text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Konfetti im Herz Roman von Beuther, Christina (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.04.2020
  • Verlag: Aufbau Verlag
eBook (ePUB)

7,99 €1

2,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Konfetti im Herz

Annes Leben ist chaotisch genug - plötzlich alleinerziehend mit drei so liebenswerten wie lebhaften Kindern muss nicht nur der Alltagstrubel jongliert, sondern auch das Leben neu sortiert werden. Gar nicht so leicht mit einem Ex-Mann, der mit seiner schwangeren und wesentlich jüngeren Freundin ein neues Leben beginnt, einer überaus kritischen Mutter, einem Umzug, dem Job als Lehrerin an einer Kölner Hauptschule und mit Ben, Emma und Theo, den Kindern, die ein Leben alleine schon ganz schön durcheinander wirbeln können. Eigentlich geht es nicht turbulenter - wären da nicht Hannes, Referendar an Annes Schule, jung und unverschämt charmant und Tom, der doch eigentlich nur ihr neuer Nachbar sein sollte ...

Christina Beuther, geb. 1975 ist Lehrerin und lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Heidelberg.Im Aufbau Taschenbuch sind ihre Romane 'Aber sowas von Amore' und 'Ist das jetzt schon Liebe' lieferbar.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 355
    Erscheinungsdatum: 01.04.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783967970401
    Verlag: Aufbau Verlag
    Größe: 2201 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Konfetti im Herz

1.

Das war es also. Ich betrachtete mich im Spiegel. Die Augen verheult und rot, die Wimperntusche verlaufen. Meine Ehe am Ende. Aus und vorbei. Endgültig. Ich schniefte, und wieder schossen mir Tränen in die Augen. Hier stand ich nun, Anne Hansen, fünfunddreißig Jahre, drei Kinder und bald geschieden, im Badezimmer unseres Reihenmittelhauses in Köln-Nippes, das in naher Zukunft nicht mehr unser Zuhause sein würde, und war fürchterlich wütend.

Was war ich blöd gewesen. Ich hätte es doch wissen müssen. Aber nein, Alex hatte es geschafft, mich zu verwirren. An unserem zehnten Hochzeitstag hatte er mich zum Mittagessen ins Pauls eingeladen, ein schickes Restaurant, von dem gerade jeder in Köln sprach, weil dem Koch ein Michelin-Stern verliehen worden war. Selbst zum Heiratsantrag hatte er mich nicht in ein solch nobles Restaurant ausgeführt, da hatte ich mich schon gefragt, ob diese Einladung eine tiefere Bedeutung haben könnte. Würde er um einen Neuanfang bitten?

Eigentlich hatte ich es mir nicht vorstellen können und dazu war ich mir nicht sicher gewesen, ob ich ihm überhaupt eine neue Chance geben wollte. Und trotzdem war ich beim Friseur gewesen und hatte die naturblonden Haare frisch naturblond färben lassen, ein neues Kleid gekauft, organisiert, dass die Kinder nach der Schule zu Melli gingen, mir schnell ein kleines Schönheitsprogramm mit Gesichtsmaske gegönnt und die hohen, roten Riemchenpumps angezogen, die für mich eigentlich zu hoch waren, es heute aber unbedingt sein mussten.

Was dann geschah, lief später in Endlosschleife wie ein Film vor meinem inneren Auge ab, mein Film: Ich trat aus dem Haus, und alles stimmte: Das Kleid saß perfekt, die Haare fielen sanft gelockt über meine Schultern, und das Wetter machte Lust auf Frühsommer. Typisches Aprilwetter war gestern, heute schien die Sonne. Gut gelaunt radelte ich ins Belgische Viertel. Als ich mein Rad an einen Baum vorm Pauls anschloss, wusste ich, dass Alex schon auf mich warten würde, schließlich war er immer fünf Minuten zu früh. Jemand kam aus dem Lokal, ein Mann, recht groß, er hielt mir die Tür auf und lächelte mich an. »Danke schön.« Unsere Blicke trafen sich. Einen kleinen Moment hing ich an seinen tiefblauen Augen, die mich von oben bis unten musterten, was sich sehr gut anfühlte; seltsam, dass ich mich jetzt daran erinnerte. Mein Film lief weiter: Ich trat ins Lokal und sah Alex sofort. Er saß an einem der Tische am Fenster, stand auf und kam auf mich zu. Er sah einfach gut aus - groß, mit kurzen blonden Haaren und sonnengebräunt. Er trug eine edle, dunkelblaue Hose, ein feines hellgraues Hemd und seine guten italienischen Schuhe. »Hallo, Anne.« Zur Begrüßung küsste er mich auf die Wange, und ich roch sein Aftershave. Der vertraute Duft, der so Alex war.

»Schön siehst du aus«, sagte er und schob mir den Stuhl zurecht.

»Danke. Du auch.«

Er hatte sich wieder gesetzt, und wir lächelten uns an. Ein Ober kam an den Tisch. »Was möchtest du trinken?«, fragte Alex. »Ein Glas Champagner als Aperitif?«

Champagner? Ich war erstaunt, sonst war ihm Champagner immer zu teuer gewesen. Aber Champagner? Warum nicht. Ich nickte. »Und du?«

»Nichts, danke, ich bleibe beim Wasser. Ich bin mit dem Auto da.«

Alex schien angespannt, und ich hatte kurz überlegt, ihn jetzt gleich und direkt zu fragen, warum er mich hierher eingeladen hatte, doch ich verwarf den Gedanken beim Blick in die Karte. Die Namen der Gerichte klangen köstlich. Während des Essens würde es genug Zeit geben, sich zu unterhalten.

»Haben Sie bereits entschieden?« Der Ober war unauffällig hinzugetreten und blickte zu mir.

»Ja, auch wenn die Auswahl wirklich schwerfällt. Als Vorspeise hätte ich sehr gerne das Tatar vom Kalbsfilet mit gegrillten Riesengarnelen und als Hauptgang die Goldbrasse mit Korianderpesto an Ofenpaprika. Und was das Dessert betrifft, Aprikosenparfait in Baumkuchenmantel, Blaubeer-Kä

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen