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Küssen auf eigene Gefahr von Andersen, Susan (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.04.2014
  • Verlag: Edel Elements
eBook (ePUB)
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Küssen auf eigene Gefahr

Aktionspreis - nur für kurze Zeit! Gerade noch eine zurückhaltende und respektierte Schullehrerin - und im nächsten Moment mit Handschellen und sexy Stripperklamotten im Auto eines Kopfgeldjägers: Catherine MacPherson kann sich nicht erinnern, je einen furchtbareren Tag erlebt zu haben! Immer wieder versucht sie dem verwirrend gut aussehenden, aber unglaublich sturen Sam McKade zu erklären, dass er sie mit ihrer Zwillingsschwester Kaylee verwechselt. Da kann Sam ja nur lachen! Wer fällt denn noch auf diesen alten Zwillingstrick herein? Er muss aber zugeben, dass diese Kaylee wirklich hinreißend ist - und so ganz anders als seine üblichen "Klientinnen" ... "Susan Andersen schreibt wahnsinnig gute Thriller - voll gefährlicher Liebe und abgründiger Spannung!" (Romantic Times Magazine)

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 414
    Erscheinungsdatum: 17.04.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955304614
    Verlag: Edel Elements
    Größe: 786 kBytes
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Küssen auf eigene Gefahr

1

Als es an der Tür läutete, war Catherine MacPhersons erster Impuls, nicht darauf zu reagieren. Ihr war einfach nicht nach Gesellschaft zumute.

Andererseits war Selbstmitleid eine ziemlich unschöne Eigenschaft, und noch dazu verursachte es ihr Schuldgefühle – auch wenn sie sich selbst die Erlaubnis erteilt hatte, einen ganzen Tag lang in ihrem Unglück zu schwelgen. Wieder läutete es, durchdringender dieses Mal, und da gewann Catherines jahrelang geübte Selbstdisziplin die Oberhand. Sie ging zur Tür und öffnete.

Die Letzte, die sie auf ihrer Schwelle zu sehen erwartet hätte, war ihre Zwillingsschwester. "Kaylee", war alles, was sie in ihrer Verblüffung herausbrachte, und dann stand sie nur noch da und starrte ihre Schwester an.

"Überraschung!", rief Kaylee mit der heiseren Altstimme, die sie sich antrainiert hatte, als sie beide fünfzehn Jahre alt gewesen waren. Der Riemen ihrer Tasche rutschte ihr von der Schulter, und sie stieß mit ihrem Koffer gegen den Türrahmen, als sie ihn in den Flur bugsierte. Dort ließ sie Tasche und Koffer fallen, schloss Catherine in die Arme und drückte sie in einer Wolke aus Parfüm fest an sich.

Catherine erwiderte die Umarmung ihrer Schwester, konnte allerdings nicht verhindern, dass gleichzeitig eine leise Stimme in ihrem Kopf flüsterte: Oh, oh. Ich wittere Unheil. Sie klopfte Kaylee auf die Schulter, dann befreite sie sich aus ihren Armen und trat einen Schritt zurück.

Kaylee sah sich im Flur um und warf einen Blick ins Wohnzimmer, um sich anschließend mit einer spöttisch hochgezogenen Augenbraue wieder Catherine zuzuwenden. "Wie ich sehe, bist du wie eh und je die ordentliche kleine Hausfrau", sagte sie mit amüsiertem Unterton. "Alles hübsch sauber aufgeräumt."

Diese Bemerkung wirkte auf Catherine wie ein Schlag in die Magengrube, und sie erwiderte steif: "Ehrlich gesagt sieht es hier sonst nicht so ordentlich aus. Ich wollte gestern Abend nämlich nach Europa fliegen, aber als ich am Flughafen ankam, musste ich feststellen, dass der Reiseveranstalter Pleite gemacht hat und ich mein Geld in den Wind schreiben kann."

"Auweia", sagte Kaylee mitfühlend.

"Ich habe lange für diese Reise gespart, Kaylee." Catherines Kinn begann zu zittern, sie riss sich jedoch zusammen und biss die Zähne aufeinander, bis sie sich wieder unter Kontrolle hatte.

"Ja, das ist wirklich Pech", sagte Kaylee. Dann zuckte sie mit den Schultern und fuhr munter fort: "Aber damit wirst du schon fertig, Schwesterherz. Das ist dir doch bis jetzt immer gelungen." Sie nahm eine zierliche Skulptur in die Hand, die auf einem kleinen Tisch im Flur stand, betrachtete sie einen Augenblick lang ohne großes Interesse und sah wieder ihre Schwester an. "Die Sache ist die, Catherine" – sie stellte die Skulptur vorsichtig zurück – "ich stecke ziemlich tief in der Klemme."

Na, das ist ja mal was ganz Neues, ging es Catherine unwillkürlich durch den Kopf, wobei ihr klar war, dass diese Art von Sarkasmus kein besonders gutes Licht auf ihren Charakter warf, aber sie war momentan einfach nicht in der Lage, ein entsprechendes Maß an Mitgefühl aufzubringen. Es war kein Zufall, dass sie sich einen Wohnort ausgesucht hatte, der so weit wie möglich von dem ihrer Schwester entfernt lag, wenn sie denn schon auf dem gleichen Kontinent leben mussten.

So lange Catherine denken konnte, hatte man es ihr überlassen, sich der Probleme anzunehmen, die in der Familie auftauchten. Sie hatte keine Ahnung, wie es dazu gekommen war, aber im Grunde lief es immer darauf hinaus. Bevor irgendeine Sache

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