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Kristallsterne Das Geheimnis der Güldensteins von May, Valentina (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.07.2019
  • Verlag: Piper Verlag
eBook (ePUB)
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Kristallsterne

Glanz und Glück scheinen der Schmuckdynastie der Familie von Güldenstein aus dem Weserbergland sicher zu sein. Doch ein dunkles Ereignis aus der Vergangenheit droht alles zu zerstören... Die große Familien-Geheimnis-Saga für alle Fans von Lucinda Riley, Claire Winter und Jeffrey Archer Eigentlich wollte Tilda von Güldenstein die Renovierung ihres Erbschlosses und der Glashütte nur von einem versierten Fachmann managen lassen. Aber der charmante Glasdesigner Leon Berger entpuppt sich als unerträglicher Frauenheld, mit dem bald die Fetzen fliegen. Während der kräftezehrenden Renovierungsarbeit kommen sich die beiden jedoch näher ... Als Tilda das letzte Puzzleteil für das Brechen des Familienfluchs findet, beginnt ein verzweifeltes Rennen gegen die Zeit, bei dem sich bald die Frage stellt: Kann Tilda Leon überhaupt vertrauen? "Kristallsterne" ist das faszinierende Finale der mitreißenden Familien-Geheimnis Saga "Das Geheimnis der Güldensteins" - die Teile sind auch unabhängig voneinander zu lesen. Valentina May schreibt erfolgreich Liebesromane, in denen auch die Natur eine wichtige Rolle spielt. Schon immer träumte Valentina von einem Cottagegarten und vielen Tieren. Diesen Traum hat sie sich inzwischen erfüllt. Die Autorin lebt mit ihrem Mann auf einem Hof in einem kleinen Dorf am Rande des Weserberglands. Wenn sie nicht am Schreibtisch sitzt und sich neue Geschichten ausdenkt, kümmert sie sich um ihren verwunschenen alten Rosengarten oder macht es sich auf einer Steinbank am Rande der Gänsewiese gemütlich.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 348
    Erscheinungsdatum: 02.07.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783492984591
    Verlag: Piper Verlag
    Serie: Piper Taschenbuch 50180
    Größe: 3846 kBytes
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Kristallsterne

1.

Der Schlüssel in ihrer Hand wog schwer. Sie hatte immer geahnt, dass es ein Geheimnis in ihrer Familie gab. So dunkel, dass alle darüber geschwiegen hatten. Nie war ihrem Vater eine Warnung über die Lippen gekommen oder ein Hinweis, worum es ging. Vielleicht wäre sonst alles anders verlaufen. Tilda sah die Szene deutlich vor sich, die sie damals durch den Türspalt beobachtet hatte. Ihr Vater hatte wie üblich hinter seinem klobigen Schreibtisch gethront und seine Zigarre gepafft, während sein bester Freund und Anwalt Günter Schmiedel eingehüllt von der Rauchwolke zu seiner Rechten im Ledersessel Platz genommen hatte.

"Du musst es finden, dann wären eure Probleme vom Tisch", hatte Schmiedel zu Vater gesagt und den eisernen Schlüssel vor ihn hingelegt. "Hier. Er öffnet die Pforte in die Vergangenheit und zu weit mehr." Aber Vater hatte den Kopf geschüttelt.

"Manchmal ist es besser, die Dämonen nicht zu wecken. Erdrückend ist die Schuld, die unser Schicksal bestimmt. Dafür müssen wir bis ins letzte Glied büßen."

Erdrückend ist die Schuld, die unser Schicksal bestimmt. Dafür müssen wir bis ins letzte Glied büßen. Die Worte jagten ihr noch heute einen eisigen Schauder über den Rücken. Was meinte er damit? Und welche Dämonen wecken? Wofür sollten sie alle büßen? Sie hatten doch nichts Unrechtes getan.

Die Unterhaltung lag eine Ewigkeit zurück und war bei Tilda in Vergessenheit geraten, bis sie den Schlüssel neulich bei den ersten Aufräumarbeiten auf Herminenburg in einer von Großvaters Vitrinen wiedergefunden hatte. Er gehörte zu einer Tür im Palais. Das erkannte sie daran, dass alle Reiten die gleiche Form besaßen, ob groß oder klein. Aus welchem Grund befand er sich hier?

Er ragte über ihre Handfläche hinaus und war so sperrig und schwer, dass er damals ein Loch in ihre Jackentasche gerissen hatte. Der Rost am Bart war noch großflächiger geworden.

Tildas Gedanken wanderten zu dem Tag zurück, an dem sie sich mit ihrer Freundin Daria heimlich in den Gewölbekeller des Palais' geschlichen hatte ...

1994 Palais von Güldenstein

Die Schatten an den Wänden waren gespenstisch. Jede Ecke leuchteten sie aus, und bei jedem noch so kleinen Geräusch zuckten die beiden Freundinnen zusammen. Irgendwo tropfte Wasser auf Stein. Manchmal huschte ein Tier quiekend an ihren Füßen entlang und verschwand in der Dunkelheit. Es roch nach brackigem Wasser und Fäkalien.

Nach dem Gespräch zwischen Vater und seinem Freund hatte Tilda tagelang in den Familienchroniken gelesen und nahm felsenfest an, dass Vater nur den Schmuck der Dynastiebegründer gemeint haben konnte und dass der im Kellergewölbe zu finden sei. Sie hatte gehört, wie verzweifelt Vater geklungen hatte. Ehrgeiz hatte sie gepackt, den Schmuck zu finden, der die Probleme lösen könnte. Die Sehnsucht, dem Vater zu beweisen, dass sie ihm die Lösung präsentieren könnte, trieb sie an. Hier unten herrschte Eiseskälte, der Atem schwebte in weißen Wolken vor ihren Gesichtern. Fröstelnd zog Tilda den Kragen ihrer Jacke enger um den Hals. Schwer schlug ihr Herz gegen die Rippen, als ihre Schritte durch die Gänge hallten. Hinter ihr klapperte Daria mit den Zähnen. Der Schlüssel schien mit jedem Atemzug schwerer zu werden. Neulich hatte sie beobachtet, wo Vater ihn versteckt hielt, im Schrank hinter den Büchern, weil er nicht wollte, dass sie oder einer ihrer Brüder in den Gewölbekeller hinabstiegen, wie er Günter gestanden hatte.

"Ist es noch weit?", unterbrach die Freundin mit weinerlicher Stimme ihre Grübeleien.

Tilda blieb stehen und wandte sich zu ihr um.

"Hast du Schiss? Ich bin doch bei dir", versuchte sie Daria zu beruhigen, obwohl auch sie sich fürchtete, doch mehr wegen einer drohenden Strafe ihres Vaters. An Umkehr war nicht zu denken, so weit wie heute war sie noch nie gekommen. Tröstend fasste sie nach Darias Hand und zog sie weiter. In g

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