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Katers wundersame Reise Roman von Trompette, Laura (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.12.2018
  • Verlag: Diana
eBook (ePUB)
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Katers wundersame Reise

Kater Figaro kann es nicht glauben: Er wurde ausgesetzt - mitten in Paris! Ein neues Zuhause findet er wider Erwarten bei dem verwitweten Paul, einem leidenschaftlichen Koch. Der will mit dem Familienzuwachs seine Tochter Louise trösten. Doch auch Paul öffnet sein Herz allmählich für den stolzen Kater. Und für eine neue Liebe ... Vier turbulente Leben kollidieren in der romantischsten Stadt der Welt - witzig, herzzerreißend und bezaubernd schön! Laura Trompette, geboren 1987, ist Journalistin, Social-Media-Expertin und Gründerin einer Agentur für digitale Kommunikation. Das Schreiben ist seit ihrer Kindheit ihre große Leidenschaft. Derzeit hat sie auf der Plattform Wattpad mehr als 150.000 Leserinnen und Leser.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 10.12.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641233938
    Verlag: Diana
    Originaltitel: C'est toi, le chat
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Katers wundersame Reise

2

Paul

"Alles Gute zum Geburtstag, Prinzessin", rufe ich und schwenke meine beiden jüngsten Kreationen.

Louise blickt zu mir auf, wenig überzeugt. Zum Glück kann ich mich auf den Enthusiasmus ihrer Nanny Rachel verlassen.

"Wow! Eine Saint-Honoré-Torte und ein Kuchen in Judy-Form. Deine geliebte Judy aus Zoomania! "

"Danke, Papa, das sieht toll aus."

"Diesen bekommst du, weil du sieben Jahre alt wirst, und diesen, weil du schon eine richtige kleine Feinschmeckerin bist. Ich konnte dir ja schlecht eine reine Zuckerbombe backen."

"Stimmt. Du bist spitze und Spitzenbäcker!"

"Genau. Jetzt puste die Kerzen aus!"

"Rachel, hilfst du mir?"

"Okay. Eins, zwei, drei!"

In der Wohnküche nehme ich meine Schürze ab und atme einmal tief durch. Ich weiß, dass ich Louise niemals wirklich genügen werde, aber ich tue mein Bestes. Die Sonntage ohne Aurélia sind unbestreitbar die schwersten Tage der Woche.

Während Rachel die beiden Kuchen anschneidet, gehe ich in mein Zimmer und hole die Geschenke, die ich ganz oben im Schrank versteckt hatte.

"Papa, wo bleibst du?"

"Ich komme, mein Spatz."

Ihre Augen leuchten auf, als sie den Geschenkeberg in meinen Armen sieht. In diesen Momenten wird sie für einen kurzen Augenblick wieder zu einem normalen Kind. Neugierig und aufgekratzt.

"Sind die alle für mich?"

"Nein, eins ist für dich. Die anderen sind für das Nachbarsmädchen."

"Ha ha! So ein Quatsch", sagt sie entrüstet.

"Natürlich sind die für dich. Du kannst sie nach dem Essen aufmachen, okay?"

"Okay. Der hier ist voll lecker, Papa. Was tust du da noch mal rein?"

"Schlagsahne, Brandteig, Blätterteig und Konditorcreme."

"Mjam."

Lächelnd wische ich ihr etwas Sahne von der Nase.

Plötzlich verfinstert sich ihre Miene.

"Papa, ich habe jetzt zum dritten Mal meine Kerzen ohne Mama ausgepustet."

"Ich weiß, mein Herz. Aber sie ist im Mama-Paradies und schaut dir zu."

Ich glaube weder an Gott noch an das Paradies. Doch für Louise greife ich seit drei Jahren auf dieses Mittel zurück. Seit Aurélia uns verlassen hat, seit eine jäh verlaufene Meningitis sie uns innerhalb von 48 Stunden entriss.

Wir waren so glücklich, wir hatten alles. Liebe, berufliche Erfüllung, Familie und eine gemütliche Wohnung in unserem Lieblingsviertel in Paris. Und dann, plötzlich, riss man uns eine Gliedmaße aus, ohne Vorwarnung.

Doch ich sollte heute nicht an meine Wut denken. Es ist Louises Tag.

"Willst du diese Woche wirklich nichts mit deinen Schulfreundinnen machen?"

"Nein."

Sie verschließt sich komplett. Ich verstehe nicht, warum ich immer einen wunden Punkt treffe, wenn ich dieses Thema anspreche. Hat sie Angst vor dem Schulbeginn in zehn Tagen, wenn sie nach dem Vorbereitungsjahr in die erste Klasse kommt?

Im Kindergarten hatte sie eigentlich viele Freunde. Seit der Grundschule ist sie Einzelgängerin. Ich sehe nur hin und wieder ihre Freundin Ella. Dieses Jahr würde ich gern noch andere kennenlernen. Damit ich das Gefühl habe, dass sie in einer Gruppe Kind sein kann, wenn auch nur eingeschränkt. Ich möchte, dass sie Spaß hat und sich im Einklang mit ihrem Umfeld entwickelt.

Doch für den Moment kann ich die Frage nicht vertiefen. Mit ihren gerade sieben Jahren lenkt sie geschickt vom Thema ab.

"Papa, darf ich jetzt die Geschenke aufmachen? Ich habe aufgegessen."

"Ja, nur zu. Nein, warte. Erst Hände waschen."

"Na gut, wenn du willst."

Ich hebe sie hoch und wirbele sie im Kreis, damit sie wieder richtig lächelt, ganz ungetrübt. Es funktioniert, und das beruhigt mich. Als ich ihr die Seife reiche, bespritze ich sie ein wenig mit Wasser, tue aber so, als sei es aus Versehen.

"Hey, du hast mich begossen!"

"Wie einen Pudel?"

"Pff! Nein, wie Vaiana auf ihrem Boot!"

"Na, solange

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