text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Kein Kuss unter dieser Nummer Roman von Kinsella, Sophie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.11.2012
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
8,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Kein Kuss unter dieser Nummer

Poppy Wyatt schwebt im siebten Himmel, schließlich steht sie kurz vor der Hochzeit mit ihrem Traummann. Dummerweise verliert sie ihren äußerst wertvollen Verlobungsring, dann wird ihr auch noch das Handy gestohlen. Als Poppy ein weggeworfenes Smartphone findet, behält sie es kurzerhand. Schließlich muss sie die Suchaktion für ihren Ring organisieren. Dummerweise gehört das Handy dem Geschäftsmann Sam Roxton, dessen Leben bald kopfsteht. Denn Poppy kann dem Impuls nicht widerstehen, in Sams Nachrichten zu stöbern und kurzerhand ein paar Kleinigkeiten für ihn zu regeln - mit den besten Absichten, aber chaotischen Folgen. Gleichzeitig laufen Poppys Hochzeitsvorbereitungen aus dem Ruder und ihr Privatleben gerät in die Krise. Bald ist klar: Sam und Poppy sind aufeinander angewiesen, wenn sie ihr Leben wieder in den Griff bekommen wollen ... Sophie Kinsella ist ehemalige Wirtschaftsjournalistin. Ihre romantischen Komödien und Shopaholic-Romane werden von einem Millionenpublikum verschlungen und erobern regelmäßig die Bestsellerlisten. Sie lebt mit ihrer Familie in London.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 480
    Erscheinungsdatum: 12.11.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641069476
    Verlag: Goldmann
    Originaltitel: I've Got Your Number
    Größe: 523 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Kein Kuss unter dieser Nummer

ZWEI

I ch blinzle und gucke noch mal hin - aber es ist immer noch da, halb versteckt unter weggeworfenen Konferenzprogrammen und einem Starbucks-Becher. Wie kommt ein Handy in den Müll?

Ich sehe nach, ob mich jemand beobachtet - dann greife ich vorsichtig hinein und hole es heraus. Es hat etwas Kaffee abbekommen, scheint ansonsten aber in Ordnung zu sein. Und es ist ein gutes Handy. Ein Nokia. Neu.

Vorsichtig drehe ich mich um und sehe mir die überfüllte Lobby an. Niemand schenkt mir auch nur die leiseste Beachtung. Niemand kommt mir entgegen und ruft: " Da ist mein Handy!" Und ich treibe mich hier immerhin seit zehn Minuten herum. Das Handy muss schon länger da gelegen haben.

Auf der Rückseite klebt ein Sticker mit der winzigen Aufschrift White Globe Consulting Group und einer Nummer. Hat irgendwer es einfach weggeworfen? Ist es kaputt? Ich stelle es an. Das Display leuchtet. Es scheint mir völlig in Ordnung zu sein.

Eine leise Stimme in meinem Kopf sagt mir, ich sollte es abgeben. Es zum Empfangstresen bringen und sagen: "Entschuldigen Sie, ich glaube, jemand hat sein Telefon verloren." Das sollte ich tun. Auf direktem Weg zum Empfang gehen, auf der Stelle, wie jedes verantwortungsvolle, zivilisierte Mitglied der Gesellschaft ...

Meine Füße bewegen sich keinen Zentimeter. Meine Hand schließt sich schützend um das Handy. Schließlich brauche ich ein Handy. Ich wette, die White Globe Consulting Group - wer das auch sein mag - hat massenhaft Telefone. Und es ist ja nicht gerade so, als hätte ich es auf dem Boden oder auf der Toilette gefunden, oder? Es lag in einem Abfalleimer. Sachen, die im Abfall liegen, sind Müll . Sie sind Allgemeingut. Man stellt sie der Welt zur Verfügung. So ist das normalerweise.

Ich werfe noch einen Blick in den Eimer und sehe eine rote Kordel, wie alle Tagungsteilnehmer sie um den Hals tragen. Ich vergewissere mich, dass der Concierge nicht herübersieht, dann greife ich wieder hinein und hole einen Konferenzausweis hervor. Das Foto einer umwerfend schönen Frau starrt mich an, und darunter steht: Violet Russell, White Globe Consulting Group .

Langsam kristallisiert sich eine ziemlich gute Theorie heraus. Ich könnte glatt Poirot sein. Das Telefon gehört Violet Russell, und sie hat es weggeworfen, weil ... sie ihre Gründe dafür hatte.

Es war ihr Wunsch und Wille. Ich kann nichts dafür.

Plötzlich summt das Handy, und ich zucke zusammen. Scheiße! Das Ding lebt. Der Klingelton beginnt auf höchster Lautstärke - es ist "Single Ladies" von Beyoncé. Eilig drücke ich den Anruf weg, aber im nächsten Moment fängt es wieder an, laut und fordernd.

Kann man an diesem Scheißding die Lautstärke etwa nicht regulieren? Zwei Geschäftsfrauen in der Nähe drehen sich zu mir um, was mich dermaßen aus der Fassung bringt, dass ich den Anruf aus Versehen annehme. Die beiden Frauen beobachten mich immer noch, also halte ich mir das Telefon ans Ohr und wende mich ab.

"Der Teilnehmer ist nicht erreichbar", sage ich und versuche, wie eine Maschine zu klingen. "Sie können eine Nachricht hinterlassen." Damit bin ich den Anrufer sicher los.

"Wo zum Teufel bist du?" Eine sanfte, gebildete, männliche Stimme fängt an zu sprechen, und fast quieke ich vor Schreck. Es hat geklappt! Er hält mich für die Mailbox! "Ich habe eben mit Scottie gesprochen. Er weiß jemanden, der es hinkriegen könnte. Die reine Schlüssellochchirurgie. Er ist gut. Hinterlässt keine Spuren."

Ich wage nicht zu atmen. Oder mich an der Nase zu kratzen, obwohl sie auf einmal schrecklich juckt.

"Okay", sagt der Mann. "Also, was du auch tust, sei verdammt vorsichtig." Er legt auf. Staunend starre ich das Handy an. Ich hatte nicht gedacht, dass tatsächlich jemand eine Nachricht hinterlassen würde.

Jetzt habe ich ein richtig schlechtes Gewissen. Das war eine Na

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen