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John Sinclair - Folge 1981 Fantoma. von Dark, Jason (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.06.2016
  • Verlag: Bastei Lübbe
eBook (ePUB)
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John Sinclair - Folge 1981

Es war wohl kaum zu zählen, welche Gestalten sich im Reich der Finsternis aufhielten. Auch ich wusste es nicht, und ich wurde immer wieder überrascht.

Wie auch in diesem Fall. Es ging um drei Verbrecher, die ihre Schäfchen ins Trockene bringen wollten. Dagegen hatte jedoch eine Person etwas, die man als Kind der Hölle bezeichnen konnte.

Es war: FANTOMA

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 28.06.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732531851
    Verlag: Bastei Lübbe
    Größe: 1170kBytes
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John Sinclair - Folge 1981

Sie standen vor der Hütte, hielten die Augen offen und ließen ihre Blicke immer wieder über den See streifen, dessen glatte graue Fläche in der Windstille wie eine Schieferplatte aussah.

"Und?", fragte Reno mit seiner kratzigen Stimme, die er sehr in die Länge dehnte.

"Was meinst du?"

Reno lachte. "Ob hier noch jemand kommt?"

"Keine Ahnung, aber wir haben hier einen Job, den wir durchziehen müssen." Gesprochen hatte der zweite Glatzkopf, der auf den Namen Brigg hörte. Er und Reno waren Männer, die man engagierte, wenn man in Ruhe gelassen werden wollte. In der Branche galten sie als äußerst zuverlässig.

Die Umgebung veränderte sich. Es fiel noch keine Dämmerung über das Land, aber die Sicht wurde schlechter. Es lag daran, dass plötzlich Nebelschwaden aus dem Wasser stiegen und sich dann, als sie die Oberfläche erreicht hatten, verteilten.

"Was soll das denn?", fragte Brigg.

"Das siehst du doch. Nebel."

"Ja, ja, und es gefällt mir nicht."

"Warum nicht?"

Brigg verzog die Lippen. "Wenn der Nebel stärker wird und den Bereich des Sees verlässt, dann sehen wir dumm aus."

"Warum das denn?"

"Sei doch nicht so dämlich. Weil sich im Nebel jemand anschleichen kann, ohne gesehen zu werden."

Reno winkte ab. "Dazu müsste erst mal jemand hier erscheinen. Und daran glaube ich nicht."

"Dann frage ich mich, warum wir hier stehen? Nur zum Spaß, oder steckt noch was anderes dahinter?"

"Weiß ich nicht. Ich muss mal eben um die Ecke und ziehe mir eine durch die Lunge. Ich bin dann an der Rückseite."

Briggs Blick wurde hart. "Du weißt, was du damit riskierst?"

"Wieso?"

"Man sieht die Glut einer Zigarette recht weit. Ich glaube nicht, dass du bei den Männern Unterstützung finden wirst. Das kann ich dir schwören."

"Sie werden es nicht sehen."

"Okay, es ist dein Job, der flöten gehen kann."

"Ja, ja, ja. Bis gleich."

Reno verschwand, und sein Kumpan schaute ihm nicht erst nach. Er konzentrierte sich auf den kleinen See, auf dessen Oberfläche auch weiterhin der Nebel lag. Es sah so aus, als würde er sich direkt am Wasser festklammern.

Was Brigg zuerst gedacht hatte, das traf nicht mehr zu.

Der Nebel breitete sich nach allen Seiten hin aus. Langsam, aber sicher. Und es war nicht damit zu rechnen, dass er stoppen würde. Aber ein Vorteil blieb. Es wurde nicht dunkel, und so konnte sich die Sicht nicht großartig verschlechtern.

Aus der Hütte hörte man nichts. Die dicken Holzwände schluckten den Schall und die Männer schrien sich auch nicht an. Das konnte vielleicht noch eintreten, wenn sie sich nicht einig wurden.

Vor dem Eingang der Hütte war eine Veranda angebaut worden. Die hatte Brigg verlassen und war die wenigen Schritte bis an den Rand des Gewässers gegangen. Dort stand er nun, schaute über den See und lauschte dem leisen Plätschern der Wellen, die trotz der Windstille gegen das Ufer schlugen.

Es war ruhig. Es war alles normal. Er musste sich keine Sorgen machen, und trotzdem fühlte sich Brigg in seiner Haut nicht wohl. Aber das war sein Naturell. Er war immer auf dem Sprung, auch wenn er so ruhig stand wie in diesen langen Minuten. Es gab für ihn hier keine hundertprozentige Sicherheit.

Wieder schweifte sein Blick über den See. Der Nebel war noch da. Er war auch leider nicht lichter geworden, aber er breitete sich aus und näherte sich immer mehr dem Ufer. Es würde nur noch Minuten dauern, dann würde er die Gestalt des Aufpassers erreicht haben.

Der blickte noch immer nach vorn. Er hatte einfach das Gefühl, es tun zu müssen, und eine innere Stimme hatte ihm mitgeteilt, dass nur von dort eine Gefahr kommen würde und sich nicht im Wald aufbaute, der nicht weit entfernt lag.

War da was?

Brigg schüttelte den Kopf. Er hatte bewegungslos gegen die Nebelwand gestarrt und glaubte, in ihr eine Bewegung gesehen zu haben. Es war ander

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