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Küsse unterm Weihnachtsbaum von Cozzens, Tracy (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 24.10.2014
  • Verlag: Edel Elements
eBook (ePUB)
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Küsse unterm Weihnachtsbaum

Liebe, Abenteuer, Romantik - und Küsse unterm Weihnachtsbaum ... Connecticut, 1897: Die wohlhabende Familie Carrington hat fünf Töchter - und ein schwarzes Schaf in der Familie: Meryl, die Jüngste, zeigt keine Ambitionen, sich einen charmanten Ehemann zu suchen. Stattdessen will sie das Familienimperium leiten. Ein ungeheuerlicher Plan, dem zwei Männer im Wege stehen: Meryls Vater und sein designierter Nachfolger, der ruppige Joe Hammond. Ausgerechnet derjenige, der Meryl vor vielen Jahren unter einem Mistelzweig den ersten Kuss raubte. Doch Meryl ist nicht bereit, aufzugeben ... Ein wunderbar warmherziges Lesevergnügen für lange Winterabende!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 304
    Erscheinungsdatum: 24.10.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955304935
    Verlag: Edel Elements
    Größe: 2834kBytes
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Küsse unterm Weihnachtsbaum

1. Kapitel

Connecticut, 1897

I mmer schön das Ziel im Auge behalten, Meryl."

"Tue ich ja." Sie beobachtete ihren Vater, der durch sein Fernglas blickte und das hohe Gras am Rand der Weide nach Moorhühnern absuchte.

Meryls "Ziel" gehörte nicht zur Gattung Federvieh, sondern war Herr über ein gewaltiges Eisenbahnimperium und stand direkt neben ihr, die Wangen von der kühlen Morgenluft gerötet. Sie war so erpicht darauf, mit ihrem Vater über ihre Zukunft zu reden, dass sie sogar die behagliche Wärme des Landhauses verlassen hatte, um ihn bei seiner traditionellen Jagd an Thanksgiving zu begleiten. Mr McDougall und Mr Whitney, übers Wochenende angereiste Gäste, waren ebenfalls mit von der Partie und folgten gerade dem Setter zu einem kleinen Hügel ganz in der Nähe. Das verschaffte Meryl ein paar kostbare Minuten allein mit ihrem Vater.

Mr Carrington senkte das Fernglas und betrachtete seine Tochter. "Du bist alles andere als begeistert bei der Sache. Warum bist du nicht im Haus geblieben? Deine Mutter hätte es sicher begrüßt, wenn du ihr bei den Vorbereitungen für das Essen zur Hand gegangen wärst."

"Sie braucht mich doch gar nicht, auch wenn die Dienstboten heute freihaben. Im Haus sind vier verheiratete Damen, die sowieso alles viel besser können. Mrs McDougall betrachtet sich als Expertin auf dem Gebiet der Truthahnzubereitung. Mrs Whitney hat ganz klare Vorstellungen, was die Tischdekoration angeht, Clara führt ausschweifende Gespräche über die Ernährung von Kleinkindern und ..."

Er hob die Hand. "Still jetzt! Da vorn bewegt sich etwas. Sieh doch."

Er hielt ihr das Fernglas hin. Zögernd nahm sie es in die Hand.

"Achte auf die Stelle links neben dem Beerenstrauch." Er hob das Gewehr und legte an.

"Los, Jasper." Der Golden Retriever schoss auf den Busch zu und scheuchte einen Schwarm Moorhühner auf.

"Also gut, ich gestehe", platzte Meryl heraus.

Mr Carrington zuckte zusammen - und sein Schuss ging daneben. Er senkte das Gewehr und sah seine Tochter an. "Du gestehst? Was ist es dieses Mal?" Er seufzte. "Schon gut, ich kann es mir denken."

"Du weißt, wie sehr ich es liebe, in der Firma zu arbeiten", setzte Meryl an und hoffte, die richtigen Worte zu finden. "Jahrelang habe ich von nichts anderem geträumt. Aber ich habe nicht damit gerechnet, dass es so stumpfsinnig sein würde ..."

Seine Augen über dem mittlerweile fast vollständig ergrauten Zwirbelbart funkelten. "Ich hatte dich gewarnt: Frauen besitzen nun mal keinen Geschäftssinn. Es war töricht von dir, zu glauben, die Arbeit würde dir gefallen."

"Dir würde es auch nicht gefallen, wenn du den ganzen Tag lang Formulare in Aktenordner heften müsstest", entgegnete sie trocken.

Er gab die Verfolgung der Moorhühner endgültig auf, stellte den Gewehrkolben auf den Boden und hielt mit behandschuhten Händen den Lauf umfasst. "Diese Arbeit ist wichtig und keinesfalls unter der Würde meiner Tochter."

"Als Einstieg war es gewiss geeignet. Aber jetzt bin ich bereit für größere Herausforderungen. Ich bin keine Anfängerin mehr und habe mittlerweile auch eine angesehene Akademie absolviert."

"Bryn Mawr. Eine Mädchenschule."

"An der ich ein eingehendes Studium der Geschichte, Sprachen und Mathematik betrieben habe. Ich bin bestens vorbereitet, um die Westgate-Übernahme durchzuführen."

Er sah sie ungläubig an. "Westgate? Du hältst dich für fähig, den Kauf einer Eisenbahngesellschaft abzuwickeln?" Sie nickte energisch. "Ganz recht. Ich bin bereit, Vater. Ich habe alle Gutachten gelesen und sogar ein Kaufangebot für die Geschäftsleitung von Westgate aufgesetzt. Vielleicht könntest du es dir heute einmal ansehen?"

"Meryl ..."

"Vater, bitte." Sie legte die Hand auf den Ärmel seiner schweren Jagdjacke. "Du hast nun mal keinen Sohn - aber mich. Und ich verspreche dir, dass ich dich nicht enttäuschen werde."

Er

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