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Julia Saison Band 0059 von MARTON, SANDRA (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.08.2011
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Julia Saison Band 0059

Weiß liegt die verschneite Bergwelt Norwegens vor der jungen Skifahrerin Wendy Monroe. Leicht und frei gleitet sie den Hang hinab. Doch plötzlich wird ihr Wintermärchen zu einem Albtraum. Wendy stürzt schwer, und noch im Krankenhaus trennt sie sich von ihrem Freund Seth, der nicht von ihrer Seite gewichen ist. Nur so glaubt sie ihr Geheimnis sicher, warum es zu dem Unfall kam. Niemals darf er den wahren Grund erfahren! Erst Jahre später kehrt Wendy in ihre Heimatstadt zurück - und trifft überraschend auf Seth, der sie nie vergessen konnte ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 192
    Erscheinungsdatum: 02.08.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783863490973
    Verlag: CORA Verlag
    Serie: Julia Saison Bd.59
    Größe: 489 kBytes
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Julia Saison Band 0059

1. KAPITEL

Es war ein kalter Tag. Außergewöhnlich kalt, selbst für den Winter in Norwegen. Vom strahlend blauen Himmel schien hell die Sonne, und ein leichter Wind wehte.

Inmitten des glitzernden Schnees stand Wendy ganz oben auf dem steilen Berghang und wartete darauf, dass das Startsignal ertönte. Adrenalin schoss durch ihre Adern, und prickelnde Vorfreude erfasste sie. Nie zuvor hatte sie sich so lebendig gefühlt.

"Konzentrier dich auf die Abfahrt, und denk an nichts anderes als an diesen Berg", sagte der Coach. Und dann erklang auch schon das Signal. Mit beiden Stöcken stieß Wendy sich ab und fuhr den Hang hinunter. Mühelos schoss sie durch das erste Tor, dann durch das zweite, das dritte ...

Urplötzlich jedoch verwandelte sich das anfängliche Glücksgefühl in reine Panik. Irgendetwas stimmte hier nicht. Sie war zu schnell. Viel zu schnell. O nein, dachte sie verzweifelt. Ich darf die Kurven nicht so eng nehmen. Ich muss korrigieren! Wendy holte tief Luft und kämpfte gegen die aufsteigende Übelkeit an. Bleib ganz ruhig, befahl sie sich. Es wird schon nichts passieren. Schließlich war sie eine außergewöhnlich gute Skirennläuferin.

Und dann war mit einem Schlag alles aus. Sie flog durch die Luft, prallte gegen das Netz am Rand der Piste und schoss darüber hinweg. Jemand schrie.

Das hätte nicht passieren dürfen, dachte sie ganz ruhig. Wie in Zeitlupe sah sie die Bäume auf sich zukommen, den weißen Schnee ... und die grauen Felsen. Um sie herum wurde es schwarz.

"Meine Damen und Herren, willkommen am John F. Kennedy Airport. Bitte bleiben Sie sitzen, bis das Flugzeug steht."

Wendy schreckte auf. Es war nur ein Traum. Ein Traum, den sie schon so lange nicht mehr gehabt hatte. Heute kehrte sie zum ersten Mal seit dem Unfall vor neun Jahren nach Cooper's Corner zurück. Und prompt träumte sie wieder von dem schrecklichen Unfall. Willommen zu Hause, Wendy . Du kannst deine Pläne immer noch ändern , flüsterte ihr eine innere Stimme zu. Vielleicht war es besser, sofort nach Paris zurückzufliegen, wo sie die letzten sieben Jahre gelebt hatte. Zwar hatte sie ihre kleine Wohnung dort aufgegeben, weil sie nicht wusste, wie lange sie wegbleiben würde. Aber es wäre bestimmt kein Problem, bei einer ihrer Freundinnen unterzuschlüpfen, bis ...

Ja, bis wann? Wendy hatte nicht vor, in Paris weiterhin Englischunterricht zu erteilen, obwohl sie ihre Arbeit liebte. Aber täglich mehrere Stunden in einem Klassenzimmer voller französischer Schulkinder zu sitzen war auf Dauer nicht das Richtige für sie. Sie vermisste den Schnee, die Berge und das Skilaufen. Wenn sie jemals wieder Rennen fahren wollte, musste sie nach Hause zurückkehren. Zumindest für eine gewisse Zeit.

Schließlich kam das Flugzeug zum Stehen. Die Passagiere lösten die Sicherheitsgurte, standen auf und strebten mit ihrem Handgepäck den Ausgängen entgegen. Wendy nahm ihre Tasche in die Hand und folgte den anderen durch die Zollkontrolle.

Es war zu spät für Zweifel. Jetzt gab es keine Ausreden mehr. Ihre Mutter war außer sich vor Freude, dass sie endlich nach Hause kam. Allerdings kannte sie auch noch nicht den wahren Grund für Wendys Besuch. Nur ihr Vater wusste, warum sie zurückkam. Und er hatte versprochen zu schweigen.

Außerdem war ihre Freundin Alison schon auf dem Weg nach Albany, um Wendy dort am Flughafen abzuholen. Ihre Eltern hatten ihr angeboten, sie dort in Empfang zu nehmen. Aber das hatte sie abgelehnt.

"Ihr braucht euch den Tag nicht extra freizunehmen", hatte sie beim letzten Telefongespräch erklärt. "Ich weiß doch, wie viel ihr zu tun habt. Allie und ich haben uns auch bestimmt viel zu erzählen."

Das war nicht mal nur eine Ausrede. Seit neun Jahren hatte sie ihre beste Freundin nicht gesehen. Deshalb freute sich Wendy darauf, mit Allie allein zu sein und erst einmal in Ruhe anzukommen.

Bei der Zollkon

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