Der Mann mit der eisernen Maske, Das Halsband der Königin. Aus dem Buch: 'Johanna hörte das Urteil mit ziemlicher Ruhe vorlesen. Seit den sieben Monaten, während welcher sie in den Händen der Engländer war, hatten ihn Gefangenenwärter ihr so grausame Qualen zugefügt, dass sie oft diesen Tod anrief, der endlich erschien, und übrigens ihr öfters von ihren Stimmen war vorhergesagt worden. Aber die Art dieses Todes war im Urteile nicht ausgedrückt; Johanna fragte also, welche Todesart ihr beschieden sei, und man antwortete ihr . . . den Flammentod.'

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 255
    Erscheinungsdatum: 15.05.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9788026837084
    Verlag: e-artnow
    Größe: 684 kBytes
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Johanna D'Arc

Zweites Kapitel.
Die Stimmen

Inhaltsverzeichnis
Wirklich hatte Johanna, sobald sie die Vorkehrungen zum Aufbruch des Ritters bemerkte, den um ihn herum gebildeten Kreis verlassen, und entfernte sich nun mit demselben langsamen und ruhigen Schritte, mit dem sie gekommen war, den Weg entlang, der nach Neuschâteau führt, ohne dem Anscheine nach zu beachten, dass der Boden, wie gesagt, mit zwei Zoll Schnee bedeckt war.

dies geschah, weil dieses seltsame junge Mädchen, dessen Geschichte wir zu schreiben unternahmen, in nichts seinen Gefährtinnen ähnlich war; ihre Geburt, ihre Kindheit, ihre Jugend, wurden von allen jenen weissagenden Zeichen angekündigt, begleitet oder gefolgt, die in den Augen derjenigen, welche sie umgeben, deutlich die Auserwählte des Herrn bezeichnen: man höre, was man damals mit dem Tone des Zweifels von ihr sagte, man Höre, was man seitdem mit der Stimme der Dankbarkeit und des Glaubens wiederholte.

Johanna, oder vielmehr Hannchen, wie man sie noch häufiger nannte, war zu Domremy geboren, einem anmutigen, von der Maas bewässerten, zwischen Neuschâteau und Vaucouleurs gelegenen Thale. Ihr Vater hieß Jakob d'Arc, und ihre Mutter Isabella Romée, Beide bekannt wegen ihrer strengen Redlichkeit, und im Genusse eines fleckenlosen Rufes. Die Nacht, in welcher Johanna geboren wurde, und die jene des Festes der heiligen Drei Könige im Jahre der Gnade 1412 war, woraus hervorgeht, dass zur Zeit, da diese Chronik beginnt, sie gerade siebzehn Jahre zählte, war eine von jenen festlichen Nächten, die der Himmel bisweilen der Erde spendet: obwohl das Wetter um diese Zeit gewöhnlich kalt und regnerisch zu sein pflegt, erhob sich gegen Abend ein sanfter Wind, ganz durch duftet von jenen süßen Wohlgerüchen, die man während der Dämmerung" des Monats Mai einatmet. Da es gegen das Ende eines Ruhetages geschah, dass diese Art von Wunder fühlbar wurde, hatte Jeder diese unverhoffte Wohltat genießen wollen, und die meisten Einwohner waren unter ihren Haustüren geblieben, als gegen Mitternacht ein Stern sich vom Himmel abzusondern schien, und in der Luft einen glänzenden Lichtstreifen furchend, auf das Haus des Jakob d'Arc herabschoß.

Zu gleicher Zeit krähten die Hähne, schlugen mit den Flügeln, und ließen unbekannte Töne vernehmen, obgleich die Zeit, zu welcher sie zu krähen pflegten, noch nicht gekommen war, und Jeder fühlte sich, ohne zu wissen warum, von einer so lebhaften Freude durchdrungen, dass alle Bewohner des Dorfes durch die Gassen zu eilen begannen, einander fragend, was denn so eben im Himmel oder auf Erden sich ereignet habe, wodurch ihr Herz in eine so große Fröhlichkeit versetzt werde. Unter jenen, die so herum eilten, befand sich ein alter Schäfer, wegen des Umstandes bekannt, dass er oft Weissagungen gemacht hatte, die sich verwirklichten, und der nicht nur zu Domremy, sondern auch auf zehn Meilen in der Runde in einem großen Wissensrufe stand; dieser alte Schäfer antwortete, von einigen Personen gefragt: ,.

"Drei vornehme Buhlerinnen haben Frankreich in's Verderben gestürzt, eine Jungfrau wird es retten."

Man schenkte diesen Worten um so größere Aufmerksamkeit, als sie mit einer alten Prophezeiung Merlin's übereinstimmten, also lautend:

Descendet virgo dorsum sagitari
Et flores virgineos obscultavi.

Und Jeder redete lange davon, in der Hoffnung irgend eines großen Ereignisses.

Am folgenden Tage erfuhr man, dass gerade zu dieser Mitternachtsstunde Isabelle Romée, das Weib des Jakob d'Arc, von einer Tochter entbunden wurde.

Am folgenden Tage wurde dieses Mädchen getauft, und erhielt den Namen Johanna. Der Priester, welcher sie taufte, hieß Nynet. Sie hatte zwei Paten und zwei Patinnen. Ihre zwei Paten hießen Johann Barrent und Johann Lingue, und ihre zwei Patinnen Johanna und Agnes.

Ungeachtet aller Zeichen der Vorbestimmung, die bei ihrer Geburt sich kund gaben, verfloss Johanna's Kindhei

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