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King of London von Bay, Louise (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.07.2020
  • Verlag: LYX
eBook (ePUB)
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King of London

Wer die KINGS OF NEW YORK mochte, wird die KINGS OF LONDON lieben Als Chef-Stewardess einer Luxusjacht gehört es zu Avery Walkers Aufgaben, auch schwierigen Gästen jeden Wunsch zu erfüllen. Doch der englische Geschäftsmann Hayden Wolf stellt sie vor eine große Herausforderung, denn er macht ihr unmissverständlich klar, dass er mehr von ihr will als nur den nächsten Drink: Er will Sie! Auch Avery spürt die starke Anziehungskraft, die von dem attraktiven und selbstbewussten Briten ausgeht. Aber wenn Sie der unausgesprochenen Aufforderung nachgibt, die in jedem seiner Blicke und jeder seiner flüchtigen Berührungen liegt, würde Avery ihren Job riskieren - denn Beziehungen zu Gästen sind streng verboten! 'Louise Bay schreibt die besten britischen Geschäftsmänner' L.J. Shen Auftakt des KINGS-OF-LONDON-Duetts von USA-TODAY-Bestseller-Autorin Louise Bay

Louise Bay ist eine erfolgreiche USA-TODAY-Bestseller-Autorin. Sie schreibt Romane, wie sie sie selbst gern liest: sexy und romantisch. Die Autorin lebt in London und liebt neben Tagen ohne Make-Up vor allem ihre Freunde, Elefanten und Champagner. Weitere Informationen unter: www.louisebay.com

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 383
    Erscheinungsdatum: 28.07.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783736312449
    Verlag: LYX
    Originaltitel: Ruthless Gentleman
    Größe: 510 kBytes
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King of London

1. KAPITEL
HAYDEN

Wenn eine Krise droht, gibt es im Geschäftsleben zwei Sorten von Menschen: diejenigen, die behaupten, sie würden sich niemals kampflos geschlagen geben, und diejenigen, die die Möglichkeit eines Scheiterns von vornherein ausschließen. Ich gehörte eindeutig zur zweiten Kategorie.

Ich hatte mir meinen Ruf auf andere Art erarbeitet als viele Geschäftsleute in der City, dem Banken- und Finanzviertel von London. Anstatt mich auf familiäre Verbindungen zu verlassen oder bei einem Drink alte Freunde vom Internat zu beeindrucken, konzentrierte ich mich auf Zahlen. Ich bedachte jedes Detail und traf clevere Entscheidungen. Es gefiel mir, Geld zu verdienen. Viel Geld. Und ich dachte nicht daran, diese Tatsache in die Welt hinauszuposaunen.

Im Lauf der vergangenen zehn Jahre hatte ich Wolf Enterprises von einem Start-up-Unternehmen in einer besseren Abstellkammer am Stadtrand von London zu einer der größten Firmengruppen Europas gemacht. Ich war für Zehntausende Jobs und eine milliardenschwere Bilanz verantwortlich. Ein Jahrzehnt lang hatte ein Erfolg den anderen gejagt, aber in den zurückliegenden zwölf Monaten hatte sich etwas verändert. Ich war bei wichtigen Verkäufen leer ausgegangen, bei Vertragsabschlüssen unterboten und bei manchen Angeboten von vornherein übergangen worden. Mein Imperium schwankte.

Ich würde nicht zulassen, dass es zusammenbrach.

Ich musste lediglich meine Investoren bei einem Lunch davon überzeugen, dass ich das Steuer wieder herumreißen konnte.

Als ich den Eingang des Restaurants erreicht hatte, entdeckte ich Steven und Gordon am anderen Ende des Raums. Ich blickte auf die Uhr. Ich war auf die Minute pünktlich, was bedeutete, dass die beiden zu früh gekommen waren. Ein schlechtes Zeichen, denn normalerweise ließen sie die Leute gern warten. Sie meinten es ernst.

Aber das tat ich auch.

Die Kellnerin führte mich zu dem Tisch hinten im Lokal, und ich nahm den beiden gegenüber Platz. Diese Typen überließen nichts dem Zufall: ein Mittagessen in der Öffentlichkeit anstatt eines privaten Treffens. Zu früh kommen. Sofort Platz nehmen, um den Eindruck zu erwecken, dass zwei gegen einen gespielt wurde - all das war sorgfältig inszeniert, sollte eine Botschaft übermitteln, bevor überhaupt ein Wort gesprochen wurde.

»Gordon, Steven, freut mich, Sie zu sehen«, sagte ich und begrüßte zuerst Gordon, den älteren der beiden. Ich kannte die Hackordnung. Im Geschäftsleben spielen die kleinen Dinge oftmals die größte Rolle.

»Ich liebe die Aussicht hier«, sagte Gordon und eröffnete das Gespräch mit einer zwanglosen und doch leicht respektlos wirkenden Bemerkung, denn er hatte sich nicht einmal die Mühe gemacht, mich zu begrüßen.

Ich blickte aus dem Fenster. Diese Quadratmeile im Osten Londons, allgemein als »die City« bekannt, war eines der ältesten Viertel der Hauptstadt, und in ihm ballten sich die größten Banken, Versicherer und Investmenthäuser des Landes. Die City galt als der finanzielle Dreh- und Angelpunkt Europas; dort waren die Anzüge todschick, der Verstand messerscharf.

In diesen Straßen regierte das Geld, und in den Augen dieser beiden Männer hatte ich zu wenig davon verdient.

Das wollten sie mir klarmachen.

Als wäre das nötig.

»Von hier oben haben Sie all Ihre Investitionen im Blick«, sagte ich und deutete mit dem Kinn auf die Aussicht.

Gordon lächelte, musterte mich dabei jedoch durchdringend. »In der Tat«, sagte er.

Sie glaubten, sie könnten mich aus dem Hinterhalt überfallen, aber ich war hervorragend vorbereitet. »Es wird Zeit, dass ich Sie bei einigen Dingen auf den neuesten Stand bringe.«

»Es heißt, Sie haben den Lombard-Deal verloren«, sagte Steven.

Nun war es so weit. Keine Nettigkeiten mehr. Die Schwerter waren gezogen.

Es wäre sinnlos gewesen, Steven zu fragen, woher er das wusste. Ich hatte die beiden unter anderem de

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