text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Kampf der Imperien Historischer Roman von Kane, Ben (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 27.11.2019
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
9,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Kampf der Imperien

Rom gehen Makedonien - Kampf der Imperien Rom, 200 vor Christus. Gerade hat Rom Hannibal geschlagen und zum Friedensschluss von Kathargo gezwungen. Doch im Osten wartet bereits ein neuer Feind: Philipp V. von Makedonien, Herrscher über Griechenland. Als er seine Hand auch nach Pergamon und Rhodos ausstreckt, greift Rom ein. Ein neuer Krieg entbrennt und bringt die Römer bald an den Rand ihrer Möglichkeiten. Haben sie zu viel riskiert? Wird ihr Imperium untergehen? Oder kann der ehrgeizige Feldherr Flaminus das Blatt noch einmal wenden? Der Bestsellererfolg aus England - endlich auf Deutsch! Ben Kane wurde in Kenia geboren und wuchs in Irland auf, im Heimatland seiner Eltern. Schon als Kind übte die Geschichte Roms eine große Faszination auf ihn aus, weshalb mit der Veröffentlichung seines Debüts 'Die Vergessene Legion' ein lang gehegter Traum in Erfüllung ging. Mittlerweile ist Ben Kane Bestsellerautor und lebt mit seiner Familie in North Somerset, England.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 591
    Erscheinungsdatum: 27.11.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732577989
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Originaltitel: Clash of Empires
    Größe: 1165 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Kampf der Imperien

PROLOG

Vor der Südküste Italiens
Frühsommer 215 v. Chr.

Der Abend war wunderschön, lau und windstill, das Meer glich einem Blech aus gehämmerter Bronze. Von kreischenden Möwen verfolgt, befanden sich ein Dutzend kleiner Fischerboote auf dem Heimweg. Licht blitzte an den Helmen der Soldaten auf der Küstenstraße. Im Westen hoben sich die Berge Bruttiums als dunkle Schatten vor der langsam sinkenden goldenen Scheibe der Sonne ab. Nach Nordosten, im Hitzeflimmern verborgen, lag die große Stadt Tarentum. Weit draußen auf dem Wasser überquerte ein Geschwader römischer Triremen die große quadratische Bucht, die tief in Italiens Südküste einschneidet.

Die Schiffe fuhren in zwei Fünferlinien, und die Trireme in der Mitte der vorderen war das Flaggschiff des Admirals Publius Valerius Flaccus. Er hatte es nicht eilig - die dreitätige Patrouille nach Locri und zurück war ereignislos verlaufen -, und bei Sonnenuntergang erreichten sie ihren Heimathafen Tarentum. Flaccus hatte sich entschieden, dass sein Bericht und andere Pflichten bis zum nächsten Morgen warten konnten. An Land würde er ein Bad nehmen und die Kleidung wechseln, und danach freute er sich auf einen Abend in Gesellschaft seiner Geliebten, der Witwe eines Adligen, der bei Cannae gefallen war.

Flaccus war ein untersetzter, entschlossener Mensch. Die fleischigen Wangen und das zurückweichende Haar nahmen ihm nichts von seiner gebieterischen Erscheinung, die durch ein strahlend blaues Augenpaar betont wurde. Diese Augen, da war er sicher, hatten zusammen mit seinem hohen Rang und seinem städtischen Auftreten den Ausschlag gegeben, warum die Witwe seinen Annäherungsversuchen erlag. Tarentum war kein Provinznest, aber wer aus Rom kam, trat kultivierter auf, und Flaccus wusste seine unsichtbare Überlegenheit bis aufs Letzte auszuspielen. Bei seiner damals noch zukünftigen Geliebten hatte sie gleich bei ihrem ersten Zusammentreffen Wirkung gezeigt, auf dem Fest, mit dem er in Tarentum empfangen worden war. Seine Lippen zuckten. Das Fest lag gar nicht lange zurück, und er hatte sie noch in derselben Nacht ins Bett bekommen.

Sie war gerade so üppig, wie es ihm gefiel, und hatte weiche, parfümierte Haut und bemerkenswert kecke Brüste. Ihr Geschmack im Schlafgemach war vielfältig und unersättlich, eine ewige Quelle von Überraschung und Wonne.

Flaccus zügelte seine Fantasie.

Wie seine Offiziere trug er auf See nur eine kurze Tunika und nicht die umständliche Toga seines Ranges.

Er stand neben dem Steuermann und hatte Sicht auf die ganze Länge des Schiffes. Ein zentraler Steg verband den Bug mit dem Heck, und zu beiden Seiten saßen die Ruderer in drei Ebenen auf ihren Bänken und bewegten Körper und ausgestreckte Arme in beständigem Rhythmus vor und zurück. Vorn spielte der Taktgeber auf seiner Flöte, seine Melodie bestimmte den Schlag. Die Schlagmänner, fünfundzwanzig Schritte voneinander getrennt auf dem Steg, knallten ihre eisenbeschlagenen Stäbe im Takt des Flötenspiels auf die Planken. Im Moment war der Schlag gemächlich, und die Schiffe fuhren in gleichbleibendem Tempo, das die Ruderer stundenlang beibehalten konnten.

Flaccus gefiel der Gedanke, dass auf sein Wort das ganze Geschwader auf Rammgeschwindigkeit beschleunigen würde. Er hatte zur Übung den Befehl schon erteilt, und bei den Göttern, es ging ihm jedes Mal ins Blut. Wenn er zu einer feindlichen Flotte aufschloss, würde es sich anders anfühlen, erregend und erschreckend zugleich. Wie erschreckend, konnte Flaccus nicht sagen, aber schon bei der Vorstellung, wie sich die gezackte Bronzeschnauze eines Rammsporns durch den Rumpf seines Schiffes bohrte, verkrampfte sich sein Magen. Ins nasse Grab zu sinken, so wollte er sein Leben nicht beschließen - er wollte auch nicht vom Sog eines vorüberfahrenden Schiffes in die Tiefe gerissen oder im Meer schwimmend vom Feind aufgespießt werden. Mehr sagte ihm schon der Gedanke zu, ein karthagisches Schif

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen