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Julia Winterträume Band 9 von Mortimer, Carole (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.11.2014
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Julia Winterträume Band 9

EIN MILLIONÄR FÜR CLAIRE von REID, MICHELLE Claires Gefühle spielen völlig verrückt! Erst umsorgt Andreas Markopoulou sie zärtlich, dann macht ihr der griechische Multimillionär ein Angebot, mit dem sie alle Sorgen um ihre Familie auf einen Schlag los wäre: Sie soll ihn heiraten. Doch von Liebe kein Wort! ROSAROT WIE DIE LIEBE von GRAHAM, LYNNE Das ging ja gründlich schief! Heimlich wollte Poppy ihrem gut aussehenden Chef eine Valentinskarte schicken. Nur wird sie dabei ertappt, und prompt weiß die ganze Firma: Poppy ist in den Boss verknallt! Es dauert nicht lange, und auch Santino selbst erfährt davon ... FALCON HOUSE - SCHLOSS DER HOFFNUNG von MORTIMER, CAROLE Der erfolgreiche Drehbuchautor Sam ist entsetzt: Seine Schwester hat kurzerhand ihre Freundin Crys für eine Woche in seinem Schloss einquartiert! Mit hitzigen Wortgefechten fordert ihn die eigensinnige Schönheit heraus - noch mehr aber mit ihren heißen Küssen ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 384
    Erscheinungsdatum: 04.11.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783733702502
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 979kBytes
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Julia Winterträume Band 9

1. KAPITEL

"Eine Adoption?" Claire konnte es nicht fassen. "Ich soll Melanie zu wildfremden Leuten geben?"

Aschfahl und am ganzen Körper bebend, stand sie im spartanisch eingerichteten Wohnzimmer ihres kleinen Apartments und betrachtete ungläubig ihre Tante. Sie hatte das Gefühl, in einem Albtraum gefangen zu sein. Hatte sie in diesen letzten furchtbaren Wochen nicht schon genug durchgemacht?

Und nun zu allem Überfluss auch noch dies. "Das ist nicht dein Ernst, Tante Laura." Unwillkürlich presste sie das Baby in ihren Armen enger an sich. "Das lasse ich nicht zu."

"Es geht hier nicht um dich." Ihre Tante wirkte entschlossen. "Sei nicht so egoistisch. Du schaffst es nicht allein. Sieh dich doch um!"

"Das stimmt nicht! Ich komme sehr gut allein zurecht."

Laura Cavell schnitt ein Gesicht. Sie trug einen schicken Zweiteiler, war dezent geschminkt, duftete nach teurem Parfüm, und ihr blondes Haar war nach der neusten Mode frisiert. Mit kaltem Blick musterte sie das kleine Zimmer. Ihre Miene sprach Bände.

In dem Apartment herrschte ein einziges Chaos. Überall waren Babysachen verstreut - auf dem Boden, den wenigen Stühlen und in der kleinen Küche. Es war zwar erst Oktober, doch das berühmt-berüchtigte englische Wetter ließ bereits den Winter erahnen.

Vor dem kleinen elektrischen Heizgerät stand ein Wäscheständer mit nassen Strampelanzügen. Nicht sehr praktisch, aber was blieb ihr, Claire, anderes übrig? Sie konnte es sich nicht leisten, in den Waschsalon zu gehen. Die Fenster der Wohnung waren zwar beschlagen, und es war kalt und klamm, das nahm sie allerdings gern in Kauf.

"Ich habe dich nur gebeten, mir etwas Geld für die Miete zu leihen." Am liebsten wäre sie im Erdboden versunken. Sie kam sich vor wie eine Bettlerin, die bei einer Königin um ein Almosen bat. Warum tue ich mir das an? dachte sie verzweifelt. Es war sinnlos. Ihre Tante würde ihr nicht einen Penny geben. Sie war geizig und herzlos. Und die nächsten Worte ihrer Tante gaben ihr recht.

"Was denkst du dir eigentlich? Warum sollte ich dich unterstützen? Melanie ist nicht deine Tochter, und ich bin nicht die Wohlfahrt. Gib sie zur Adoption frei, und du bist alle Probleme los."

"Sie ist meine Schwester, Tante Laura! Ich werde sie nie in fremde Hände geben." Melanie war das Einzige, was sie noch hatte.

"Deine Halbschwester." Laura Cavell ließ diesen Einwand nicht gelten. "Du weißt nicht einmal, wer ihr Vater ist." Widerwillig blickte sie auf das dunkelhaarige, südländisch aussehende Baby, das Claire schützend im Arm hielt.

"Das ist mir egal." So langsam verlor sie die Geduld. Wie konnte ihre Tante es wagen, so mit ihr zu sprechen? Was mischte sie sich überhaupt ein? Ihre Mutter hatte eine Affäre mit einem spanischen Kellner gehabt - na und? Sie war glücklich gewesen, und das hatte sie, Claire, ihr von Herzen gegönnt, nach allem, was sie mit ihrem ersten Mann durchgemacht hatte. "Melanie gehört zur Familie. Punkt und aus. Ich werde sie nicht weggeben."

Warum hatte sie ihre Tante überhaupt um Hilfe gebeten? Sie hatte doch gewusst, dass sie auf Granit biss! Laura Cavell lebte nur für ihren Beruf. Sie war Assistentin eines mächtigen Aufsichtsratsvorsitzenden einer der größten europäischen Banken. Geld bedeutete ihr alles. Sie hatte, ohne zu zögern, Liebe und die Aussicht auf Kinder für ihre Karriere geopfert. Eine Frau wie sie verstand nichts von Romantik und Familienbanden. Claire hätte am liebsten geweint. Sie hatte sich noch nie so allein und hilflos gefühlt.

"Du bist erst einundzwanzig, Claire", sagte ihre Tante streng. "Noch vor einem Monat hast du studiert. Sieh dich doch an! Du hast dein Studium aufgegeben. Jetzt sitzt du hier und hast nicht einmal einen Job. Wovon wollt ihr beide leben? Du kannst ja nicht einmal die Miete für dieses furchtbare Apartment bezahlen. Ich zweifle an deinem Verstand."

"Ich werde schon eine Arbeit finden."

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