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Klang der Hoffnung Roman von Archer, Jeffrey (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.11.2020
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Klang der Hoffnung

London 1985: William Warwick, der aus bestem Hause kommt, ist von einem Wunsch erfüllt: In seinem Streben nach gerechtigkeit möchte er die Karriereleiter des britischen Polizeiapparats bis zum Präsidenten durchlaufen. Mittlerweile ist William zum Drogendezernat versetzt worden und muss erleben, dass die Drogenkriminalität auf londons Straßen von höchten Kreisen aus Macht und Politik regiert wird. Gleichzeitig genießt William seine junge Liebe zu Beth, während seine Schwester Helen Karriere als Anwältin macht. Doch bald schon ziehen düstere Schatten auf. Die Intrigen eines alten Feindes zwingen William dazu, um seine Karriere und Berufung zu kämpfen - und dann erhät er eine Nachricht, die sein und Beths Leben von Grund auf ändern wird ...

Jeffrey Archer, geboren 1940 in London, verbrachte seine Kindheit in Weston-super-Mare und studierte in Oxford. Archer schlug eine bewegte Politiker-Karriere ein, die bis 2003 andauerte. Weltberühmt wurde er als Schriftsteller. Archer verfasste zahlreiche Bestseller und zählt heute zu den erfolgreichsten Autoren Englands. Sein historisches Familienepos 'Die Clifton-Saga' stürmt auch die deutschen Bestsellerlisten und begeistert eine stetig wachsende Leserschar. Archer ist verheiratet, hat zwei Söhne und lebt in London und Cambridge.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 400
    Erscheinungsdatum: 09.11.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641253738
    Verlag: Heyne
    Serie: Heyne Bücher 47183
    Originaltitel: Hidden in Plain Sight (The Warwick-Chronicles 2)
    Größe: 1626 kBytes
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Klang der Hoffnung

1
14. April 1986

Die vier saßen um den Tisch und starrten den Geschenkkorb an.

»Für wen soll der sein?«, fragte der Commander.

William las die handgeschriebenen Worte auf dem Anhänger. »Herzlichen Glückwunsch, Commander Hawksby.«

»Dann sollten Sie ihn wohl besser aufmachen, DC Warwick«, sagte Hawksby und lehnte sich auf seinem Stuhl zurück.

William Warwick stand auf, löste die beiden Lederbänder und öffnete den Deckel des riesigen Weidenkorbs, der mit lauter Dingen gefüllt war, die sein Vater als »Leckereien« bezeichnet hätte.

»Da weiß uns offensichtlich jemand zu schätzen«, sagte DCI Lamont und nahm eine Flasche Scotch aus dem Korb. Erfreut stellte er fest, dass es ein Black Label war.

»Und er kennt unsere Schwächen«, sagte der Commander, nahm eine Schachtel Montecristo-Zigarren heraus und legte sie vor sich auf den Tisch. »Sie sind dran, DC Roycroft«, fügte er hinzu, während er eine der kubanischen Zigarren zwischen seinen Fingern rollte.

Jackie Roycroft entfernte zunächst vorsichtig einen Teil des Verpackungsstrohs und entdeckte dann ein Glas Foie gras, das sie sich von ihrem Gehalt nie hätte leisten können.

»Und schließlich DC Warwick«, sagte der Commander.

William kramte ein wenig im Geschenkkorb herum, bis er auf eine Flasche Olivenöl aus Umbrien stieß, für die, wie er wusste, seine Verlobte Beth besonders dankbar wäre. Er wollte sich gerade wieder hinsetzen, als er einen kleinen Umschlag entdeckte. Dieser war an »Commander Hawksby QPM« adressiert und als »Persönlich« gekennzeichnet. William reichte seinem Chef den Umschlag.

Hawksby riss den Umschlag auf und zog eine handgeschriebene Karte heraus. Seine Miene verriet nichts, obwohl die unsignierte Nachricht nicht eindeutiger hätte sein können. Mehr Glück beim nächsten Mal.

Während die Karte herumgereicht wurde, verwandelte sich das Lächeln der Anwesenden in Stirnrunzeln, und rasch wurden die Geschenke in den Korb zurückgelegt.

»Wissen Sie, was das Ganze noch schlimmer macht?«, fragte der Commander. »Ich habe heute tatsächlich Geburtstag.«

»Und das ist noch nicht alles«, sagte William. Und dann erzählte er dem Team von seiner Unterhaltung mit Miles Faulkner im Fitzmolean kurz nach der Enthüllung von Rubens' Kreuzabnahme.

»Aber wenn der Rubens eine Fälschung ist«, sagte Lamont, »warum nehmen wir Faulkner dann nicht einfach fest und bringen ihn ins Old Bailey, wo Richter Nourse die beiden Worte 'zur Bewährung' aus dem Urteil streichen und ihn für die nächsten vier Jahre hinter Gitter bringen wird?«

»Nichts würde mir mehr Vergnügen bereiten«, sagte Hawksby. »Aber wenn sich das Bild doch als Original erweist, wird Faulkner uns zum zweiten Mal zum Narren gehalten haben - und zwar auf einem Schauplatz, der wie kein anderer von der Öffentlichkeit wahrgenommen wird.«

Die Frage, die der Commander dann stellte, überraschte William.

»Haben Sie Ihre Verlobte gewarnt, dass der Rubens möglicherweise eine Fälschung sein könnte?«

»Nein, Sir. Ich hielt es für besser, Beth nichts davon zu sagen, bevor Sie entschieden hätten, wie wir vorgehen wollen.«

»Gut. Dann wollen wir es vorerst auch dabei belassen. Das verschafft uns etwas mehr Zeit, um unseren nächsten Schritt zu planen, denn wir werden anfangen müssen, wie Faulkner zu denken, wenn wir diesen verdammten Kerl jemals zur Strecke bringen wollen. Jetzt schaffen Sie mir dieses Ding aus den Augen«, verlangte er, indem er auf den Geschenkkorb deutete. »Und sorgen Sie dafür, dass es in unser Verzeichnis für besondere Zuwendungen aufgenommen wird. Aber lassen Sie den Korb zuerst auf Fingerabdrücke untersuchen - auch wenn ich nicht damit rechne, dass unsere Experten etwas anderes finden werden als unsere eigenen Abdrücke und vielleicht noch die eine

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