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Julie - die Göttliche von Wilson, Gayle (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.12.2013
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Julie - die Göttliche

Paris 1815: Man nennt sie die 'Göttliche Julie', und alle Männerherzen schlagen höher, wenn die bildschöne Julie de Valmé-Ashford in den Spielsalons die Karten austeilt. Doch dann kommt jeder schicksalhafte Abend, an dem sie fluchtartig den Spieltisch verlassen muss, um einer Gefangennahme durch die Schergen des Polizeichefs Fouché zu entkommen. Denn Julies Vater hat für England spioniert, unddarauf steht die Guillotine. Verwegen als Zigeunerjunge verkleidet, wird sie nach einem Diebstahl in letzter Sekunde von einem hochgewachsenen Engländer gerettet, der auf der Suche nach dem verschwundenen Duke of Avon nach Frankreich gereist ist. Auf wundersame Weise sind Julies und Devon Burkes Wege von Stund' an miteinander verknüpft. Stürmische Nächte voll sinnlicher Zärtlichkeiten und eine tiefe Vertrautheit verbindet die liebenden bald. Trotzdem kann Julie nicht an ein glückliches Ende, an ein Leben an Devons Seite glauben. Denn ihr Ruf als Göttin der Spielsalons und die Ächtung ihres Vaters wegen Falschspiels sind der englischen Gesellschaft wohlbekannt. Doch noch liegt die letzte Karte in dem Spiel um Liebe, Glückseligkeit oder Tod nicht offen...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 256
    Erscheinungsdatum: 16.12.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783954467709
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 430 kBytes
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Julie - die Göttliche

PROLOG

Paris, Januar 1815

"Ihre Einsätze bitte, Gentlemen."

Ihre Stimme klang melodisch, als sie zu den Spielern sprach, die sich erwartungsvoll um den Tisch geschart hatten. Juliette de Valmé hielt ihre schlanken Finger mit den schockierend lackierten Nägeln einen Moment über den Stapel Pharokarten, um den Männern Zeit zu lassen, ihre Wettbeträge auf den Tisch zu legen.

"Können Sie uns eine Erklärung für dieses Phänomen liefern, meine Liebe? Weshalb kommen wir jeden Abend hier zusammen, um unser Geld an eine Frau mit solch einem erstaunlichen Glück zu verlieren?", bemerkte ein Stammgast.

"Vielleicht sollten Sie Ihre Einsätze klüger platzieren, dann brauchten Sie Juliette nicht mit so dummen Fragen zu belästigen", antwortete ein anderer lachend. "Ich kann mir niemand vorstellen, gegen den ich lieber verlieren würde. Mein Herz und mein Geld gehören Ihnen", schloss er und verbeugte sich höflich in Richtung der hübschen Bankhalterin.

"Ich glaube, Sie haben recht", meinte sie ironisch und deutete mit einer graziösen Handbewegung auf das Kartenpaar, das sie gerade vom Stapel genommen hatte. Die Spieler am Tisch lachten über ihre Bemerkung und ihr anhaltendes Glück.

"Offensichtlich sind wir alle in derselben misslichen Lage - nämlich so betört, dass wir unsere Verluste in der Hoffnung auf ein reizendes Lächeln, ein freundliches Wort und einen gelegentlichen Gewinn klaglos ertragen, wobei letzteres nicht ganz so wichtig ist", meinte Baron du Deffand.

"Wie uncharmant, Deffand", warf ein anderer junger Adeliger ein, der Abend für Abend um einen Platz an diesem besonderen Tisch kämpfte. "Ich persönlich habe kein Interesse daran, hier Geld zu gewinnen", fuhr er, an Juliette gewandt, fort. "Es ist mir egal, wie viel Louisdor Sie mir aus der Tasche ziehen. Mir genügt es, wenn ich mich an Ihrem strahlenden Glanz weiden darf."

Julie sah ihn unter halb gesenkten dichtbewimperten dunklen Augen an und meinte unbekümmert: "Die Frage ist nur, ob Sie mich morgen noch ebenso mögen werden, nachdem Sie Ihre Verluste zusammengerechnet haben."

"Mein Herz gehört Ihnen bis in alle Ewigkeit", erklärte der Mann und legte die Hand auf die Brust, um seine Ernsthaftigkeit zu unterstreichen.

"Dann kann ich nur hoffen, dass Ihre Bankiers ebenso ehrlich und Ihre Konten ebenso unerschöpflich sind wie Ihre Hingabe, mein lieber Graf", erwiderte sie und zog seinen Einsatz geschickt heran. Lautes Gelächter auf Kosten des Adeligen erscholl, und ein äußerst eifersüchtiger Spieler, der zu seinem Bedauern an einem anderen Tisch hatte Platz nehmen müssen, bewunderte nicht nur das Glück, die Schönheit, sondern auch Juliettes Schlagfertigkeit.

Das Flackern der österreichischen Kandelaber und der Lärm der Menge, die sich in diesem eleganten Kasino im Pariser Marais-Viertel versammelt hatte, war Juliette de Valmé seit frühester Kindheit vertraut. Die meiste Zeit ihres Lebens hatte sie in dem einen oder anderen Spielsalon verbracht und verstand sehr gut, weshalb manche Menschen diese Räumlichkeiten als Hölle bezeichneten.

Eine aufgedeckte Karte oder eine Drehung des Rouletterads konnte das Seelenheil eines Menschen in arge Bedrängnis bringen. Sie hatte nicht selten Verlierer den Tisch verlassen sehen, wo die Mitstreiter begierig den Zusammenbruch seiner Hoffnungen beobachtet hatten. Nicht wenige hatten ihrem Leben irgendwo in einer schmalen Pariser Gasse ein Ende bereitet, nachdem ihnen die ganze Tragweite ihres Verlustes bewusst geworden war.

Zumindest wurde im Haus ihres Vaters nicht falsch gespielt. Natürlich standen die Chancen immer zugunsten des Kasinos. Aber es gab keine gezinkten Karten, und an den Rouletterädern war nicht herumgepfuscht worden. Ihr Vater legte Wert auf Ehrlichkeit, und sie hielt sich an seine Anweisung, seit sie zunehmend freie Hand in diesem Geschäft hatte, das sie seit drei Jahren führte.

Zum Glück war die Gewinnspanne ausge

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