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Kiss you Gestern, heute und für immer von Elks, Carrie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.06.2016
  • Verlag: Ullstein
eBook (ePUB)
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Kiss you

Du glaubst, du hast die Liebe deines Lebens gefunden. Aber was ist, wenn das Leben andere Pläne hat? Auf einer Silvesterparty 1999 treffen Hanna und Richard sich zum ersten Mal. Richard stammt aus einer reichen New Yorker Familie, hat gute Manieren und studiert an der Columbia University. Hanna ist gebürtige Londonerin, liebt wilde Haarfarben, Indie Rock und klare Worte. Auf den ersten Blick haben die beiden nichts gemeinsam - bis auf die explosive Anziehungskraft, die vom ersten Moment an zwischen ihnen herrscht. Zwölf Jahre später steht Hanna plötzlich in Richards New Yorker Büro. Sie will ihm etwas Wichtiges gestehen. Doch Richard weiß nicht, ob er es überhaupt hören möchte.Wie soll er einer Frau vertrauen, die ihm immer wieder aufs Neue das Herz bricht? Carrie Elks lebt in der Nähe von London. Mit einundzwanzig verließ sie das College mit einem Abschluss in Politikwissenschaften, einem unbezahlten Studienkredit und einem netten Mann an ihrer Seite, der bald ihr Ehemann wurde. Wenn sie nicht gerade liest oder schreibt, backt sie für ihr Leben gern.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 352
    Erscheinungsdatum: 17.06.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783843712743
    Verlag: Ullstein
    Größe: 1776 kBytes
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Kiss you

Kapitel 1

31. Dezember 1999

Eigentlich hätte ihr Koffer längst da sein müssen. Stattdessen sah sie zu, wie auf dem Förderband aus Gummi Gepäckstücke jeder nur erdenklichen Form und Größe an ihr vorbeiruckelten - nur ihrer nicht. Vielleicht schämte sich ihr alter brauner Koffer zu sehr und wollte sich zwischen all den Louis Vuittons und Henks nicht blicken lassen. Das Gefühl kannte Hanna.

Sie kaute schon wieder an ihren Nägeln. Dabei waren die bereits bis zur Haut abgebissen, und der schwarze Lack, den sie vor ein paar Tagen aufgetragen hatte, blätterte in großen Stücken ab. Ihre Stiefmutter konnte nicht begreifen, weshalb Hanna sich nicht für eine "viel elegantere" French Manicure entschieden hatte und warum sie nicht regelmäßig zur Kosmetikerin ging.

Endlich hatte sie ihren Koffer erspäht. Sie versuchte sich an einer gestresst wirkenden Mutter vorbeizudrängeln, die mit ihren zwei Sprösslingen genau vor ihr stand. Auf einem Arm hielt sie ein Kleinkind, mit der anderen Hand schob sie einen Kinderwagen vor und zurück, um das winzige Baby darin zum Einschlafen zu animieren.

"'tschuldigung", murmelte Hanna und lehnte sich so weit nach vorn, bis sie den Griff ihres Koffers zu fassen bekam. Mit ihrem ganzen Körpergewicht riss sie den Koffer vom Band auf den grau gefliesten Boden. Er war schwer, voll mit Skiausrüstung und Wintersachen. Sie hatte kaum Gelegenheit gehabt, irgendwas davon anzuziehen.

Strenggenommen hätte Hanna heute gar nicht unterwegs sein sollen. Ursprünglich war vereinbart gewesen, dass sie ein paar Tage im Chalet ihres Vaters in Val d'Isère verbrachte, zusammen mit ihrer Stiefmutter und ihren elfjährigen Halbschwestern. Aber er hatte von Anfang an ständig an ihr herumgemeckert. Gleich bei ihrer Ankunft hatte er sie von oben bis unten gemustert und in unverhohlener Missbilligung das Gesicht verzogen.

"Hast du etwas mit deinen Haaren gemacht?" Sein Blick troff regelrecht vor Ablehnung.

Angesichts dieser vornehmen Untertreibung hatte Hanna sich nur mühsam ein Grinsen verkneifen können. In dem Jahr, das seit ihrer letzten Begegnung vergangen war, hatte sie sich dem Gothic-Look verschrieben. Sie hatte sich die Haare in einem tiefen Schwarzrot gefärbt und schminkte sich anders als früher: Ihre Haut war jetzt totenbleich und ihr Mund sehr, sehr dunkel. Ein wallender schwarzer Rock und ein enges, ebenfalls schwarzes Korsett komplettierten den Look.

Die Erinnerung an Philips Entrüstung, als er sie in ihrem Aufzug erblickt hatte, zauberte ein kleines Schmunzeln auf Hannas Lippen. Mit ungelenken Bewegungen und unter beträchtlicher Kraftanstrengung wuchtete sie ihr Koffer-Ungetüm auf einen Gepäckwagen.

Philip hatte wegen ihres neuen Aussehens fast einen Herzinfarkt bekommen, und Olivia hatte verfügt, dass Hanna während ihres gesamten Aufenthalts im Chalet bleiben müsse - so groß war die Angst, ihre Freundinnen könnten einen Blick auf ihre Stieftochter erhaschen. Hanna war wie ein schmutziges kleines Geheimnis, von dem niemand erfahren durfte. Nachdem sie die ersten zwei Tage mit Lesen und Schokoladeessen totgeschlagen hatte, setzte allmählich die Langeweile ein.

Außerdem hatte sie herausgefunden, dass Philip, Olivia und ihre Schwestern den Jahreswechsel im Chateau eines Bekannten etwa fünfzig Meilen außerhalb von Val d'Isère feiern wollten - und Hanna nicht eingeladen war. Daraufhin war es zu einem heftigen Streit gekommen, der damit endete, dass Hanna aus dem Chalet verbannt und in den nächsten Flieger nach London gesetzt wurde - was Philip sich einiges kosten ließ.

Nicht mehr lange, dann war sie achtzehn. Sie schwor, dass sie sich nie wieder der Folter eines solchen Aufenthalts in den französischen Alpen aussetzen würde. Wenn ihr Vater Zeit mit seiner ältesten Tochter verbringen wollte - und das war keineswegs selbstverständlich -, würde er dafür eben nach London kommen müssen.

Hanna und ihre Mutter waren für Londoner Ver

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