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Korallenmond Das Geheimnis der Güldensteins von May, Valentina (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.11.2018
  • Verlag: Piper
eBook (ePUB)
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Korallenmond

Glanz und Glück scheinen der Schmuckdynastie der Familie von Güldenstein aus dem Weserbergland sicher zu sein. Doch ein dunkles Ereignis aus der Vergangenheit droht alles zu zerstören... Die große Familien-Geheimnis-Saga für alle Fans von Lucinda Riley, Claire Winter und Jeffrey Archer Die Buchhändlerin Laura kommt auf das Schloss der von Güldensteins, um dort eine Ausstellung mitzuorganisieren - sie fühlt sich nicht wirklich wohl in ihrer Haut und der schillernden Welt der Güldensteins. Doch bei den Vorbereitungen trifft sie nicht nur den ebenso attraktiven wie arroganten Wissenschaftler Dr. John Lane, sie entdeckt auch ein Bündel alter Briefe und einen mysteriösen Korallenring. Gemeinsam mit John beginnt Laura Nachforschungen anzustellen und stößt bald auf ein tragisches, aber auch romantisches Familiengeheimnis... Die Novelle Korallenmond ist Teil der faszinierenden Familien-Geheimnis-Saga "Das Geheimnis der Güldensteins" und eignet sich ideal als Einstieg in die Serie. Valentina May schreibt erfolgreich Liebesromane, in denen auch die Natur eine wichtige Rolle spielt. Schon immer träumte Valentina von einem Cottagegarten und vielen Tieren. Diesen Traum hat sie sich inzwischen erfüllt. Die Autorin lebt mit ihrem Mann auf einem Hof in einem kleinen Dorf am Rande des Weserberglands. Wenn sie nicht am Schreibtisch sitzt und sich neue Geschichten ausdenkt, kümmert sie sich um ihren verwunschenen alten Rosengarten oder macht es sich auf einer Steinbank am Rande der Gänsewiese gemütlich.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 238
    Erscheinungsdatum: 02.11.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783492984812
    Verlag: Piper
    Größe: 5160 kBytes
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Korallenmond

3.

Das imposante Palais Güldenstein verschlug Laura wie jedes Mal, wenn sie hier ankam, den Atem. Der Herbst hatte den an der Fassade rankenden Wein blutrot gefärbt. Schießscharten in einer Mauer und der im Keller befindliche Kerker der ehemaligen Burg, auf der der Ahnherr derer von Güldenstein das Schloss hatte errichten lassen, ließen Laura schaudern. Auf diesen Mauern lastete ein Fluch, der das Schicksal der Familie bestimmte. Als sie zum Himmel aufblickte, schob sich gerade eine graue Wolke vor die Sonne. Die hellen Mauern verloren ihr Strahlen. Ein schlechtes Omen? Laura konnte nicht verstehen, was ihre Schwester an diesem Palais derart faszinierend fand, dass sie sich mit Christian entschieden hatte, hier zu leben. Auch wenn Amelie nicht oft über den Fluch sprach, spürte Laura dennoch ihre Furcht, besonders dann, wenn ihre Schwester sich um Christian sorgte. Einmal hatte ihr Schwager sich von einer Geschäftsreise außergewöhnlich verspätet. Weil er auf seinem Handy nicht erreichbar gewesen war, hatte Amelie sie völlig aufgelöst nachts angerufen und immer wieder von diesem Fluch geredet und behauptet, Christian könne ihm zum Opfer fallen.

Die dunkle Wolke zog weiter, und die Messingknäufe der Tore und Türen leuchteten auf und ließen das Palais wie ein verwunschenes Märchenschloss aus einem Fantasy-Roman erscheinen.

Amelie holte sie wieder in die Gegenwart zurück, als sie die wenigen Stufen des Haupteingangs hinunter auf sie zueilte. Wie elegant ihre Schwester wieder aussah in dem dunkelblauen Hosenanzug. Sicher eine Maßanfertigung. Die hochhackigen Pumps in der gleichen Farbe und die zart lachsfarbene Bluse sowie das darauf abgestimmte dezente Make-up standen ihr vorzüglich. Das Haar der Schwester, das sie sonst offen trug, war zu einem Dutt hochgesteckt. Sie wirkte so verdammt perfekt und selbstsicher, dass Laura sich dagegen trotz ihres neuen Sommerkleides unscheinbar vorkam. Nur eine widerspenstige Strähne, die sich aus Amelies Haarknoten gelöst hatte, zeigte, dass eben doch nicht alles so perfekt war, wie es schien.

Amelies Lächeln war wie immer liebevoll. "Laura, Liebes." Die Schwester drückte sie an sich und gab ihr einen herzhaften Kuss auf die Wange. "Danke, dass du gekommen bist." Als sie sich voneinander lösten, schimmerte es feucht in Amelies Augen. Sie sah blass aus, und schmaler geworden war sie auch seit dem letzten Besuch.

"Schon gut, habe ich doch gern gemacht. Du bist dünn wie ein Spaghetti. So viel Stress?" Laura sah sie besorgt an.

Tränen schimmerten in Amelies Augen, dass sich Lauras Kehle zusammenzog. War es nur der Stress, oder bedrückte sie der mehr, als sie zugeben wollte? Früher hätte sie die Schwester gleich darauf angesprochen. Doch die Distanz zwischen ihnen ließ sie lieber auf eine günstigere Gelegenheit warten.

"Ja, der Stress. Erzähl mir lieber, wie deine Fahrt war."

"Alles bestens, bis auf ..." Laura brach ab, noch immer wütend über das Verhalten des Fremden von vorhin.

"Bis auf was?", hakte Amelie sofort ein. In wenigen Sätzen berichtete Laura ihr von dem Vorfall.

"Die Beschreibung könnte auf mehrere Männer zutreffen. Wir haben einige Gäste mit Sportwagen. An die Marke kannst du dich nicht mehr erinnern?"

Laura schüttelte den Kopf. Sie hatte sich nie sonderlich für exklusive Wagenmarken interessiert.

"Hm, sobald du ihn siehst, gibst du mir ein Zeichen. Dann knöpfe ich mir den Kerl vor. Aber jetzt bringe ich dich erst mal auf dein Zimmer. Nach dem Dinner sollten wir dann die Aufgaben besprechen, ja?"

Dinner hatte Amelie gesagt. Das hörte sich wieder hochtrabend an. Abendessen hatte ihre Schwester es immer zu Hause genannt, aber das hatte sie wohl vergessen. Wahrscheinlich wurde in gehobenen Kreisen so gesprochen. Obwohl Amelie ihr vertraut war wie keine andere, war sie ihr fremd geworden.

Laura bekam das gleiche Zimmer wie immer, sehr geschmackvoll eingerichtet mit d

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