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John Quentin - Im Auftrag des Admirals Im Auftrag des Admirals von Resch, Erwin (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.03.2009
  • Verlag: Bastei Lübbe E-Books
eBook (ePUB)
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John Quentin - Im Auftrag des Admirals

Der Beginn einer neuen großen Seefahrersaga mit einem ungewöhnlichen Helden. Mai 1799: Für John Quentin beginnt ein abenteuerliches Leben, als er den Dienst bei der britischen Marine antritt. Im Kampf gegen Napoleon gewinnt er die Gunst von Admiral Nelson. Nelson erkennt das Talent des Jungen und schickt ihn als Spion hinter die Linien. Eine riskante Mission, die viel List und Tücke erfordert. Als Dank winkt ihm jedoch ein eigenes Kommando. Erwin Resch ist eine neue vielversprechende Stimme im Genre der historischen Seeromane. 'John Quentin - Im Auftrag des Admirals' ist der erste Band einer Serie um einen jungen, ungewöhnlichen Helden. Quentin verkleidet sich häufig als Frau, um seine Feinde zu täuschen oder hinter den Linien zu spionieren. Eine liebenswerte Besonderheit unter vielen anderen, mit der Resch seine Hauptfigur von anderen Seefahrerroman-Helden abgrenzt und seiner Serie einen eigenen Charme verleiht. Für Leser von C.S.Foresters 'Captain Hornblower' und Patrick O'Brians 'Kapitän Jack Aubrey und Dr. Stephen Maturin' sowie für Fans von 'Fluch der Karibik'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 304
    Erscheinungsdatum: 17.03.2009
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783838700939
    Verlag: Bastei Lübbe E-Books
    Serie: John Quentin Bd.1
    Größe: 829kBytes
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John Quentin - Im Auftrag des Admirals

1. Neu an Bord

Heute, am 13. Mai 1799 wurde es überhaupt nicht richtig hell, obwohl es schon später Vormittag war. Düstere Nebelbänke lagen über der See, und der glatte Wasserspiegel verschwand übergangslos im Nebel. Die Sicht betrug kaum eine Kabellänge (ca. 185 m). Auch die Geräusche der Stadt Portsmouth wurden an den Steintreppen hinab zum Bootsanleger fast vollständig verschluckt. Der sechzehnjährige Midshipman (Fähnrich, Offiziersanwärter) Jean François Comte de St. Quentin saß neben seiner Seekiste auf der obersten Stufe und blickte verzweifelt in das Grau hinaus. Nun sollte also mit einem abrupten Wechsel seine schöne Jugend, sein ganzes bisheriges Leben endgültig zu Ende gehen! Bis vor drei Wochen hatte er ein wohlbehütetes Leben geführt ... als Mädchen! Er schaute an sich herab auf diese Uniform, die ihm so völlig fremd war. Es war ja üblich, dass auch Jungen bis zum vierten oder fünften Lebensjahr Mädchenkleider trugen, doch seine Mutter hatte ihn weiter diese Kleider tragen lassen und ihn statt Jean Jeanette genannt. Das hatte sich einfach so ergeben, und kaum jemand, am wenigsten er selbst, hatte sich viele Gedanken darum gemacht. Nach zwei Söhnen hatte sie sich wohl so eine Tochter gewünscht, dass sie ihn dazu erzogen hatte. Bei seiner schmächtigen Figur und dem fein geschnittenen, weichen Gesicht standen ihm Kleider auch viel besser als Hosen. Als er irgendwann einmal mehr aus Spaß Jungenkleidung angezogen hatte, waren seine Mutter, seine Brüder, selbst die Diener ganz enttäuscht gewesen und hatten ihn wieder in die Mädchenrolle gedrängt. Seine Hauslehrer hatten ihm dann aber neben hausfraulichen Verrichtungen auch Unterricht für angehende Männer erteilt. Ja, sogar Fechtunterricht hatte er erhalten, was sich in den weiten, langen Röcken manchmal als etwas schwierig gestaltet hatte. Dann war vor kurzem sein Vater nach langen Jahren der Abwesenheit nach Hause gekommen und hatte entsetzt reagiert. Jeanette hatte gerade mit zwei Mädchen vom Nachbargut einige Tanzschritte probiert. Da war sein Vater hereingestürzt, hatte ihm wutentbrannt das schöne rote Kleid regelrecht vom Körper gerissen, ihm die hochgesteckten Haare so auseinander genommen, dass dabei einige Haarbüschel zu Boden gefallen waren, und ihm seine Wäsche vom Leib gerissen. Nackt hatte er ihn durch das ganze Haus geschleift und ihn vor die verschüchterte Dienerschaft gestellt. Auch seine Mutter konnte nicht verhindern, dass der Vater sich darauf sofort um eine Stelle bei der Marine für ihn bemüht hatte. Wie er sagte, würde man dort schon einen richtigen Mann aus ihm machen. Das Risiko, dass der Krieg gegen Frankreich, der nun schon sieben Jahre andauerte, seinen Sohn in Gefahr bringen könnte, hatte er in seiner Wut wohl nicht bedacht.

"Zu welchem Schiff, Sir?", fragte ihn ein stämmiger Bootsmann und riss ihn aus seinen Träumen. "Zur "Neptune"!"

Er schritt mit dem Bootsführer die glitschigen Treppenstufen hinunter und setzte sich auf die Ducht der Jolle. Direkt vor ihm wurde seine Seekiste festgelascht, in der sich seine neu gekauften Sachen befanden.

"Das kostet aber drei Pence extra, Sir. Die "Neptune" liegt mindestens anderthalb Meilen draußen."

Quentin nickte und hüllte sich enger in seinen Bootsmantel ein. Den Dreispitz zog er tief in die Stirn. Die Jolle glitt unter gleichmäßigem Schlag der Riemen in das konturlose Grau hinaus. Von Zeit zu Zeit blickte der Bootssteuerer auf den kleinen Kompass. Quentin hoffte, dass er die draußen im Solent verankerte Fregatte sofort finden würde. Er ließ seine Gedanken noch einmal z

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