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Kafka auf Deutsch von Kafka, Franz (eBook)

  • Verlag: Seltzer Books
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Kafka auf Deutsch

Diese Datei enthält (im Original Deutsch): Die Verwandlung; Betrachtung: Kleine Erzählungen; Ein Landarzt: Kleine Erzählungen; Ein Hungerkünstler, Erzählung; In der Strafkolonie, Erzählung; und Das Urteil, Erzählung. Nach Wikipedia: Franz Kafka (3. Juli 1883 - 3. Juni 1924) war ein bedeutender Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Er wurde in einer deutschsprachigen jüdischen Familie in Prag, Böhmen (heute Tschechische Republik), Österreich-Ungarn geboren. Sein einzigartiger Schriftkörper, von dem viele unvollständig sind und der hauptsächlich posthum veröffentlicht wurde, gilt als einer der einflussreichsten in der westlichen Literatur. Kafka wurde in einem der Häuser am Prager Altstadtplatz geboren, direkt neben der St.-Nikolaus-Kirche. In diesem Haus wurde eine Galerie mit einer Dauerausstellung über Kafkas Leben eröffnet. Seine Geschichten umfassen die Metamorphose (1912) und In der Strafkolonie (1914), während seine Romane The Trial (1925), The Castle (1926) und Amerika (1927) sind.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 145
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9781455392674
    Verlag: Seltzer Books
    Größe: 286 kBytes
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Kafka auf Deutsch

EIN LANDARZT, KLEINE ERZÄHLUNGEN

FRANZ KAFKA

KURT WOLFF VERLAG

Copyright 1919 by Kurt Wolff Verlag - München und Leipzig

INHALT

Der neue Advokat 1

Ein Landarzt 6

Auf der Galerie 34

Ein altes Blatt 39

Vor dem Gesetz 49

Schakale und Araber 57

Ein Besuch im Bergwerk 75

Das nächste Dorf 88

Eine kaiserliche Botschaft 90

Die Sorge des Hausvaters 95

Elf Söhne 102

Ein Brudermord 125

Ein Traum 135

Ein Bericht für eine Akademie 145

Meinem Vater

______________________

Der neue Advokat.

Wir haben einen neuen Advokaten, den Dr. Bucephalus. In seinem Äußern erinnert wenig an die Zeit, da er noch Streitroß Alexanders von Macedonien war. Wer allerdings mit den Umständen vertraut ist, bemerkt einiges. Doch sah ich letzthin auf der Freitreppe selbst einen ganz einfältigen Gerichtsdiener mit dem Fachblick des kleinen Stammgastes der Wettrennen den Advokaten bestaunen, als dieser, hoch die Schenkel hebend, mit auf dem Marmor aufklingendem Schritt von Stufe zu Stufe stieg.

Im allgemeinen billigt das Barreau die Aufnahme des Bucephalus. Mit erstaunlicher Einsicht sagt man sich, daß Bucephalus bei der heutigen Gesellschaftsordnung in einer schwierigen Lage ist und daß er deshalb, sowie auch wegen seiner weltgeschichtlichen Bedeutung, jedenfalls Entgegenkommen verdient. Heute -- das kann niemand leugnen -- gibt es keinen großen Alexander. Zu morden verstehen zwar manche; auch an der Geschicklichkeit, mit der Lanze über den Bankettisch hinweg den Freund zu treffen, fehlt es nicht; und vielen ist Macedonien zu eng, so daß sie Philipp, den Vater, verfluchen -- aber niemand, niemand kann nach Indien führen. Schon damals waren Indiens Tore unerreichbar, aber ihre Richtung war durch das Königsschwert bezeichnet. Heute sind die Tore ganz anderswohin und weiter und höher vertragen; niemand zeigt die Richtung; viele halten Schwerter, aber nur, um mit ihnen zu fuchteln; und der Blick, der ihnen folgen will, verwirrt sich.

Vielleicht ist es deshalb wirklich das Beste, sich, wie es Bucephalus getan hat, in die Gesetzbücher zu versenken. Frei, unbedrückt die Seiten von den Lenden des Reiters, bei stiller Lampe, fern dem Getöse der Alexanderschlacht, liest und wendet er die

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