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Küssen ist die beste Verteidigung Roman von Görner, Alexandra (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 05.06.2017
  • Verlag: Forever
eBook (ePUB)
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Küssen ist die beste Verteidigung

Audrey ist bei ihrer Großmutter aufgewachsen. Daher ist sie am Boden zerstört, als diese einen Schlaganfall erleidet. Nur durch ihren ungeliebten, wenn auch lukrativen, Job als Escort Girl kann sie die Pflege bezahlen. Doch dank einer falschen Hausnummer steht Audrey versehentlich bei Anwalt Rob vor der Haustür, der sie prompt für seine neue Haushaltshilfe hält. Die Bezahlung stimmt, und Rob ist zudem noch unheimlich attraktiv, also klärt Audrey das Missverständnis nicht auf. Und während Audrey für Rob Partys organisiert, seine Wohnung auf Vordermann bringt und sie sich immer mehr in Notlügen verstrickt, kommen die beiden sich näher. Das Chaos nimmt seinen Lauf ... Von Alexandra Görner sind bei Forever erschienen: In der London-City-Reihe: Verliebt, verlobt, vielleicht Süße Küsse unterm Mistelzweig Sie dürfen die Nanny jetzt küssen Land, Luft und Liebe Verlieb dich, verlieb dich nicht Halbzeitküsse Heißkalte Winterküsse Küssen ist die beste Verteidigung In der Montana-Kisses-Reihe: Verlieben ausdrücklich erlaubt Alexandra Görner ist 33 Jahre alt und lebt mit ihrem Mann und ihrem Sohn in einer kleinen Stadt in Sachsen. Sie arbeitet in einem Zuliefererbetrieb für die Automobilindustrie und schreibt nur in ihrer Freizeit. Die verbringt sie außerdem am liebsten mit ihrer Familie und natürlich mit tollen Büchern.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 300
    Erscheinungsdatum: 05.06.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958181724
    Verlag: Forever
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Küssen ist die beste Verteidigung

Kapitel 1

Audrey

Hastig lief ich durch den Hausflur, der eindeutig seine besten Zeiten hinter sich hatte, und stieg die Treppe hinauf, um gleich darauf schwungvoll die Wohnungstür zu dem kleinen Apartment, das ich mit meiner besten Freundin Zoe teilte, aufzustoßen.

Der Fahrstuhl hatte mal wieder den Geist aufgegeben. Das war das dritte Mal in diesem Monat. Ich nahm mir fest vor, endlich ein ernstes Wörtchen mit unserem Vermieter zu sprechen, denn langsam hatte ich die Nase gestrichen voll davon.

Geräuschvoll kickte ich die Tür mit dem Fuß hinter mir zu und balancierte die vollen Einkaufstüten, einen Becher Kaffee to go und meine Handtasche in die Küche. Ich schaffte es tatsächlich, ohne etwas fallen zu lassen. Eine lange Nacht lag hinter mir, und der heutige Tag hatte ebenfalls seinen Tribut gefordert, nun war ich dementsprechend müde.

"Und du kannst wirklich niemand anderen zu diesem Date schicken?", fragte ich, nachdem ich meine Einkaufstüten auf dem Fußboden abgestellt hatte. Das Handy, das bis eben noch zwischen meiner Schulter und meinem Kinn eingeklemmt war, hielt ich nun in der Hand.

Mein erstes freies Wochenende seit einer gefühlten Ewigkeit stand an, und ich hatte mir viel vorgenommen. Dass ich ausgerechnet heute noch eine Verabredung mit einem Kunden übernehmen sollte, gefiel mir daher überhaupt nicht.

Am anderen Ende der Leitung hörte ich Lorraine leise seufzen.

"Glaub mir bitte, ich bin mir der Tatsache durchaus bewusst, dass freie Wochenenden in letzter Zeit bei dir Mangelware waren."

"Das ist die Untertreibung des Jahres", gab ich etwas mürrisch zurück.

Beim Gedanken an eine neue Verabredung wurde mir flau im Magen. Ich wollte das alles nicht mehr. Wenn ich das Geld nicht so dringend brauchen würde, hätte ich längst in der Agentur gekündigt. In letzter Zeit spielte ich immer häufiger mit dem Gedanken, ein Studium zu beginnen und mein Leben völlig neu zu ordnen. Ein Anflug von schlechtem Gewissen beschlich mich, als ich an den morgigen Tag dachte. Ich war mit Grandma zu einem Picknick im Clissold Park verabredet. In Hackney gab es Dutzende Parks, aber der Clissold war nach wie vor ihr Lieblingsplatz. Früher waren wir häufig zusammen dorthin gegangen und saßen für gewöhnlich im Schatten einer uralten Buche oder hatten es uns am Seeufer gemütlich gemacht, Limonade getrunken, Sandwiches gegessen und unsere Füße im kühlen Wasser baumeln lassen.

Traurigkeit stieg in mir auf, und mein Herz zog sich schmerzlich zusammen, während sich ein Kloß in meiner Kehle festsetzte. Ich spürte, wie mir die Tränen in die Augen stiegen, als mir wieder einmal bewusst wurde, dass diese Momente nie mehr so unbeschwert sein würden wie früher. Seit Grandmas Schlaganfall im letzten Jahr hatte sich so vieles verändert. Hoffentlich musste ich ihr nicht absagen. Denn viel zu oft entstand aus einem Date an einem Freitagabend eine neue Verabredung fürs Wochenende.

Bevor ich beim Gedanken an Grandma von Niedergeschlagenheit übermannt wurde, räusperte ich mich schnell und versuchte mich schweren Herzens wieder auf das Gespräch mit Lorraine zu konzentrieren.

"Nein, leider nicht. Die anderen Girls sind entweder ausgebucht oder haben gerade Urlaub. Audrey, ich stecke wirklich in der Klemme. Gäbe es eine andere Möglichkeit, würde ich dich nicht um diesen Gefallen bitten."

Meine Finger umklammerten den Telefonhörer ein bisschen fester. Mein Widerstand schmolz bei ihren Worten wie das Eis, das ich gerade in das Gefrierfach unseres Kühlschranks stopfte. Es war wirklich eine dumme Idee gewesen, am gefühlt heißesten Tag des Jahres eine Packung Eis vom Supermarkt nach Hause zu transportieren.

Bevor ich etwas auf Lorraines Bitte erwidern konnte, erinnerte sie mich freundlich, aber bestimmt: "Vergiss nicht, dass ich dir auch schon einmal aus der Klemme geholfen habe."

Das stimmte. Als niemand, natürlich mal abgesehen von Zoe, ber

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