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Julia Gold Band 70 von Brooks, Helen (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.09.2016
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Julia Gold Band 70

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Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 448
    Erscheinungsdatum: 16.09.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783733707446
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 1148kBytes
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Julia Gold Band 70

1. KAPITEL

Carrie hatte gefleht, gut zugeredet und gedroht, aber es hatte nichts genützt. Sie drückte ein letztes Mal auf den Anlasserknopf, doch der alte Dieselmotor wollte einfach nicht anspringen. Carrie stieß einen unterdrückten Fluch aus, verließ den Maschinenraum und kletterte an Deck.

Eigentlich müsste ich das überhaupt nicht tun, dachte sie verärgert. Es ist Jimmys Job, sich um die Maschine zu kümmern, und er wollte schon vor einer Stunde zurück sein. Carrie beschattete mit der Hand die Augen und suchte den Pier ab. Von ihrem jüngeren Bruder war jedoch keine Spur zu sehen. Ich werde ihm den Kopf abreißen, wenn ich ihn in die Finger bekomme, schwor sie sich.

Ihr Blick schweifte über die weiß getünchten Häuser und Läden auf der anderen Seite des Hafens. Wahrscheinlich saß Jimmy in einer Taverne und schaute seelenvoll einer jungen Dorfschönheit in die schwarzen Augen. Nun, schließlich war er neunzehn und fast ein erwachsener Mann. Es war nur natürlich, dass er sich für Mädchen interessierte. Trotzdem, es wurde höchste Zeit, dass er sich auf seine Pflichten besann. Sie mussten Geld verdienen. Wenn die Fracht nicht wie versprochen heute Abend an das archäologische Team auf Desvos ausgeliefert wurde, würden sie wieder einen Kunden verlieren.

Ein Schweißtropfen perlte Carrie den Nacken hinunter. Sie hätte auch gern in einer Taverne gesessen und sich an einem kühlen Drink gelabt. Im August konnte es in der Ägäis verdammt heiß sein. Carrie blickte über Bord und war versucht, in das klare blaue Wasser zu springen und sich zu erfrischen.

Die Miranda schaukelte leicht im Kielwasser eines Bootes, das gerade den Hafen verließ. Mit einem Öllappen wischte sich Carrie den Schweiß von der Stirn. Sie brauchten eine neue Maschine. Nein, dachte sie. Mach dir nichts vor, Carrie Stevens. Die Miranda wird langsam alt. In Wirklichkeit müsste sie gründlich überholt und gestrichen werden, aber wie immer waren Zeit und Geld das Problem. Um finanziell zu überleben, mussten sie weiter für einen regelmäßigen und zuverlässigen Frachtdienst zwischen den kleineren und etwas abgelegeneren Inseln sorgen. Eine gründliche Überholung der Miranda würde mindestens einen Monat dauern. Das war zu lange. Ein Konkurrent würde einspringen und ihr Geschäft übernehmen.

Carrie blickte wieder den Pier entlang. Schließlich runzelte sie verärgert die Stirn, stieg noch einmal in den Maschinenraum und drückte hoffnungsvoll auf den Anlasser. Doch der Motor spuckte nur ein paar Mal und war dann still. Das war vorher auch schon vorgekommen. Jimmy hatte dann einfach den Schraubenschlüssel genommen, seine Arbeit gemacht, und die Maschine hatte wieder funktioniert.

Ich hätte besser aufpassen sollen, dachte Carrie. Aber was technische Dinge anging, hatte sie eine Art geistige Sperre. Selbst ihr Vater, als er noch lebte, hatte ihr nicht helfen können, sie zu überwinden. Er hatte Carrie alles beigebracht, was man auf See wissen musste. Sie kannte sich mit dem Wetter aus, wusste über Tiden und Strömungen Bescheid und konnte Karten lesen. Sie würde mit einem Chronometer und einem Sextanten durch die Weltmeere navigieren können, wenn nötig, aber Ventile, Pumpen und Kolben waren ihr ein Buch mit sieben Siegeln.

Das muss von jetzt an anders werden, sagte sich Carrie. Um im Notfall allein mit der Miranda klarzukommen, die ihr und ihrem Bruder zu gleichen Teilen gehörte, musste jeder den Job des anderen lernen. In letzter Zeit hatte Carrie jedoch das Gefühl, dass Jimmy andere Dinge im Kopf hatte. Der Tag würde kommen, an dem er es leid war, mit dem alten Kahn zwischen den Inseln hin- und herzufahren. Vielleicht würde er nach England zurückkehren, sich dort ein nettes Mädchen suchen und heiraten. Und wer wollte ihm das verdenken?

Wenn das wirklich passierte, würde sie einfach die Zähne zusammenbeißen und allein weitermachen. Sie hatte jedenfalls nicht die Absicht,

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